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Ein bisschen was zum Beißen

Wenn es um die Wurst geht, ist es oft besser, sich auf die Zunge zu beißen als irgendwo anders hin.
Von Angelika Sauerer

Es ist nicht ungewöhnlich, dass es im Sport eigentlich immer was zum Beißen gibt, und wir meinen jetzt nicht primär das saftige Steak vom Baseball-Barbecue oder die knackige Bratwurst beim Fußball. Wobei beides durchaus seine Berechtigung hat, denn während der eingefleischte Fan noch an vertanen Chancen und unnötigen Gegentoren bitter zu kauen hat, ist so ein Leckerbissen in der Hand schon ein Trost: Der Burger in der Hand ist besser als der Biss in den Hintern in Anbetracht eines Elfmeters und am Ende gar einer Niederlage.

Auch auf dem Spielfeld ist angerichtet, was in Bezug aufs Hineinbeißen angesichts der Rasenfläche schon makaber anmutet, denn es geht bei Spiel und Spaß höchstens um die Wurst und nicht um Leben und Tod. In Ermangelung einer Wurst während des Spieleinsatzes ist es den Spielern angeraten, in schwierigen Situationen ersatzweise die Zähne zusammenzubeißen oder mit der Zunge respektive der Lippe vorliebzunehmen – wohlgemerkt: der eigenen jeweils bitteschön! Letzteres zu betonen, gilt vor allem in Spielen mit Beteiligung des uruguayischen Stürmers Luis Alberto Suárez Díaz, seit 2014 in Diensten des FC Barcelona. Suárez hatte sich mit mehreren beherzten Schulterbissen als „Beißer“ einen Namen gemacht hat. In der Folge beschloss die Fifa eine „Lex Suárez“: Beißen wird seit 2018 in der Regel 12 gleichgesetzt mit allen anderen Vergehen, die mit direktem Freistoß und Platzverweis geahndet werden.

Um dem reumütigen Sünder nicht unrecht zu tun, sei erwähnt, dass auch andere Spieler bereits mit Beißattacken auffielen. Fernando Gabriel Amorebieta etwa schlug seine Zähne in den Kopf, Juan Arango in die Schulter eines Gegners, und in der Kreisliga in Essen kostete einer die Nasenspitze. Schlagzeilen macht gerade ein Fall aus Frankreichs Amateurliga. Dort wurde nun ein Fall verhandelt, bei dem ein Spieler seinen Kontrahenten in den Penis gebissen hatte. Das gute Stück musste genäht werden. Der Delinquent wurde gesperrt. Er darf jetzt fünf Jahre lang höchstens in saure Äpfel beißen.

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