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Elber über Bolsonaro: „Was ist das für ein Präsident?“

Der ehemalige Bayern-Star Giovane Elber (48) hat den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro für dessen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert.

Geht mit Brasiliens Präsident Bolsonaro hart ins Gericht: Ex-Bayern-Stürmer Giovanne Elber. Foto: picture alliance / dpa
Geht mit Brasiliens Präsident Bolsonaro hart ins Gericht: Ex-Bayern-Stürmer Giovanne Elber. Foto: picture alliance / dpa

München.

„Er geht ohne Maske raus, umarmt Menschen und behauptet, das sei einfach eine Grippewelle. Das Schlimmste war, dass er gesagt hat: Es werden sehr viele Leute sterben, aber da müssen wir durch. Was ist das für ein Präsident? Wie kann man sowas sagen?“, sagte der frühere Spitzenstürmer des deutschen Fußball-Rekordmeisters der „Passauer Neuen Presse“ im Interview.

„Ich mache mir Sorgen um meine Familie. Aber auch um die ärmeren Menschen, die in Favelas wohnen, die leben auf engstem Raum und haben kein Geld für eine gute Versorgung. Wer nicht privatversichert ist in Brasilien, der ist geliefert. Wir können nur hoffen, dass schnell ein Impfstoff kommt“, sagte Elber.

Elber stammt aus Londrina im Bundesstaat Parana. Der ehemalige brasilianische Nationalstürmer war von 1997 bis 2003 für die Bayern aktiv und gewann mit den Münchnern 2001 die Champions League.

Sein ehemaliger Verein will nun wieder die Königsklasse holen. Nach einem 3:0 im Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Chelsea steht am 8. August in München das Rückspiel gegen die Londoner an. „Die Spieler waren im Urlaub, haben abgeschaltet und müssen jetzt wieder von Null auf Hundert hochfahren“, sagte Elber, der Marken-Botschafter seines früheren Clubs ist. „Ich glaube aber, dass Hansi Flick das gut hinbekommen wird. Das hat ja auch nach der Corona-Pause sehr gut funktioniert. Die Mannschaft war sofort da.“

© dpa-infocom, dpa:200731-99-999905/3

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