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Ein Bär kommt selten allein

Nach der pfiffigen Namensgebung eines Eishockey-Profis in Berlin, sind wir gespannt auf die nächste Geburt in Regensburg.
Von Claus-Dieter Wotruba

Foto: LEX TINO

Regensburg.Bahnt sich die Ankunft eines süßen Zwetschgerls an, ist im Vorfeld selbstredend eine Frage von extremster Wichtigkeit: Wie nur soll das Kind heißen? Keine Sorge, wir starten kein Pro und Contra, ob Mann oder Frau mehr Stimmrecht bei der Klärung dieser das Leben des Neu-Erdlings prägenden Antwort haben. Es sei nur rein familiär bedingt eingeworfen, dass es Mamas geben soll, die aus Schwärmerei für das Mitglied eines europäischen Königshauses durchsetzten, das sich der Claus auch mit C schreibt.

In unseren Tagen sind in der Hitliste eh ganz andere Namen ganz oben: Emma und Ben, Emilia und Paul, Hanna(h) und Fi(y)nn, Mia und Leon oder Sophia (auch mit F in der Mitte) und Jonas bilden die Top fünf 2019. Allgemein geht die Vorliebe zu kurzen, knackigen Vornamen. Wer es ungewöhnlicher liebt, der nannte 2019 sein Mädchen schon mal Afrona oder Tinkabell, seinen Jungen Nelion, Gin oder Winby.

Wer will, wählt auch Orte mit Erinnerungswert wie Lourdes, Paris oder Ireland bei prominentem Nachwuchs bezeugen. In unserem Fall hätte das Kinderl dann „Berlin“ heißen müssen. Tut es aber nicht. Pierre-Cedric Labrie gefiel Eishockey-Jahr eins im Dienste der Eisbären in Berlin so gut, dass sich das bei seinem im Juni geborenen Sohn dokumentiert. Der 34-Jährige lieferte Einblicke ins Familienleben: „Uns gefiel dieses bisschen Deutsch im Namen.“ Das ungewöhnliche Ä störte wenig. „Schließlich ist er zwar nicht in Berlin geboren, aber entstanden.“ Seinen Stolz mit Zweitnamen Edouard nennt Labrie erstmal „little bear“. „Kleiner Bär“? Das könnte bis zu Zeiten, in denen Cowboy und Indianer gespielt wird, ein hübscher Beiname bleiben.

Derweil rollt im Eishockey vielleicht eine neue Namenswelle auf uns zu: Tiger, Pinguine, Haie und Falken wären jederzeit zum Ausdruck von Vereinsliebe möglich. Und gespannt schauen wir auf die nächste Geburt im Regensburger Eishockey-Team. Wir haben hier schließlich auch Eisbären.

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