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Vier-Tore-Mann Salah begeistert Liverpool

Mit seinem Viererpack war Liverpool-Stürmer Mohamed Salah beim 5:0 gegen den FC Watford der Mann des Spiels. Medien, Fans, Mitspieler und sein Trainer Jürgen Klopp - alle schwärmen vom Ägypter. Aufkommende Vergleiche mit Messi kommen für Klopp aber zu früh.
Von Philip Dethlefs, dpa

Mohamed Salah erzielte vier Tore gegen Watford. Foto: Anthony Devlin
Mohamed Salah erzielte vier Tore gegen Watford. Foto: Anthony Devlin

Liverpool - Den Spielball nahm Mohamed Salah nach seinem ersten Viererpack natürlich mit nach Hause. Fragen nach dem Top-Torjäger fand sein Trainer Jürgen Klopp überflüssig.

„Er hat die Antwort doch schon gegeben“, sagte der Liverpool-Coach. „Er hat es mit vier Toren beantwortet und wenn sie mich fragen, wie ich das finde, ich finde es ziemlich außergewöhnlich.“ Mit seinen vier Treffern bei Liverpools 5:0-Sieg gegen den FC Watford erhöhte der Ägypter sein Tore-Konto auf 28 - aktueller Spitzenwert in der Premier League.

Britische Medien schwärmten einmal mehr von dem Stürmer, dem einst in zwei Jahren beim FC Chelsea nur zwei Tore gelangen. „Das wird langsam lächerlich“, schrieb die Zeitung „Guardian“ und nannte Salahs Auftritt „so perfekt und gnadenlos wie alles, was das berühmte Stadion (in Anfield) seit Jahrzehnten gesehen hat“. Das Lokalblatt „Liverpool Echo“ lobte sein „unerhörtes Talent“. Mit dem früheren Hoffenheimer Roberto Firmino, der bei Kälte und Schneegriesel das 3:0 erzielt hatte, bilde Salah „das inspirierteste Duo der Liga“.

Vergleiche mit Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona kommen für seinen Trainer aber zu früh. „Ich glaube nicht, dass Mo mit Lionel Messi verglichen werden möchte“, sagte Klopp. „Mo ist auf einem fantastischen Weg, das ist sicher. Aber wie das im Leben immer ist, wenn du so ein Talent hast, dann musst du das konstant und beständig zeigen.“ Was Salah bisher ganz gut gelingt. „Er ist unbeschreiblich“, schwärmte auch Liverpool-Verteidiger Joe Gomez. „Die Tore, die er macht sind unentbehrlich und es ist toll mit ihm zu spielen.“

Durch den deutlichen Sieg gegen den bisherigen Tabellenzehnten Watford verdrängte Liverpool vorübergehend Tottenham Hotspur von Platz drei und rückte an den Zweiten Manchester United heran. Die Konkurrenten haben allerdings jeweils ein Spiel weniger absolviert, weil sie am Wochenende im Viertelfinale des FA Cups aktiv waren.

Die Spurs setzten sich ohne den verletzten Harry Kane mit 3:0 (2:0) bei Swansea City durch. Der zwölfmalige Pokalsieger Man United gewann dank Romelu Lukaku (37.) und Nemanja Matic (83.) mit 2:0 (1:0) gegen Brighton & Hove Albion. Trainer José Mourinho, der am Freitag auf einer Pressekonferenz mit einem zwölfminütigen Monolog erstaunt hatte, war trotzdem unzufrieden. „Wir haben nicht so gespielt, wie ich wollte“, schimpfte er. Nach nur zwei Torschüssen seines Teams unterstellte er, die Spieler hätten „Angst gehabt zu spielen“.

Als Wiedergutmachung nach dem Aus in der Champions League war das 2:0 für Mourinho zwar zu wenig, aber mit dem Halbfinal-Einzug wahrten die Red Devils immerhin die letzte Chance auf einen Titel in dieser Spielzeit. Für den „Telegraph“ ein Hoffnungsschimmer: „Der Gewinn des FA Cups und Platz zwei in der Premier League würden ihm zumindest erlauben zu sagen, dass die Saison kein totaler Reinfall war.“

Mit Nationalspieler Antonio Rüdiger kämpfte sich der FC Chelsea ins FA-Cup-Halbfinale. Die Londoner gewannen ihr Viertelfinalduell beim FC Leicester mit 2:1 nach Verlängerung. Pedro brachte die Mannschaft von Trainer Antonio Conte mit einem Kopfball in der 105. Minute ins Halbfinale, in dem Chelsea auf den FC Southampton trifft. Im zweiten Spiel der Vorschlussrunde stehen sich Manchester United und Tottenham Hotspur gegenüber. Die Spiele finden am 21. und 22. April beide im Londoner Wembleystadion statt.

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