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Fans sollen homophobe Rufe lassen

Mexikos Nationalspieler Marco Fabián ruft die Zuschauer von El Tri auf, nicht länger „Puto“ zu rufen. Auch der Verband warnt.

Die Mexikaner Carlos Salcedo (r) und Marco Fabian feiern den Sieg gegen das DFB-Team. Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press
Die Mexikaner Carlos Salcedo (r) und Marco Fabian feiern den Sieg gegen das DFB-Team. Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press

Moskau.„Es ist ein guter Moment, um die Leute aufzufordern, es nicht zu rufen“, sagte der Mittelfeldspieler bei einer Pressekonferenz des Deutschland-Bezwingers in Moskau. Mexikos Fußball-Verband Femexfut droht bei der WM in Russland eine Strafe wegen der Rufe seiner Anhänger im Vorrundenspiel gegen den Weltmeister. Der Weltverband FIFA eröffnete ein Disziplinarverfahren gegen Femexfut.

Die Fans rufen „Puto“ bei Abschlägen oder Freistößen des Gegners – so auch mehrfach beim 1:0-Sieg gegen das Team von Bundestrainer Joachim Löw im Moskauer Luschniki-Stadion. Schon beim Confederations Cup im Vorjahr hatte der Weltverband wegen derartiger Vorfälle eine Warnung an den mexikanischen Verband ausgesprochen. Da sich die Vorfälle nun wiederholten, könnte im weiteren Verlauf der WM beispielsweise eine Geldstrafe drohen.

Der mexikanische Verband hatte seine Fans bereits mehrfach aufgefordert, die homophoben Rufe zu unterlassen.

Mexikos Marco Fabian (links) richtet seinen Blick bereits auf das kommende Gruppenspiel. Foto: Chris Carlson/AP
Mexikos Marco Fabian (links) richtet seinen Blick bereits auf das kommende Gruppenspiel. Foto: Chris Carlson/AP

Nach dem 1:0-Sieg gegen Deutschland richtet Mexiko den Fokus auf das nächste Gruppenspiel. „Wir müssen ein neues Kapitel aufschlagen“, sagte Eintracht Frankfurts mexikanischer Nationalspieler Fabián. „Wir denken schon an Korea, es ist ein wichtiges Spiel. Korea wird ein schwieriger Gegner sein, sie haben schnelle Spieler.“

„Die erste Aufgabe haben wir gelöst. Wir dürfen nicht nachlassen.“

Marco Fabián

Fabián, der gegen die DFB-Elf nicht zum Einsatz kam, betonte: „Wir denken daran, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Die erste Aufgabe haben wir gelöst. Wir dürfen nicht nachlassen.“

Das Duell zwischen den Lateinamerikanern und den Asiaten findet am Samstag in Rostow am Don statt. Mit einem Sieg kann Mexiko je nach Ausgang der Partie Deutschland - Schweden möglicherweise bereits den Achtelfinaleizug perfekt machen.

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