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Hände weg von Körperteilen!

Die goldene Regel bei Wetten im Fußball lautet, nur das einzusetzen, worauf man problemlos verzichten kann.
Von Angelika Sauerer

Eiertanz ist eigentlich nicht die Sache von Arturo Vidal. Wenn der 31-jährige Chilene etwas will, dann sagt er es geradeheraus. Genauso spielt er auch Fußball: ab durch die Mitte, auf Gedeih und Verderb, egal ob das nun die Aufgabe eines defensiven Mittelfeldmanns ist oder nicht (sie ist es eher nicht). Damit hat er sich seinen Spitznamen „Krieger“ und die Engagements bei Vereinen wie Juventus Turin (2011-2015), dem FC Bayern München (2015-2018) und aktuell dem FC Barcelona redlich verdient.

„Er spielt so, wie er lebt, immer an der Grenze“, schrieb die spanische Sportzeitung AS über ihn. Und ja, seinen Ferrari hat er im alkoholisierten Zustand schon mal zu Schrott gefahren, ein Faible für Kasinobesuche und Wetten soll er auch haben. Beides kann teuer werden und bei unglücklichem Verlauf der Dinge die körperliche Unversehrtheit gefährden. Davon können zahlreiche Blondierte, Rasierte, Nackerte oder sonstwie Blamierte ein Lied singen, die den Fußball in einem akuten Anflug von Selbstüberschätzung für berechenbar hielten und sich zu einer fatalen Aussage hinreißen ließen. Grundsätzlich gilt die Regel, nur das zu verwetten, worauf man auch problemlos verzichten kann. Wer also schon immer mal einen Irokesenschnitt ausprobieren will und nur einen guten Anlass braucht, um die neue Frisur der Freundin zu verklickern – bittesehr. Doch Hände weg von Körperteilen!

Leider ziert den Kopf von Vidal bereits ein Irokesenschnitt, weshalb die Frisur als Wetteinsatz für ihn nicht mehr in Frage kam. Was also tun? Vermutlich stand er noch unter dem starken Einfluss des österlichen Eiersuchens, als er sich zu dieser folgenschweren Wette hinreißen ließ: „Ich werde meinen linken Hoden spenden, wenn Liverpool sich (gegen Barcelona) qualifiziert. Und den rechten gebe ich einem Madrid-Fan, der für Liverpool war.“

Nun ging die oben erwähnte Partie zugunsten des FC Liverpool aus – und für Arturo Vidal damit so ziemlich in die Hose.

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