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Rolfes: Spieler müssen Leben selbst in die Hand nehmen

Der ehemalige Nationalspieler Simon Rolfes ruft Fußballprofis zu Eigeninitiative bei der Karriereplanung auf. „Zuallererst muss der Spieler sein Leben selbst in die Hand nehmen“, sagte der 36-Jährige dem Fachmagazin „Kicker“.

Früher Fußballprofi, heute Geschäftsmann: Ex-Nationalspieler Simon Rolfes. Foto: Maja Hitij

Düsseldorf.Diese Aussage bezog Rolfes sowohl auf das Training als auch auf die Zeit nach der aktiven Laufbahn. Berater sollten den Spielern zudem Hilfestellungen geben, die Clubs sollten für die Profis Kontakte zu Bildungspartnern herstellen oder Schulungen anbieten.

Die Fußballwelt ist nach Rolfes' Ansicht mit keiner anderen vergleichbar: „Man tritt früh ein, hat mit 17 oder 18 schon unglaubliche Verträge, verdient viel Geld. Man muss nur seine Leistung bringen, ansonsten wird alles für einen erledigt.“

Der langjährige Leverkusen-Profi nannte ein Beispiel aus seiner Zeit beim damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen. Dort sei der Fuhrpark genauso teuer gewesen wie etwa der bei Leverkusen. „Auch die Wohnungen waren nicht kleiner, aber die Gehälter um ein Vielfaches niedriger. Das kann natürlich nicht funktionieren“, sagte Rolfes, der heute eine Agentur betreibt, die Fußballer in Karriere- und Geldfragen berät.

Einen Karrierefonds wie zum Beispiel in den Niederlanden hält Rolfes für eine gute Variante. Dadurch hätten Spieler eine gewisse Rückfallebene und würden am Karriereende nicht sofort ins Bodenlose rutschen.

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