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SSV Jahn dreht Testspiel gegen Jena

Die Regensburger siegen nach einem 1:3-Rückstand noch mit 4:3. Albers, Schneider, Stolze und Grüttner erzielen die Jahn-Tore.
Von Heinz Gläser

Jahn-Coach Mersad Selimbegovic (rechts) hält sich personell alle Optionen offen. Foto: Andreas Nickl
Jahn-Coach Mersad Selimbegovic (rechts) hält sich personell alle Optionen offen. Foto: Andreas Nickl

Pleystein.Dem SSV Jahn steht in der Vorbereitung auf die in zwei Wochen beginnende Saison der 2. Fußball-Bundesliga noch ein Stück Arbeit bevor. In einem Testspiel auf dem Gelände des TSV Pleystein (Landkreis Neustadt/Waldnaab) besiegten die Regensburger am Freitagabend den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena mit 4:3 (1:3). Für das Team von Trainer Mersad Selimbegovic trafen die Neuzugänge Andreas Albers (25. Minute) und Jan-Marc Schneider (62.) sowie Sebastian Stolze (66.) und Marco Grüttner (68.), für die Thüringer waren vor dem Halbzeitpfiff René Eckardt (15.) und Meris Skenderovic (23., 44.) die Torschützen.

„Dass bei uns die Automatismen und Abläufe noch nicht perfekt stimmen, war klar.“

Mersad Selimbegovic

Sehr positiv stimmte die Jahn-Fans unter den rund 550 Zuschauern die Art und Weise, wie sich das Team von Selimbegovic nach dem Wechsel gegen die drohende Niederlage stemmte. Jena, das am Sonntag in einer Woche mit einem Heimspiel gegen den Absteiger Ingolstadt in die Drittliga-Saison startet, kam im Verlauf des zweiten Abschnitts immer weniger zur Entfaltung. Unübersehbar waren indes zuvor einige Lücken im Regensburger Defensivverbund. Selimbegovic wechselte wie bei den Siegen in den drei vorangegangenen Testspielen munter durch.

Jahn-Kapitän Marco Grüttner schreibt nach dem Abpfiff fleißig Autogramme. Foto: Gläser
Jahn-Kapitän Marco Grüttner schreibt nach dem Abpfiff fleißig Autogramme. Foto: Gläser

„Der Gegner hat es richtig gut gemacht. Jena steht eine Woche vor dem Start. Man merkt, dass bei der Mannschaft die Abläufe schon richtig stimmen, dass jeder weiß, was zu tun ist, dass die Spieler aktuell auch spritziger sind als wir“, zollte Selimbegovic dem Gegner ein Lob. „Nichtsdestotrotz haben wir uns gewehrt und das Spiel am Ende mehr als verdient gedreht“, bilanzierte der 37-Jährige und verwies auf den Stand der Vorbereitung: „Dass bei uns die Automatismen und Abläufe noch nicht perfekt stimmen, war klar.“

Keine personelle Festlegung

Ab der 60. Minute stand eine Jahn-Elf auf dem Platz, die in etwa der Startformation in zwei Wochen entsprechen könnte. Selimbegovic will jedoch von frühen personellen Festlegungen nichts wissen: „Das heißt noch nichts. Wir haben noch drei Testspiele. In diesen Testspielen bekommt jeder wieder Spielzeit, damit er sich präsentieren kann. Wir entscheiden höchstwahrscheinlich erst am 26. Juli, wer am 28. gegen den VfL Bochum aufläuft.“

Das Feilen an Automatismen war der zentrale Punkt auf dem Jahn-Trainingsplan dieser Woche. Exakt an diesen eingespielten Abläufen fehlte es jedoch zu Spielbeginn. Skenderovic verfehlte in der 4. Minute noch knapp das von André Weis gehütete Tor, als er Dominic Volkmer entwischt war. Der in der vergangenen Rückserie an Jena ausgeliehene Innenverteidiger ließ sich dann wie seine Teamkollegen in der Abwehr durch einen Pass in die Schnittstelle düpieren. Eckardt brachte per Abstauber den Ball zur Führung im Jahn-Tor unter. Der agile Skenderovic sattelte den zweiten Treffer der Thüringer drauf, ehe dem Dänen Albers das Anschlusstor gelang.

In der zweiten Hälfte ließ der Jahn die Jenaer kaum mehr zur Entfaltung kommen. Foto: Gläser
In der zweiten Hälfte ließ der Jahn die Jenaer kaum mehr zur Entfaltung kommen. Foto: Gläser

Vor André Weis agierte in der Startformation die Vierer-Abwehrkette mit Oliver Hein, Markus Palionis, Volkmer und Alexander Nandzik. Im defensiven Mittelfeld bot Selimbegovic zu Beginn Tom Baack und Marc Lais auf, hinter den Spitzen Albers und Jan-Marc Schneider spielten Julian Derstroff und Ediz Medinelli. Skenderovic zweiter Streich kurz vor dem Pausenpiff sorgte aus Jahn-Sicht für einen ernüchternden Zwischenstand.

Weitere Großchancen

Alexander Weidinger kam für Weis, und nach gut einer Stunde wechselte der Jahn-Coach alle Feldspieler durch. Die Abwehr mit Benedikt Saller, Sebastian Nachreiner, Marcel Correia und Chima Okoroji sah sich nun kaum mehr Jenaer Attacken ausgesetzt. Andreas Geipl und Max Besuschkow spielten im defensiven Mittelfeld, offensiv gingen Jann George und Florian Heister auf den Außenbahnen sowie Kapitän Grüttner und Stolze in der Spitze ans Werk. Vor allem Letzterer setzte einige Akzente.

Binnen sechs Minuten drehte der SSV Jahn durch die Tore von Schneider, Stolze und Grüttner eine Partie, die nun zusehends einseitiger verlief. Grüttner, Besuschkow und Stolze hätten in der Endphase bei Großchancen das Ergebnis durchaus noch deutlicher gestalten können.

Weiterer Test gegen Haching

Bereits an diesem Samstag (15 Uhr) trägt der Jahn ein weiteres Testspiel gegen einen Drittligisten aus. Gegner auf dem Platz des FC Ergolding (Lkr. Landshut) ist die SpVgg Unterhaching, Die Oberbayern hatten die vergangene Drittliga-Spielzeit auf Rang zehn abgeschlossen. Ein Testspiel in der vergangenen Saison gegen die SpVgg hatte der SSV Jahn mit 1:0 für sich entschieden.

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