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Breitensport

Laufen macht Spaß und entspannt

Der Neunburger Lauftreff feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. Am Samstag fand der Herbstlauf mit 36 Teilnehmern statt.
Von Tanja Kraus

  • 36 Teilnehmer gingen beim Herbstlauf des Neunburger Lauftreffs am Samstag an den Start. Fotos: Kraus
  • Vor dem Laufen werden die Muskeln warm gemacht.

Neunburg.Im Jubiläumsjahr des Lauftreffs startete am Samstag der Herbstlauf mit 36 Teilnehmern am Stadthallenplatz auf dem Wanderweg in Richtung Eixendorfer Stausee und Penting. Die jüngsten Starter in diesem Jahr waren Max und Lena Zimmermann, die 30 und 15 Minuten absolvierten. Acht Damen starteten in der Nordic-Walking-Gruppe für 60 Minuten. Ebenso lange waren die acht Läufer unterwegs, und zwei Läufer nahmen die 90 Minuten-Strecke auf sich, darunter auch Alex Surke aus der Gemeinschaftsunterkunft am Plattenberg. Seit Mitte des Jahres trainiert der gebürtige Äthiopier beim Lauftreff und ist bereits gut integriert. 16 Läufer schafften die 120-Minuten-Strecke. Nach Erreichen der jeweiligen Laufetappen kehrten die Teilnehmer zum Start zurück und erhielten kostenlos Getränke, Kaffee und Kuchen, sowie ein Laufabzeichen und ihren Laufausweis.

Ehrgeiz wird angestachelt

Laufen, oder auch Sport im Allgemeinen macht alleine kaum Freude. Aus diesem Grund schließen sich meist mehrere Sportler zusammen und erleben den Spaß daran zusammen und entwickeln dadurch auch wachsenden Ehrgeiz, die eigene Leistung zu verbessern. Auch kann der Sportpartner eher Fehler beim anderen entdecken und ihn darauf hinweisen, bevor Schäden durch Fehlhaltung oder mangelnde Vorbereitung entstehen.

So ging es wohl auch den Teilnehmern vom Lauftreff Neunburg. Gemeinsam mit Sportlehrer Albert Bauer vom Skiclub und Joachim Ullmann hob Franz Seidl 1990 den Lauftreff aus der Taufe. Aus einer anfänglichen „Trimm dich Fit im Trab“ Gruppe wurde eine ernsthafte Lauftreffvereinigung. Jedoch wurden schon bald aus den anfänglich 25 Teilnehmern eine zunehmend schwächere Gruppe, und die Teilnehmerzahlen ließen nach, was wohl, so Franz Seidl, der unterschiedlichen Kondition der Teilnehmer zu schulden war. Lief man anfangs auf dem Wanderweg in 15 Minuten hin und die gleiche Zeit wieder zurück, musste ein neues Konzept für unterschiedliche Ansprüche her. Nach der Lektüre diverser Fachbücher erarbeitete Franz Seidl ein geeignetes Ausdauertraining für Anfänger und Hobbyläufer. Dies beinhaltete eine Laufzeit von ca. einer Stunde, eingeteilt in Leistungsgruppen. Diese wurden von erfahrenen Laufbetreuern geführt und entsprechend angeleitet. Unterschiedliche Streckenlängen wurden mit Geh- und Laufphasen gefüllt und auch die richtigen Dehnübungen zur Aufwärmung und Entspannung anschließend sorgten für einen gesunde Konditionsaufbau. Erste Erfolge stellten sich bald ein, und 1994 waren es durchschnittlich 25 Läufer pro Treff, im Jahr 2000 bereits 45 und 2004 55 Teilnehmer.

Seit 1994 wird auch der Herbstlauf angeboten, mit dem Ziel das Laufabzeichen des Deutschen Leichtathletik Verbandes zu erreichen. Mit Laufzeiten von 15, 30, 60, 90 und 120 Minuten können alle Teilnehmer unterschiedlichster Kondition ihr Sportfeld finden. Besonders versierte Läufer können sich auch auf der Marathonstrecke versuchen. Dieser Höhepunkt der Laufsaison dient gleichzeitig als Leistungsnachweis für den Leiter und stellt für die Läufer außerdem eine Motivation für das nächste Jahr dar.

„Laufen für jedermann“ ist nicht immer jedermanns Sache, stellte Franz Seidl 1997 in Gesprächen mit Senioren fest und gründete kurzerhand eine Seniorengruppe: „Wandern 60 plus“ mit Walking und Wandern. Mit Anita Bergman ( heute 91 Jahre) fand er eine engagierte Frau für die ständig wachsende Walking-Gruppe. Gemeinsam mit ihrem Mann Werner (heute 90) kam sie regelmäßig als Urlaubsgast nach Neunburg. Nach der Pensionierung des Ehepaars wählten die Sportbegeisterten Neunburg als ihren Hauptwohnsitz.

Seit 1997 Marathon-Gruppe

1997 kam mit Hartmut Döring ein Langläufer mit Marathonerfahrung zum Lauftreff. Seidl gründete daraufhin eine „Leistungsgruppe Marathon“, die unter den Fittichen von Döring eine rasante Aufwärtsentwicklung nahm. Die Langstreckler suchten sich als Premiere ein bedeutendes Ereignis aus; beim 25. Berlin Marathon am 20. September 1998 ( 26000 Teilnehmer ), ging Hartmut Döring mit Dr. Harald Greger, Thomas Vitzthum und Stefan Köppl an den Start und alle erreichten das gesetzte Ziel.

1999 wurde in Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Josef das „Fastenjogging“ (Fasching bis Ostern) eingeführt. Hintergedanke war, dass in der Fastenzeit nicht nur besonders auf gesunde Ernährung geachtet wird, sondern auch gleich etwas für die eigene Fitness getan wird.

Stetig wächst die Gemeinschaft der Läufer und Walker, und dies nicht nur aus rein sportlichen Gründen. Den Kopf frei kriegen, sich mit der Natur zu beschäftigen, neue Leute kennenlernen, Ausgleich zur Arbeit, sind nur einige der Gründe, warum sich Menschen zu Läufern entwickeln.

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