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Titel in der Tasche

Die Spieler des SSV Jahn Regensburg dürfen sich nun als „Weltpokalsiegerbesieger-Besieger“ bezeichnen.
Felix Kronawitter

Nur zu gerne denken die Fans des FC St. Pauli an den 6. Februar 2002 zurück. Mit 2:1 bezwang der Kultklub da den großen FC Bayern München und kürte sich selbst zum Weltpokalsiegerbesieger. St. Paulis „Weltpokalsiegerbesieger“-Shirts verkauften sich mehr als 120 000 Mal. Seit dem 31. Spieltag in der 2. Liga dürfen sich die Spieler des SSV Jahn Regensburg als „Weltpokalsiegerbesieger-Besieger“ bezeichnen. Dieses Kunststück war ihnen bereits am 28. September 2012 mit einem 3:0-Sieg, bei einem der wenigen Glanzpunkte in einer ansonsten wenig erfolgreichen Saison, gelungen.

Passende Shirts lagen am Samstagnachmittag nach dem Schlusspfiff aber nicht parat in der Continental-Arena. Einem taumelnden Gegner noch eine mitzugeben, ist nicht nach Jahn-Geschmack. Die Regensburger Bilanz gegen Pauli kann sich sehen lassen. Zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage stehen aus den bisherigen vier Duellen zu Buche. Ob die Oberpfälzer auch in der kommenden Saison auf die Hamburger treffen, steht noch in den Sternen. Während es für den Jahn sogar noch eine Etage höher gehen kann, zittert St. Pauli um den Klassenerhalt. Wer hätte das schon vor Saisonbeginn gedacht? Der kleine Jahn mischt die Liga auf, dem großen, ambitionieren Kultklub droht der Gang in Liga drei.

Zu jedem Heimspiel geben der FC St. Pauli und die Millerntor Gallery (MTG) einen limitierten Kunstdruck von ausgewählten Künstlern heraus. Eine Karikatur aus dem Hinspiel, die einen übermächtigen Pauli-Piraten und einen kleinen Jungen in bayerischer Tracht zeigten, der vergeblich nach dem Ball griff, diente beim 3:1-Sieg als zusätzliche Motivationsspritze.

Man darf gespannt sein, wie die neuen Kräfteverhältnisse beim nächsten Duell künstlerisch Niederschlag finden.

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