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Olympia

Olympia 2018 ist zu Ende

Am letzten Tag gewinnt Francesco Friedrich noch einmal die Goldmedaille im Viererbob. Das Eishockey-Team wird Zweiter.

Eishockey-Spieler Christian Ehrhoff trug die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Eishockey-Spieler Christian Ehrhoff trug die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Pyeongchang.Die XXIII. Olympischen Winterspiele von Pyeongchang sind Geschichte. IOC-Chef Thomas schloss am Sonntag bei der Schlussfeier um 21.40 Uhr Ortszeit das 17-tägige Ringe-Spektakel in Eis und Schnee und lud die „Jugend der Welt“ zu den XXIV. Winterspielen 2022 nach Peking ein. 13 Minuten später erlosch die olympische Flamme, die am 9. Februar am Olympiastadion entzündet worden war. Bach würdigte die Winterspiele in Korea als „die Spiele der neuen Horizonte“. „In den vergangenen 17 Tagen haben wir die traditionsreichen Olympischen Spiele erlebt, die den Weg in die Zukunft weisen“, sagte er. Mit Blick auf die vorsichtige Annäherung von Nord- und Südkorea während der Winterspiele meinte Bach: „Eine wahre Hommage an die Vergangenheit war der Respekt vor dem olympischen Frieden, genau wie vor dreitausend Jahren im antiken Olympia.“

Wenige Stunden zuvor hatte das deutsche Eishockey-Team die Sensation verpasst. Nach einem bravourösem Kampf verlor die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm das Finale gegen die hochfavorisierten Olympischen Athleten aus Russland mit 3:4 (0:1, 1:0, 2:2) nach Verlängerung. Trotz der unglücklichen Niederlage ist Silber der größte Erfolg des deutschen Eishockeys.

Live-Ticker:

Zuvor hatten die deutschen Bobfahrer einen Doppelerfolg im Vierer gefeiert. Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich holte sich das Gold-Double vor Nico Walther, der sich zusammen mit dem zeitgleichen Südkoreaner Won Yunjong Silber sicherte.

IOC Präsident Thomas Bach beendete die Winterspiele von Pyeongchang. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
IOC Präsident Thomas Bach beendete die Winterspiele von Pyeongchang. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Zur erfolgreichsten Olympionikin bei Winterspielen überhaupt machte sich Skilangläuferin Marit Björgen. Die Norwegerin gewann im 102. und letzten Wettbewerb der Winterspiele über 30 Kilometer im klassischen Stil. Mit nun acht Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen übertrumpfte die 37-Jährige den Biathleten und Landsmann Ole Einar Björndalen, der in seiner Olympia-Laufbahn zwei Bronzemedaillen weniger geholt hatte.

Medaillenspiegel:

Durch Björgens Erfolg überholte Norwegen das deutsche Team in der Nationenwertung. Die Norweger sammelten 14 Mal Gold, 14 Mal Silber und elfmal Bronze. Noch keine Nation gewann so viele Medaillen bei denselben Winterspielen.

Deutsche Athleten holten in Korea 14 Mal Gold, zehnmal Silber und siebenmal Bronze. Bei der Anzahl der Goldmedaillen fuhr die deutsche Mannschaft damit ihr bestes Ergebnis bei Winterspielen ein. Mit Blick auf die Gesamtzahl an Edelmetall liegt der Bestwert weiter bei 36 von Olympia 2002 in Salt Lake City. In Sotschi hatte Team D mit 19 Medaillen den Tiefstwert seit der Vereinigung verzeichnet.

Die Goldmedaillen-Gewinner Bobpilot Francesco Friedrich aus Deutschland (r-l) und seine Anschieber Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis jubeln bei der Siegerehrung auf dem Podium. Foto: ./xinhua/dpa
Die Goldmedaillen-Gewinner Bobpilot Francesco Friedrich aus Deutschland (r-l) und seine Anschieber Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis jubeln bei der Siegerehrung auf dem Podium. Foto: ./xinhua/dpa

Bei der Schlussfeier durfte Eishockey-Star Christian Ehrhoff die Fahne für das deutsche Teams ins Olympiastadion tragen. Die russischen Sportler mussten wie bei der Eröffnungsfeier als „Olympische Athleten aus Russland“ in neutraler Kleidung und unter neutraler Flagge einlaufen.

Am Vormittag hatte das IOC-Exekutivkomitee entschieden, die im Zuge des Dopingskandals verhängte Suspendierung Russlands vorerst nicht aufzuheben. Die Begnadigung wurde vertagt und soll erst erfolgen, wenn alle Dopingproben russischer Athleten in Pyeongchang als negativ bestätigt werden. Während der Winterspiele waren unter anderen die Dopingfälle des russischen Curlers Alexander Kruschelnizki und der Bobfahrerin Nadeschda Sergejewa aufgedeckt worden.

Bilder des Tages:

Lesen Sie außerdem:

MZ-Redakteure beim Selbstversuch – Bernhard Fleischmann versuchte sich auf der Streif, Marianne Sperb probierte die Disziplinen Skeleton und Skispringen aus, Felix Kronawitter war beim Curling, Angelika Sauerer bewies beim Biathlon Ausdauer und Präzision und Maximiliane Groß war mit dem Bob im Eiskanal am Königssee unterwegs.

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