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Das hat Donaustauf, was dem DFB fehlt

Der SV Donaustauf überzeugt aktuell nicht nur sportlich mehr als die Nationalelf. Auch modisch laufen sie bewusster auf.
Von Michael Sperger

Was hat der Fußball-Landesligist SV Donaustauf, was die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht hat? Gemeint ist nicht etwa der sportliche Erfolg in den Kalenderjahren 2018 und 2019, sondern ein eigener Anzugsponsor. Denn während sich der SV Donaustauf seit Anfang des Jahres mit „maßgeschneiderten Sakkos eines renommierten Designer-Paars“ ausstatten lässt, wie es damals in der Pressemitteilung hieß, ist Bundestrainer Jogi Löw sein dunkelblaues Sakko jetzt los.

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SV Donaustauf: Hohn und Spott im Gepäck

Der sechstklassige Landesligist bezieht ein Trainingslager in Dubai. Mancher wittert „Größenwahn“. Der Klub wiegelt ab.

Konzentration auf Spitzenklubs

Der Modekonzern Hugo Boss beendete nach mehreren Jahren die Zusammenarbeit mit der Nationalmannschaft, der U 21 und den DFB-Frauen. Hintergrund sollen aber nicht sportliche Gründe sein. „Wir konzentrieren uns jetzt auf internationale Klubmannschaften“, zitiert die Süddeutsche Zeitung eine Boss-Sprecherin. Unter Vertrag sind aktuell zum Beispiel Real Madrid, Bayern München, Paris-Saint-Germain, Tottenham Hotspur und AS Rom – der SV Donaustauf bis jetzt noch nicht. Ob sich das bei einem möglichen Aufstieg in die Bayernliga ändern könnte, ist unklar. Zu Jogis DFB-Sakko würde Donaustaufs Trainer Sepp Schuderer an der Seitenlinie aber bestimmt nicht „Nein“ sagen.

Der SV Donaustauf präsentiert sich in diesen modischen Anzügen:

In der Trainingsjacke nach Weißrussland?

Der Verlust des Anzug-Sponsors könnte für Manuel Neuer, Timo Werner und Co. in ein paar Wochen noch bitterer werden. Denn solange der Deutsche Fußballbund keinen Nachfolger gefunden hat, muss die Mannschaft auf unbestimmte Zeit in Adidas-Trainingsanzügen zu den Spielen reisen – unzumutbar eigentlich. Das kann dem SV Donaustauf nicht passieren, wenn er in der kommenden Woche seine letzte Auswärtsfahrt der Saison nach Weiden antritt. Und vielleicht können Schuderer, Vasilic und Co. den Kollegen der Nationalmannschaft ja danach ihre Sakkos ausleihen – nächster Termin dafür wäre das EM-Qualifikationsspiel in Weißrussland Anfang Juni.

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