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Löw versichert: „Gibt eine Reaktion“

Der Bundestrainer weiß um die prekäre Lage seines Teams bei der WM. Wenn die Elf nicht siegt, ist nach der Vorrunde Schluss.
Von Jens Mende, Klaus Bergmann und Christian Kunz

Die deutsche Nationalmannschaft will sich mit einem Sieg im Spiel gegen Schweden wieder ins WM-Rennen bringen. Foto: Li Ming/xinhua
Die deutsche Nationalmannschaft will sich mit einem Sieg im Spiel gegen Schweden wieder ins WM-Rennen bringen. Foto: Li Ming/xinhua

Sotschi.Das drohende Ausscheiden schon in der Vorrunde haben Joachim Löw und seine Spieler aus ihren Köpfen verbannt. Prinzipiell denke er nicht daran, „was ist, wenn es nicht so läuft“, sagte Routinier Mario Gomez vor dem zweiten WM-Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Schweden. „Wir besinnen uns auf unsere Stärke“, versprach der 32 Jahre alte Angreifer. Der Weltmeister steht nach dem 0:1 zum Turnierstart gegen Mexiko unter großem Druck.

„Ich bin mir sicher, dass es eine Reaktion geben wird.“

Joachim Löw, Bundestrainer

„Diese Woche war es für uns am Anfang nicht so einfach, alles mental zu verarbeiten. Die Niederlage war schmerzlich. Wir haben die Fehler – es waren sehr, sehr viele – absolut aufgearbeitet und im Training die richtigen Maßnahmen ergriffen“, berichtete der Chefcoach: „Wir müssen liefern. Wenn wir gewinnen, sind wir wieder im Rennen.“

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Die Ausgangslage

Bei einer Niederlage wäre das Achtelfinale für Deutschland außer Reichweite, wenn zuvor Mexiko gegen Südkorea nicht verliert. Es wäre der erste Vorrunden-K.o. für ein DFB-Team. „Diese Woche im Training war es sicher so, das die Spieler eine Reaktion gezeigt haben. Im Training ist das eine Selbstverständlichkeit. Aber jetzt zählt es, jetzt muss eine Reaktion zu sehen und zu spüren sein“, sagte Löw. Bei einem Unentschieden könnte die deutsche Elf das Weiterkommen gegen Südkorea nicht mehr in der eigenen Hand haben.

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Das Personal

Auf jeden Fall wird Löw seine Startelf umstellen. Mats Hummels hat sich im Training einen Halswirbel verrenkt und wird höchstwahrscheinlich nicht mitwirken können. Als Ersatz könnten Niklas Süle oder Antonio Rüdiger in die Startelf rücken. Links in der Abwehrkette wird nach überstandenem Infekt Jonas Hector erwartet. Weitere Umstellungen ließ Löw offen. Marco Reus oder Julian Brandt könnten links angreifen. Gomez ist eine Alternative für den jungen Timo Werner als Angriffsspitze. „Was wir vorn brauchen, sind Leute, die in die Tiefe gehen. Es geht vor allem um Laufwege“, sagte Löw.

Der Weltmeister

Der Bundestrainer wird weiter auf seine Leistungsträger setzen, auch wenn die gegen Mexiko eine weltmeisterliche Leistung vermissen ließen. „Das grundsätzliche Vertrauen in die Spieler, die schon länger bei uns sind, wird nicht durch ein Spiel in die Brüche gehen“, sagte der Bundestrainer. Dass die Personalie Mesut Özil in der Heimat weiter heftig diskutiert wird, ist für Löw nebensächlich. „Eines weiß man, was ich von Mesut Özil halte“, unterstrich der Bundestrainer. Für ihn ist der Arsenal-Spielmacher eine fixe Größe.

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Die Taktik

Löw erwartet die Skandinavier als kompakte Einheit, die vor allem defensiv viele Stärken hat. Sein Team sieht er darauf gut vorbereitet. „Wir sind es gewohnt, gegen defensiv agierende Mannschaften zu spielen. Wir haben die Mittel, diese Mannschaften auszuspielen.“ Besser werden muss die Balance zwischen Offensive und Defensive. „Wir müssen schauen, dass wir nicht ins offene Messer laufen“, sagte Stürmer Gomez. Löw sieht einen weiteren positiven Aspekt: „Die Mannschaft ist körperlich in einem guten Zustand.“

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Der Gegner

Schweden musste beim Abschlusstraining auf vier Spieler verzichten. Stürmer Isaac Kiese Thelin plagen Schmerzen am Knöchel. Filip Helander, Pontus Jansson und Marcus Rohdén fehlten wegen Magenschmerzen. Die Skandinavier brennen auf eine große Chance. „Deutschland war der große Favorit vor dem Turnier. Und wenn wir sie schlagen, können sie es gar nicht mehr in die K.o.-Runde schaffen. Das war vorher unvorstellbar“, sagte Kapitän Andreas Granqvist.

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