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Wie DFB-Elf: Gruppengegner testen möglichst schwere Teams

In den letzten Testspielen vor der Kadernominierung für die Fußball-WM setzen auch die deutschen Gruppengegner auf Partien gegen möglichst gute Nationen. Mexiko simuliert dabei sogar die Gruppenspiele in Russland, Schweden diskutiert über Ibrahimovic.
Von Maximilian Haupt, dpa

Arturo Vidal trainiert mit der chilenischen Nationalmannschaft, die im Testspiel auf Deutschlands WM-Gegner Schweden trifft. Foto: Jonas Ekstromer/TT News Agency

Solna.Schweden hat sich für Chile und Rumänien entschieden, Südkorea für Nordirland und Polen, Mexiko für Duelle mit Island und Kroatien - auch die deutschen WM-Gruppengegner setzen in den letzten Testspielen vor der Kadernominierung auf möglichst starke Gegner.

Südkorea sucht dabei in Belfast und Chorzow die beste Position für Ex-Bundesliga-Profi Heung Ming Son. Mexiko versucht mit seinen Testspielgegnern in den USA, die WM-Partien gegen Schweden und Deutschland zu simulieren. In Schweden hält die Debatte um eine Rückkehr von Superstar Zlatan Ibrahimovic an.

Dabei ist der 2016 nach der EM zurückgetretene Stürmer am Samstag wohl so weit weg vom Drei-Kronen-Team wie lange nicht. Denn nach seinem Abschied von Manchester United wird der 36-Jährige aller Voraussicht nach am gleichen Tag rund 9000 Kilometer von Solna entfernt in Kalifornien vom MLS-Club LA Galaxy als Neuzugang präsentiert.

Weil Schwedens Nationalteam ohne Ibrakadabra die Qualifikation für das Turnier in Russland geschafft hat und mit Ola Toivonen und Ex-HSV-Profi Marcus Berg dabei keinerlei Offensivschwierigkeiten offenbarte, hat Trainer Janne Andersson überhaupt keinen Druck. „Wir haben viele Tore geschossen, auf viele Arten“, sagte er vor dem Chile-Test im Nationalstadion nördlich von Stockholm. Andersson legt zudem Wert darauf, dass die Stürmer defensiv mitarbeiten - etwas, das Ibrahimovic zeit seiner Karriere eher als Option denn als Pflicht verstand.

Drängender als die Frage nach Ibrahimovic ist für Andersson deswegen die Wahl des Torhüters. Denn wie Joachim Löw auf Manuel Neuer muss auch er auf seine etatmäßige Nummer eins im Tor verzichten. Robin Olsen (FC Kopenhagen) ist wegen einer Schulter-Operation kein Thema, bis zum Turnier im Sommer soll es aber reichen. Auch Werder Bremens Ludwig Augustinsson ist nicht dabei, er musste das Training mit Problemen im Oberschenkel abbrechen. Albin Ekdal vom HSV war nur für eine Visite beim Team. Kristoffer Nordfelt von Swansea City wird im Spiel gegen Chile um Bayern-Star Arturo Vidal auflaufen.

Dass Ex-Leverkusen und Ex-HSV-Profi Son gegen Nordirland spielen wird, steht für Südkoreas Coach Tae Yong Shin außer Frage. Er müsse allerdings noch entscheiden, ob er Son als Stürmer oder auf dem linken Flügel spielen lasse, sagte Shin laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. „Ich werde die Spieler auf der Grundlage ihrer Fitness und ihrer Leistung aufstellen, es geht nicht nur um den Test“, sagte er. Mit dabei ist auch Ja-Cheol Koo vom FC Augsburg.

Deutschlands WM-Auftaktgegner Mexiko absolviert einen Teil der Vorbereitung in den USA und trifft dort in Santa Clara am frühen Samstagmorgen deutscher Zeit auf den EM-Viertelfinalisten Island und am nächsten Mittwoch in Arlington auf Kroatien. Den ersten Test hatten die Mexikaner im vergangenen Monat mit 1:0 gegen Bosnien-Herzegowina gewonnen.

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