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Löwen aus dem Zoo

Der TSV 1860 kämpft um den Aufstieg. Wir drücken die Daumen, erinnern aber auch an zwei Dinge, die es besser zu machen gilt
Jürgen Scharf

Regensburg.So, nun hat der TSV 1860 München die große Chance. Wenn er sich in der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken durchsetzt, ist er zurück im Profifußball. Drücken wir den Sechzgern dafür doch die Daumen.

Den Schmähgesang „Löwen in den Zoo“ haben sich die Münchner ja auch wirklich lange genug anhören müssen. Investoren-Streit, Rumpelfußball und Fan-Randale – der Klub hat einiges mitgemacht. Nun ist aber genug Gras über alles gewachsen. Jetzt muss es heißen: raus aus dem Zoo und wieder rein in den Profifußball. Ein Jahr Denkpause ist genug. Wobei diese Auszeit für die Spieler der Löwen und insbesondere deren Fans vielleicht gar nicht schlecht war. So konnte in Ruhe durchdacht werden, was im vergangenen Sommer in der Relegation gegen den SSV Jahn Regensburg eigentlich alles schief ging. Und falls die Erinnerung daran etwas schwach ist, hier noch einmal die zwei Dinge, die es auf jeden Fall besser zu machen gilt:

a) Die Rauchbombe im Fanblock der Löwen in der Anfangsphase des ersten Spiels in Regensburg war keine gute Idee. Vor allem nicht, da damals die eigenen Spieler im eigenen Strafraum den Durchblick verloren und der Regensburger Marc Lais – quasi wie unerkannt im Märchenland – zum 1:0 für den Jahn einköpfen konnte.

b) Das Ausreißen von Sitzschalen und Stangen, um diese dann auf den Rasen zu werfen, während dort Sicherheitskräfte und Spieler herumstehen, war auch keine gute Idee. Bei allem Verständnis für den Frust, der damals bei den Löwen-Fans herrschte, als die Pleite gegen den Jahn im Rückspiel feststand – das war ein bisserl zu viel. Einfach schreien und schimpfen hätte es auch getan. Das muss besser werden.

Nun, vielleicht kann dieses Jahr aber ja sogar gejubelt werden. Doch zur Sicherheit hier ebenfalls ein Hinweis: Auch, um seine Freude auszudrücken, ist das Schmeißen von Gegenständen oder das Zünden von Rauchbomben der falsche Weg. Schreien und singen reicht da völlig aus.

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