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Deutlich weniger Bundesliga-Profis bei der WM

Die Zahl der Bundesliga-Profis bei der WM sinkt im Vergleich zu 2014 deutlich. Auch deutlich weniger Deutschland-Legionäre werden in Russland auflaufen. National behält der FC Bayern seine Top-Position.
Von Florian Lütticke, Thomas Eßer und Christoph Zeiher, dpa

Die Bayern-Spieler James Rodriguez (l-r), Thiago und Robert Lewandowski stehen im Kader ihrer Länder für die WM. Foto: Soeren Stache
Die Bayern-Spieler James Rodriguez (l-r), Thiago und Robert Lewandowski stehen im Kader ihrer Länder für die WM. Foto: Soeren Stache

Moskau.Der Faktor Bundesliga bei der Fußball-WM wird immer kleiner. Die Anzahl der Profis aus den beiden deutschen Spitzenligen sinkt beim Weltturnier in Russland im Vergleich zu 2014 deutlich.

67 Spieler, die in der abgelaufenen Saison für Clubs aus den Bundesligen aufliefen, wurden von den Nationaltrainern der 32 Teilnehmer in die endgültigen Aufgebote berufen. Das geht aus den offiziellen Kaderlisten hervor, die der Weltverband FIFA am 4. Juni veröffentlichte.

Vor vier Jahren in Brasilien waren es 77 Spieler aus den Bundesligen, 2010 in Südafrika sogar noch 84. Die englischen Ligen haben in Russland mit 124 Spielern die meisten Abstellungen, dabei vertraut Englands Nationalcoach Gareth Southgate ausschließlich auf Akteure aus der Premier League. Aus spanischen Clubs (81) kommen ebenfalls noch mehr WM-Teilnehmer als aus Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgen Italien (58), obwohl die Squadra Azzurra die Qualifikation für die WM verpasst hat, Frankreich (49) und Turnier-Gastgeber Russland (36). Im Kader der Sbornaja stehen nur zwei Profis, die im Ausland spielen.

Die Zahl der Bundesliga-Legionäre ging ebenfalls zurück. 52 ausländische WM-Profis verdienen ihr Geld in Deutschland, 2010 und 2014 waren es noch jeweils 61. Die Schweiz stellt mit zehn Teilnehmern aus der Bundesliga das größte Kontingent, davon stammen alleine vier von Borussia Mönchengladbach. Auch Japan (7) und Kroatien (4) vertrauen auf reichlich Bundesliga-Power. 13 Länder verzichten in ihren 23-Mann-Kadern, die bis Montagmittag bei der FIFA gemeldet werden mussten, hingegen komplett auf Deutschland-Legionäre.

Aus den Bundesligen stellt erneut der FC Bayern (11) vor Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund (jeweils 7) sowie Eintracht Frankfurt (6) die meisten WM-Starter. Neben den sieben deutschen Nationalspielern kommen Robert Lewandowski (Polen), Thiago (Spanien), James Rodriguez (Kolumbien) und Corentin Tolisso (Frankreich) von den Münchnern. Im internationalen Vergleich verliert der deutsche Rekordmeister allerdings seine Spitzenposition, 2014 kamen noch 15 WM-Spieler von den Bayern.

HINTERGRUND

Die 52 Fußball-Legionäre der Bundesliga und 2. Bundesliga in 19 WM-Teams:

Schweiz (10) Roman Bürki (Borussia Dortmund*), Yvon Mvogo (RB Leipzig), Yann Sommer (Bor. Mönchengladbach), Manuel Akanji (Borussia Dortmund), Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach), Gelson Fernandes (Eintracht Frankfurt), Denis Zakaria (Bor. Mönchengladbach), Steven Zuber (1899 Hoffenheim), Josip Drmic (Borussia Mönchengladbach), Breel Embolo (FC Schalke 04)

Japan (7) Gotoku Sakai (Hamburger SV), Genki Haraguchi (Fortuna Düsseldorf), Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt), Shinji Kagawa (Borussia Dortmund), Yoshinori Muto (FSV Mainz 05), Takashi Usami (Fortuna Düsseldorf), Yuya Osako (1. FC Köln)

Kroatien (4) Tin Jedvaj (Bayer Leverkusen), Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim), Marko Pjaca (FC Schalke 04), Ante Rebic (Eintracht Frankfurt)

Belgien (3) Koen Casteels (VfL Wolfsburg), Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach), Michy Batshuayi (Borussia Dortmund)

Dänemark (3) Jannik Vestergaard (Borussia Mönchengladbach), Thomas Delaney (Werder Bremen), Yussuf Poulsen (RB Leipzig)

Polen (3) Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund), Jakub Blaszczykowski (VfL Wolfsburg), Robert Lewandowski (Bayern München)

Schweden (3) Ludwig Augustinsson (Werder Bremen), Albin Ekdal (Hamburger SV), Emil Forsberg (RB Leipzig)

Serbien (3) Filip Kostic (Hamburger SV), Milos Veljkovic (Werder Bremen), Luka Jovic (Eintracht Frankfurt)

Australien (2) Robbie Kruse (VfL Bochum), Mathew Leckie (Hertha BSC)

Frankreich (2) Benjamin Pavard (VfB Stuttgart), Corentin Tolisso (Bayern München)

Island (2) Alfred Finnbogason (FC Augsburg), Rúrik Gíslason (SV Sandhausen)

Marokko (2) Amine Harit (FC Schalke 04), Aziz Bouhaddouz (FC St. Pauli)

Mexiko (2) Marco Fabian (Eintracht Frankfurt), Carlos Salcedo (Eintracht Frankfurt)

Kolumbien (1) James Rodriguez (Bayern München)

Nigeria (1) Leon-Aderemi Balogun (FSV Mainz 05)

Portugal (1) Raphael Guerreiro (Borussia Dortmund)

Senegal (1) Salif Sané (Hannover 96)

Spanien (1) Thiago (Bayern München)

Südkorea (1) Koo Jacheol (FC Augsburg)

*Vereinsangaben Saison 2017/18

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