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Fußball-WM: Die Spannung steigt

Die FIFA wertet Pogba-Treffer als Eigentor – und einige Spieler fallen in Moskau aus: Hier die jüngsten News.

Der Treffer zum 2:1 für Frankreich gegen Australien wurde nachträglich als Eigentor gewertet. Foto: Hassan Ammar/AP
Der Treffer zum 2:1 für Frankreich gegen Australien wurde nachträglich als Eigentor gewertet. Foto: Hassan Ammar/AP

Moskau.Die Freude von Paul Pogba über seinen ersten Treffer für Frankreich bei der Fußball-WM in Russland währte nicht lange. Der Fußball-Weltverband wertete das 2:1 nachträglich als Eigentor von Australiens Aziz Behich, wie die FIFA auf Anfrage bestätigte. Auch im offiziellen Spielbericht war zunächst Pogba als Schütze genannt worden. Der Schuss des Offensivstars von Manchester United in der 81. Minute zum 2:1-Siegtreffer war durch den Verteidiger der Socceroos abgefälscht worden und tropfte von der Latte knapp hinter die Torlinie.

Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric jubelt. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric jubelt. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Am Rand der WM in Moskau melden kroatische Medien, der FC Bayern sei an Andrej Kramaric interessiert. Davor Suker wich der Frage charmant aus. „Ich nix verstehen“, antwortete der Präsident des kroatischen Fußball-Verbandes auf die Frage, ob er vom angeblichen Interesse des FC Bayern München an Andrej Kramaric gehört habe. Bewusst und augenzwinkernd in gebrochenem Deutsch, obwohl die Frage auf Englisch gestellt worden war.

Vertragsdiskussionen um ihre Spieler können auch die Kroaten während einer WM eigentlich nicht gebrauchen. Doch diese Gerüchte ehren den Stürmer des Bundesligisten 1899 Hoffenheim und die Kroaten zu sehr, als dass sie sie komplett abblocken möchten. Auch Kramaric selbst antwortete ausweichend und befeuerte die Diskussionen damit eher als dass er sie aus der Welt geschafft hätte.

„Bayern? Ja, ich habe gesehen, was die Medien schreiben“, sagte er zu goal.com: „Aber es gibt keinen Grund zur Hektik. Meine Priorität liegt auf der Weltmeisterschaft, danach bleibt immer noch genügend Zeit, um über einen möglichen Wechsel zu sprechen.“

Polens angeschlagener Verteidiger Kamil Glik: Hier trainiert für seinen Einsatz bei der WM. Foto: Bartlomiej Zborowski/PAP
Polens angeschlagener Verteidiger Kamil Glik: Hier trainiert für seinen Einsatz bei der WM. Foto: Bartlomiej Zborowski/PAP

Für Polens Abwehrchef Kamil Glik ist der Zeitpunkt einer Rückkehr bei der Fußball-WM weiter unklar. „Kamil arbeitet jeden Tag mehrere Stunden lang. Er trainiert sogar, wenn das Team sich nach dem Training erholt. Sein Einsatz im Spiel gegen Senegal ist weiter offen“, sagte Co-Trainer Bogdan Zajac im polnischen WM-Quartier in Sotschi. Der 30 Jahre alte Verteidiger der AS Monaco war überraschend mit zum Turnier nach Russland gefahren, obwohl er an der Schulter verletzt ist. Für ihn hatte Bundesliga-Profi Marcin Kaminski vom VfB Stuttgart aus dem Kader weichen müssen. Die Polen bestreiten ihr erstes WM-Spiel am 19. Juni in Moskau gegen Senegal.

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Alan Dsagojew fällt für Russlands Spiel gegen Ägypten aus. Aufgrund einer Oberschenkelverletzung wird Russlands Mittelfeldspieler beim WM-Spiel am 19. Juni gegen Ägypten fehlen. „Er fliegt nicht mit der Mannschaft nach St. Petersburg, sondern setzt in Moskau die ärztliche Behandlung fort“, teilte der Fußballverband des WM-Gastgeberlands am 28. Geburtstag von Dsagojew, dem 17. Juni, mit. Der Offensivspieler von ZSKA Moskau sprach von einem „schweren Schlag“. „Es gibt nichts Gutes daran, das wichtigste Turnier meines Lebens zu verpassen“, sagte Dsagojew. Wie lange Dsagojew pausieren werde, sei unklar.Wegen der Muskelverletzung musste Dsagojew im WM-Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien (5:0) in der 23. Minute ausgewechselt werden. Der erfahrene Akteur gilt als wi chtige internationale Stütze im Team von Trainer Stanislaw Tschertschessow.

Marco Fabián will mit Mexiko bei der WM „etwas Historisches leisten“. Foto: Pavel Golovkin/AP
Marco Fabián will mit Mexiko bei der WM „etwas Historisches leisten“. Foto: Pavel Golovkin/AP

Eintracht Frankfurts mexikanischer Nationalspieler Marco Fabián hat mit seinem Heimatland bei der WM große Ziele. „Wir wollen mit Mexiko etwas Historisches leisten“, sagte der 28-Jährige der „Welt am Sonntag“. „Das würde also bedeuten, dass wir das toppen, was bislang bei einer WM von Mexiko erreicht worden ist.“ Die größten Erfolge von Deutschlands erstem Gruppengegner bei Weltmeisterschaften waren bisher zwei Viertelfinal-Teilnahmen bei den Heimturnieren 1970 und 1986. Zuletzt waren die Lateinamerikaner sechsmal hintereinander im Achtelfinale ausgeschieden.

Mexiko könne seine Ziele jedoch nur erreichen, „wenn wir von Spiel zu Spiel denken und mit Demut an die Aufgaben herangehen“. Weltmeister Deutschland sei der klare Favorit in Gruppe F, „aber wir dürfen Schweden und Südkorea nicht unterschätzen. Mit diesen Mannschaften müssen wir auch erst einmal fertig werden.“ Auf die Partie gegen die Deutschen sieht sich der offensive Mittelfeldspieler gut vorbereitet. „Wir haben sie in den vergangenen Wochen ganz genau beobachtet und sind gut informiert. Wir wissen, was sie können.“

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Infos zur Fußball-WM in Russland:

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