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Da hat sich einer verzockt

Zumindest gefühlt gibt es bei diversen Wettanbietern bisher nichts mehr, auf das man nicht wetten kann.
von Felix Kronawitter

Wer meckert als Erster beim Schiri? Wer hat sich die Stutzen am weitesten über den Oberschenkel gezogen? Welcher gefoulte Spieler macht die meisten Neymar-Rollen? Gefühlt gibt es bei diversen Wettanbietern bisher nichts mehr, auf das man nicht wetten kann.

Daniel Sturridge wird sich in dieser Hinsicht künftig wohl vornehm zurückhalten. Wegen Verstößen gegen die Wettregeln ist der frühere Liverpool-Star für mehrere Monate gesperrt worden. Der 26-malige englische Nationalspieler soll seinem Bruder im Jahr 2018 Insiderinformationen über einen möglichen Wechsel zum FC Sevilla gegeben und ihn angewiesen haben, auf den Transfer zu wetten. Dumm nur, dass es letztlich gar nicht dazu kam. Am Ende landete Sturridge allerdings per Leihe bei West Bromwich Albion.

Familie Sturridge sollte sich aber nicht grämen. Beim Wetten zahlen unterm Strich die meisten letztlich wohl eher drauf. Bei manchen Wetten, die Anbieter platzieren, liegt es ohnehin auf der Hand, dass der Wetteinsatz sinnvoller anderweitig eingesetzt werden könnte. 2010 wären aus einem Euro 10 000 Euro geworden, wenn Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika den Titel gewonnen und daraufhin der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sämtliche Steuern für einen Tag ausgesetzt hätte.

Vor zehn Jahren wurde ebenfalls eine Wette angeboten, die mit einer Quote von 1:2000 versehen war. Damit die Kasse klingelte, hätte Deutschland bei der WM im Finale auf Italien treffen müssen, die Italiener besiegen und Papst Benedikt XVI. daraufhin „We are the Champions“ anstimmen sollen.

Bei einem österreichischen Wettanbieter, der auf dem Gebiet der „Crazy Bets“ immer wieder für Schmunzeln und Überraschungen sorgt, steht vor allem Cristiano Ronaldo im Fokus. Lässt er sich in seiner Zeit bei Juventus Turin das Fiat-Logo tätowieren? Für den Fall, dass seine Liebe zu Juve beziehungsweise zum Auto-Konzern wirklich unter die Haut geht, lässt der Anbieter sogar eine eine Sensations-Quote von 777 springen!

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