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Adela, Loddar beim Club!

Eine Nachricht wirkt nach und wir sind bedröbbelt, weil wir den Rekordnationalspieler so gerne in Nürnberg gesehen hätten.
Von Claus-Dieter Wotruba

Regensburg.Ganz ehrlich, wir haben schon am Sonntag gegrübelt, ob diese Rubrik nicht unbedingt dieser Nachricht gehören muss. Aber die Tragweite musste sich ja erst setzen. Inzwischen ist es realisiert und ein Stück weit verdaut, aber selbstredend immer noch brandheiß: Lothar Matthäus hat seine Trainer-Karriere beendet. Selbstverständlich sind es nur die bösesten aller Zungen, die behaupten, eine solche hätte ja auch nie begonnen.

Ein bisserl bedröbbelt – sorry, dass Doppel-b muss hier aus mundartlichen Gründen sein, die die Rechtschreibung außer Kraft setzen – schauen wir aber schon drein. Loddar war schon Weltfußballer, bevor es einen Messi gab. Trotzdem nennen wir ihn einfach mal Franken-Messi, weil das heute bei jedem außergewöhnlichen Kicker jedweder Herkunft Usus geworden ist.

Und trotzdem werden wir es definitiv nicht mehr erleben, dass Loddar für die Clubberer als Coach tätig wird – obwohl dort schon so viele, ja fast jeder mal hat ran dürfen. Aber es hatte ja überhaupt kein deutscher Verein jemals die Traute, den Rekordnationalspieler ran ans Werk zu lassen. Österreich, Serbien, Ungarn, ein Kurztrip nach Brasilien, Israel und Bulgarien – das war der Weg. „Ich hatte als Trainer eine schöne Reise, vielleicht nicht eine so erfolgreiche wie als Spieler“, sagte Matthäus, der Weltmeister auf dem Platz. Kann ja auch nicht jeder ein Zidane auf beiden Gebieten sein.

Sicher hat sich der Guteste das mit seinem Mundwerk irgendwo selbst verbaut. Jetzt plabbert (sorry, diesmal ist jedes Doppel-p ein Doppel-b) er eben das Mikrofon von Bezahlsendern solange voll, bis die Badderie (Doppel-t gibt’s auch nicht) leer ist. Ist vielleicht aus Matthäus-Sicht sogar klüger: Auf diesem Weg kommt er deutlich länger zu Wort als in Pressekonferenzen. Die Reporter, Entschuldigung Rebborter, sollen ja ziemlich gehetzt sein heutzutage.

Aber verabschieden wollen wir Lothar Matthäus als Trainer schon. In diesem Sinne: Adela!

Weitere pfiffige Einwürfe aus der mittelbayerischen Sportredaktion finden Sie hier.

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