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Dienstag, 18. September 2018 28° 1

Fussball

Neuer nimmt Mitspieler in die Pflicht

Nach dem WM-Fehlstart der deutschen Nationalmannschaft hat sich Neuer als erster DFB-Vertreter öffentlich geäußert.

Torwart Manuel Neuer legt die Handschuhe ab - der Kapitän wird bei einer Pressekonferenz Auskunft geben. Foto: Federico Gambarini
Torwart Manuel Neuer legt die Handschuhe ab - der Kapitän wird bei einer Pressekonferenz Auskunft geben. Foto: Federico Gambarini

Watutinki.Kapitän Manuel Neuer geht voran. Der 32-Jährige hat sich zwei Tage nach dem WM-Fehlstart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als erster DFB-Vertreter öffentlich in einer Pressekonferenz geäußert und seine Mitspieler in die Pflicht genommen.

„Wir sind überzeugt, dass wir das können. Das werden wir beim nächsten Spiel gegen Schweden schon zeigen.“

Manuel Neuer

„Wir haben ab jetzt nur noch Finals. Jetzt muss von uns Spielern was kommen. Wir müssen das zeigen, was uns in der Vergangenheit so stark gemacht hat“, sagte Neuer vor dem Duell am Samstag (20.00 Uhr) in Sotschi: „Wir sind überzeugt, dass wir das können. Das werden wir beim nächsten Spiel gegen Schweden schon zeigen.“

Krisengespräche nach der Niederlage

Nach dem enttäuschenden 0:1 zum Auftakt in Moskau gegen Mexiko habe es beim Weltmeister viele intensive Gespräche gegeben. Aufgrund einer Teamsitzung begann die geplante Pressekonferenz am Dienstag auch mit knapp einer Stunde Verspätung.

„Wir sind unsere schärfsten Kritiker und wir sind sauer auf uns selbst und auch enttäuscht, was wir auf dem Platz gegen Mexiko gezeigt haben.“

Manuel Neuer

„Wir sind unsere schärfsten Kritiker und wir sind sauer auf uns selbst und auch enttäuscht, was wir auf dem Platz gegen Mexiko gezeigt haben“, sagte Torhüter Neuer vom FC Bayern im Mannschaftsquartier in Watutinki: „Wir setzen uns intensiv damit auseinander, was wir besser machen können.“

Der 32-jährige Neuer ist davon überzeugt, dass sich der Titelverteidiger deutlich steigern kann. „Wichtig ist, dass wir an einem Strang ziehen. Es soll keine zwei Meinungen geben“, sagte Neuer unmmittelbar vor dem Abflug des Teams in den Spielort am Schwarzen Meer. „Es zieht sich keiner aus der Verantwortung, wir haben viel miteinander gesprochen. Dabei nimmt keiner ein Blatt vor dem Mund und wir sagen uns ehrlich die Meinung.“

Der Torhüter kann am Dienstag bei der Pressekonferenz in Watutinki einen Einblick geben, wie die DFB-Auswahl nach dem 0:1 gegen Mexiko wieder in die Erfolgsspur kommen will. Nach dem 1:0-Erfolg von Schweden gegen Südkorea droht dem Weltmeister bei einer Niederlage am Samstag gegen die Skandinavier der erste Vorrunden-K.o. der Weltmeisterschaftsgeschichte.

Umzug nach Sotschi

Eine Trainingseinheit auf dem Übungsplatz von ZSKA Moskau in Watutinki hat Bundestrainer Joachim Löw nach DFB-Angaben für den Dienstag nicht angesetzt. Die Mannschaft absolviert eine Regenerationseinheit im Teamquartier. Bereits am Montag hatte Löw nur eine nicht-öffentliche Trainingssession abgehalten.

Nach einer Woche Moskau müssen die deutschen Stars danach die Tasche packen. Das Team verlässt am Nachmittag das Stammquartier in Watutinki und zieht nach Sotschi um. Am Schwarzen Meer stimmt sich der Weltmeister von Mittwoch an auf das zweite Gruppenspiel gegen Schweden ein. Gleich nach dem Spiel im Olympia-Ort von 2014 geht es in der Nacht zum Sonntag nach Watutinki zurück.

Infos zur Fußball-WM in Russland:

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