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Sport

Regensburg ist eine „Fitness-Hauptstadt“

Tausende gehen täglich ins Fitnessstudio. Trendsportarten sind im Kurs, bei Zumba an der Uni fehlen die Männer.

Clubmanagerin Karin Hofmann (2.v.l.) stellt in ihren Fitnessstudios fest: „Der Trend geht zum Gesundheitssport.“
Clubmanagerin Karin Hofmann (2.v.l.) stellt in ihren Fitnessstudios fest: „Der Trend geht zum Gesundheitssport.“ Foto: Kellermeier

Regensburg.Die Regensburger sind im Fitness-Fieber. Jetzt, wo es wieder die ersten warmen Sonnenstrahlen gibt, packt manche der Ehrgeiz. „Viele wollen jetzt noch das eine oder andere Kilo abspecken“, sagt Karin Hofmann, Clubchefin bei Fitness First am Europakanal. Und sie stellt fest: „Die Regensburger halten sich im Vergleich zu anderen bayrischen Städten überdurchschnittlich fit.“ An die 1200 Mitglieder, 60 Prozent von ihnen weiblich, besuchen ihr Studio im Stadtnorden pro Tag um zu trainieren.

Die meisten von ihnen kommen zwei- bis dreimal in der Woche. „Der durchschnittliche Regensburger Besucher ist 43 Jahre alt und achtet vor allem auf sein Herz-Kreislaufsystem“, beobachtet Hofmann, die auch einige Senioren zu ihrer Kundschaft zählt. Der stereotypische Bodybuilder ist in den Regensburger Fitnessstudios eher die Mangelware geworden. „Vielmehr trainieren Leute, die sich in ihrem Körper wohlfühlen wollen“, sagt Hofmann. Anstatt Hanteln seien vor allem Freestyle und Gesundheitsgeräte aktuell hoch im Kurs. Gerade die älteren Trainierenden kommen nicht nur ins Fitnessstudio um ihren Körper in Schuss zu halten, sondern um auch geistig fit zu bleiben. „Sie trinken dann nach dem Training Kaffee und feiern hier sogar gemeinsam Geburtstag“, sagt Karin Hofmann.

So läuft das Freestyle-Training im Fitnessstudio ab:

Tipps zum Freestyle-Training

Wo sind die Männer bei den Zumba-Kursen?

Viele Sportbegeisterte findet man auch am Campusgelände. Wie halten sich die Studenten an der Universität fit? Angelika Mundigl, von der Verwaltung des Hochschulsports, erklärt es: „Die jungen Menschen richten sich häufig nach neuen Trends. Daher bieten wir am Campus neben Klassikern, wie Fußball oder Tanzen auch einige aktuelle Trendsportarten an. Am beliebtesten sind die Kajak- und Kletterkurse, sowie Zumba und Tai Chi. „Alle Kurse waren im letzten Semester bis auf den letzten Platz ausgebucht“, bilanziert Mundigl. Die Männer sind eher beim Klettern zu finden. Warum ist die Sportart so beliebt? Angelika Mundigl findet, dass es die Vielseitigkeit ausmacht. Denn Klettern biete eine ideale Herausforderung für Körper und Geist, es trainiert die Gelenkigkeit, die Kraft und auch das Einschätzungsvermögen. Bei den Zumba-Kursen sind männliche Teilnehmer eher die Mangelware. „Im Wintersemester waren alle Teilnehmer der Zumba-Kurse weiblich“, berichtet Mundigl.

Dass Sport in ist — das stellt auch Caro Schönleber fest. Sie ist zuständig für die Abteilung Breitensport beim SWC-Regensburg. Was kommt besonders gut bei den Mitgliedern an? „Training, das den ganzen Körper fordert ist sehr beliebt“ sagt Caro Schönleber. Gerade ihre Sparte, der Breitensport, wird von immer mehr Leuten, vor allem von Senioren und Kindern besucht. Warum? „Er stellt keine so extreme Belastung für den Körper dar“, findet Schönleber. Ein weiteres Argument: Der Breitensport biete eine große Auswahl an Sportarten, von Yoga und Aerobic über Kinderturnen bis hin zu Bauch-Beine-Po-Training und Nordic Walking. „Viele halten sich aber auch gerne mit Leichtathletik fit“, weiß Caro Schönleber.

Die Schwimmer kommen abends

Wenn es um das Thema „Fitness“ geht, dann ist bei den Regensburgern auch das Schwimmen sehr gefragt. Über 700 000 Besucher zählen Westbad, Wöhrdbad und Hallenbad zusammen im Schnitt pro Jahr, sagt Martin Gottschalk, Sprecher der RBB. Wann kommen die Schwimmer ins Bad? Gottschalk: „Der Trend geht eindeutig in Richtung Abendstunden. Da kommen die meisten um Sport zu treiben aber auch zu entspannen.“ Und die Regenerationsphase hat sich jeder Sportler wohl nach einem anstrengenden Training verdient.

Lesen Sie außerdem: Sportlehrerin Anja Sternik erklärt, warum die Menschen eigentlich sportbegeistert sind.

Diesen Artikel haben im Rahmen des Projekts „Talent & Verantwortung“ des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft Regensburg die Schüler Andreas Nützel, Elisa Schmieder, Jonas Dennerlohr, Richard Steinmann und Simona Steuernagel verfasst. Dazu waren sie einen Tag lang in der MZ-Lokalredaktion zu Gast. Alle fünf besuchen die elfte Jahrgangsstufe in einem der Gymnasien im Großraum Regensburg.

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