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Fussball

Nach 2:2 - Bremen will in der Rückrunde angreifen

Ein Sieg hätte beiden Clubs sehr geholfen. Nach dem Remis zwischen Mainz und Bremen befinden sich die zwei Bundesligisten weiter in einer gefährlichen Situation. Die Trends der Teams gehen in zwei unterschiedliche Richtungen.
Von Christopher Weckwerth und Nikolai Huland, dpa

Die Bremer um Izet Hajrovic waren nach dem späten Mainzer Gegentreffer konsterniert. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen.Das Remis im Kellerduell half weder Werder Bremen noch dem FSV Mainz 05 weiter, gut gelaunte Trainer gab es nach dem 2:2 (2:0) trotzdem.

„Komm, du bleibst!“, rief der Mainzer Coach Sandro Schwarz dazwischen, als der Bremer Probe-Trainer Florian Kohfeldt über seine Zukunft bei dem norddeutschen Fußball-Bundesligisten redete. Offiziell ist die noch offen, aber sehr wahrscheinlich wird der junge Coach den Club auch nach der Winterpause trainieren. Daran änderte auch das für Bremen am Ende bittere Unentschieden gegen Mainz nichts. Eine Entscheidung soll es nach dem DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen den SC Freiburg geben.

Dank der Punkte der vergangenen Wochen sei Werder nun in einer guten Ausgangslage, um in der zweiten Saisonhälfte angreifen zu können, sagte Kohfeldt. Nach einer guten Vorbereitung auf die Rückrunde, werde sein Team in der Liga bleiben. Der Interimstrainer klang wie jemand, der sich schon sicher ist, Teil dieser anspruchsvollen Mission zu sein.

Bremen und Mainz holten zwar nur je einen Punkt, gewannen aber etwas Optimismus dazu. Dabei sind zum Ende der Hinrunde die Bilanzen der beiden Fußball-Teams mies. Dennoch freute sich Werder-Sportchef Frank Baumann darüber, durch den 15. Saisonpunkt im 17. Saisonspiel einen direkten Abstiegsplatz verlassen und den Relegationsrang 16 erreicht zu haben. „Zum einen haben wir es selbst in der Hand, zum anderen schärft es die Sinne, dass noch viel harte Arbeit vor uns liegt“, sagte er. Auf Platz 17 steht nun mindestens bis zum Rückrundenbeginn Mitte Januar Werders großer Nordrivale, der Hamburger SV.

Schwarz war hingegen stolz, dass sich sein Team nach einem frühen Zwei-Tore-Rückstand nicht aufgegeben hatte und durch einen Treffer von Fabian Frei in der Nachspielzeit zum umjubelten Ausgleich kam.

„Es ändert das Gefühl, wie wir in die Winterpause reingehen“, sagte der Trainer, der mit seinem Team am Dienstag noch im Pokal gegen Stuttgart antritt. „Aber wir werden jetzt nicht drei Wochen auf die Tabelle glotzen und uns freuen, dass wir über dem Strich stehen.“ Der eingewechselte Robin Quaison hatte zuvor nach Bremer 2:0-Führung für den Anschlusstreffer gesorgt (70. Minute).

Die spektakuläre Schlussphase änderte nichts daran, dass der FSV jetzt seit saisonübergreifend 14 Auswärtspartien sieglos ist und von den vergangenen zehn Ligaspielen nur eins gewann (gegen Köln). Die Euphorie des späten Ausgleichstors machte diesen Abwärtstrend nicht vergessen.

Sportchef Rouven Schröder sprach deshalb von einem „Warnschuss“, dass Mainz im Weserstadion schwach gestartet war. „Jeder Spieler muss sich hinterfragen“, sagte Mainz-Kapitän Daniel Brosinski mit Blick auf die verpatzte Anfangsphase. Denn bereits nach 17 Minuten stand es 2:0 für Bremen: Ishak Belfodil mit seinem ersten Bundesligator und Philipp Bargfrede (2.) sorgten für die frühe Führung der Hausherren.

„Sehr selbstkritisch“ sollte man sein, forderte Schröder. Und Verstärkungen im Winter seien denkbar, deutete der frühere Werder-Mitarbeiter an. Mainz ist in der ersten Saison unter Schwarz zur Winterpause Liga-15. und hat 17 Zähler.

Die Norddeutschen stehen zwar noch schlechter da, holten aber zehn ihrer Punkte aus den vergangenen sieben Spielen - genau so lange trainiert Kohfeldt das Team jetzt.

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