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Maskottchen verboten

Beim Re-Start der Bundesliga müssen die Glücksbringer der Klubs draußen bleiben. Sie passen nicht ins Corona-Konzept.
Von Maximiliane Fröhlich

Als Maskottchen hat man es dieser Tage wirklich nicht leicht. Seit Wochen fiebern Hennes, Jünter und Co. dem Re-Start der Bundesliga entgegen und was nun? Sie werden von der DFL einfach ausgesperrt. Im Hygienekonzept nicht vorgesehen, um genauer zu sein. Als wären ein Plüsch-Hengst und ein Geißbock unhygienisch... Gut, die Sache mit dem Mund-Nasen-Schutz könnte sich vielleicht etwas schwieriger gestalten. Das wäre schon die einzige Erklärung. Eigentlich zählt aber nicht einmal die. Ein überdimensionaler Hengstkopf ist bestimmt sicherer als jede Stoffmaske der Welt. Das wäre aber ein anderes Thema.

Fakt ist: Der Effzeh muss im Karnevals-Derby gegen Mainz das erste Mal seit 2008 ohne Glücksbringer Hennes antreten. Damals musste der Geißbock verletzungsbedingt passen. Eine Arthrose setzte ihn außer Gefecht. Und jetzt, wo Hennes körperlich topfit ist, zwingt ihn die DFL zu einer Zwangspause. Vor 20 Jahren verpasste Hennes wegen der Maul- und Klauenseuche auch zwei Spiele. An Kreativität mangelte es dem Effzeh damals nicht. Er stellte einfach einen Geißbock aus Pappe ins Stadion. Ob das bei den nächsten Partien auch geplant ist – keine Ahnung. Allein der Gedanke daran sorgt jedenfalls schon für einen Schmunzler.

Gegen Pappfiguren hat die DFL übrigens nichts einzuwenden. Ein Glück, dann kann sich Borussia Mönchengladbach nächste Woche gegen Leverkusen über viele Zuschauer freuen. Die Fan-Aktion, Pappaufsteller für Geisterspiele zu kaufen, kam nämlich richtig gut an. Trotz virtueller Fans mangelt es im Stadion an Stimmung. Fan-Gesänge möchte die DFL nicht hören, Musik bei Toren und beim Einlauf sind aber okay – na immerhin. Dann hören wir wenigstens ganz genau, das die Herren auf dem Platz von sich geben und wie zufrieden die Verantwortlichen auf der Bank damit sind.

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