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Immer noch Super-Mario

Ein Kommentar von Jürgen Scharf

Mario Basler hat schon immer gesagt, was er denkt. Direkt. Schnell. Schonungslos. In letzter Zeit, das muss festgestellt werden, hat er bei seinen Analysen aber nochmal eine Schippe draufgepackt. Richtiggehend radikal liest er mittlerweile den Fußballern der Gegenwart die Leviten. Am Osterwochenende mussten nun natürlich die Kicker des VfB Stuttgart dran glauben.

Im TV-Fußball-Stammtisch „Doppelpass“ lederte Basler nach der in der Tat durchaus peinlichen 0:6-Pleite der Stuttgarter in Augsburg los. Was der VfB spiele, könne man sich gar nicht mehr angucken, meinte er, und empfahl: „Weg. Alle weg.“ Also das ganze Team. Für den VfB wäre es besser, mit der zweiten Mannschaft weiterzuspielen, sagte der zu aktiven Zeiten als „Super-Mario“ geadelte Basler.

Wie genau er das mit „Alle weg“ meint, wäre bei Basler allerdings noch zu hinterfragen. Wenn er wirklich alle, also die gesamte Funktionärsriege, den Trainer und die Spieler gemeint hat, stellt sich die Frage, wer denn dann alle entlässt, wenn auch die Klubbosse weg sind. Ist es wirklich soweit gekommen, dass der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann als oberste Instanz eingreifen muss?

Dass es auf diesem Planeten einige Fußballer gibt, die diesen Sport besser beherrschen, als die Stuttgarter, daran gibt es Basler zufolge keinen Zweifel. Im „Doppelpass“ blickte er dafür nur kurz in die Gesprächsrunde, um festzustellen, dass „wir sechs nicht schlechter gewesen wären“, als der VfB.

Mit den Promi-Gästen Guido Buchwald, Stefan Effenberg und sich selbst sowie Moderator Thomas Helmer hatte er dabei in der Tat vier ehemalige Klasse-Kicker im Blick, dazu allerdings auch noch Schiedsrichter Manuel Gräfe und Journalist Pit Gottschalk. Dennoch und egal ob fünf Mann weniger: Für den VfB hätte es noch gereicht, da gibt es für den nach wie vor selbstbewussten Basler keinen Zweifel.

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