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Weltmeister Müller hält Ulreich für exzellente Löw-Option

Die Bayern gewinnen das Pokal-Halbfinale in Leverkusen sehr deutlich. Einer der entscheidenden Faktoren: der Münchner Torhüter Sven Ulreich.
Von Holger Schmidt und Dietmar Fuchs, dpa

Vertritt Weltmeister Manuel Neuer überaus erfolgreich im Bayern-Tor: Sven Ulreich. Foto: Andreas Gebert
Vertritt Weltmeister Manuel Neuer überaus erfolgreich im Bayern-Tor: Sven Ulreich. Foto: Andreas Gebert

Leverkusen.Für Kapitän Thomas Müller ist Sven Ulreich jetzt schon der „Mann des Jahres“. Und deshalb legte er ihn folgerichtig auch Bundestrainer Joachim Löw ans Herz.

„Ulle ist auf jeden Fall eine exzellente Option“, sagte Müller nach dem 6:2 des FC Bayern im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen auf die Frage, ob der Torhüter der Münchner mit zur WM nach Russland soll. „Es ist klar, dass das Thema nach solch einem Spiel von ihm wieder hochköchelt, und das hat er sich auch verdient. Er bringt viele Attribute mit, aber die Entscheidung trifft der Trainer“, kommentierte Müller.

Auch Trainer Jupp Heynckes war voll des Lobes für Ulreich, der beim Stand von 2:1 mit zwei Glanzparaden den Ausgleich verhinderte und somit das letztlich deutliche Ergebnis erst möglich machte. Bei seiner Ankunft im Oktober sei der hinter Manuel Neuer eigentlich perspektivlose Ulreich ein Torwart „ohne Anerkennung und Selbstvertrauen“ gewesen, bemerkte Heynckes.

Umso bemerkenswerter ist die Entwicklung des 29-jährigen Ulreich: Seit mehr als einem halben Jahr muss er den verletzten Neuer vertreten - und hat sich zum Garanten für die immer noch bestehende Triple-Chance entwickelt.

„Natürlich ist er das“, antwortete Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic auf die Frage, ob Ulreich ein Anwärter auf die Nummer drei im deutschen WM-Tor sei. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge drückte es diplomatisch aus: „Ich möchte darauf verzichten, Joachim Löw Ratschläge zu geben. Aber Sven hat überragend gehalten, und ich würde es ihm wünschen.“

Der frühere Stuttgarter Ulreich sagte: „Natürlich ist es das Ziel eines jeden Sportlers, für sein Land aufzulaufen, und die WM ist das Größte, was es gibt. Aber ich bin auch nicht unglücklich, wenn es nicht klappt.“

Vorerst stellt sich Ulreich eine andere Frage. Neuer ist bald fit, und so droht seinem Dauer-Vertreter ausgerechnet bei den Highlights des Jahres wieder die Bank. „Für solche Spiele lebt man und arbeitet man“, sagte er mit Blick auf das Pokalendspiel und das Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. „Auch für mich wäre es ein Erlebnis, auf dem Platz zu stehen. Aber ich kenne meine Rolle hier. Wenn Manu wieder spielen kann, ist es die Entscheidung des Trainers, ob er ihn schon so weit sieht.“

Wenn er für Neuer wieder Platz machen müsse, sei das „absolut okay“, versicherte Ulreich. Doch vielleicht erlebt sein persönlichens Märchen eine Fortsetzung - und er fährt im Sommer zusammen mit Neuer zur WM.

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