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Alle wollen Deutschland sehen, aber wie?

Keiner will das letzte Gruppenspiel der Deutschen verpassen. Aber wie kommt man rechtzeitig aus der Arbeit?
Von Michael Sperger

Entspannt vor dem heimischen Fernseher werden die wenigsten das letzte Gruppenspiel der Deutschen sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Entspannt vor dem heimischen Fernseher werden die wenigsten das letzte Gruppenspiel der Deutschen sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Viele Fußballbegeisterte in Deutschland stehen vor demselben Problem: Die verflixte Anstoßzeit des letzten Gruppenspiels der deutschen Nationalmannschaft– 16 Uhr – birgt für Arbeitnehmer Konfliktpotenzial.

Bisher war es kein großes Drama. Spiele wie Costa Rica gegen Serbien oder Kolumbien gegen Japan wegen des Beginns um 14 Uhr zu verpassen, war zu verschmerzen – aber unsere Nationalelf, im alles entscheidenden Spiel?!

Das Privileg des Sportreporters

Da ist bei den Arbeitnehmern guter Rat teuer. Nicht jeder besitzt das Privileg eines Sportreporters, das Spiel – ohne Ausreden und ohne versteckten Handy-Livestream – am Arbeitsplatz gucken zu können. Aber vielleicht funktioniert es ja mit Überstunden? Oder man beginnt früher mit der Arbeit. Rechnen wir mit einem Acht-Stunden-Tag plus Pause müssten die Fußballfans um 7.30 Uhr antanzen, um pünktlich zum Anpfiff in den Feierabend zu starten – eine Überlegung wert.

„Bei einem Sieg kommen einem auf dem Heimweg schon Autokorsos mit Deutschlandfahnen entgegen.“

Bei Infineon in Regensburg kann man das Spiel dann sogar direkt mit den Kollegen in der Cafeteria schauen.

Eine andere Möglichkeit wäre, das Spiel aufzunehmen und nach der Arbeit in Ruhe zu Hause zu schauen. Aber ist es überhaupt möglich, bis dahin nichts vom Ergebnis mitzubekommen? Wohl kaum. Bei einem Sieg kommen einem auf dem Heimweg schon Autokorsos mit Deutschlandfahnen entgegen, bei einer Niederlage Menschen mit von Tränen verschmierten Deutschlandflaggen im Gesicht.

Falls Sie doch frei haben: Hier können Sie das WM-Spiel beim Public-Viewing sehen:

Gute Nacht, Südkorea

Solche Probleme haben unsere Gegner in Südkorea ganz sicher nicht. Wenn dort heute der erste Pfiff des Schiedsrichters auf den TV-Geräten ertönt, ist es schon 23 Uhr. Da könnte es eher sein, dass der eine oder andere zu solch später Stunde mit Müdigkeit zu kämpfen hat. Aber keine Sorge liebe Südkoreaner: Im besten Fall (für uns Deutsche zumindest) ist das Spiel zur Halbzeit entschieden. Dann könnt ihr euch auch wieder ins Bett legen und in Ruhe ausschlafen.

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