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Olympia

Pechstein verpasst Medaille

Claudia Pechstein wird im Eisschnellauf nur Achte. Jacqueline Lölling bringt sich auf dem Skeleton in eine gute Position.

Claudia Pechstein verpasst eine Medaille. Foto: Peter Kneffel/dpa
Claudia Pechstein verpasst eine Medaille. Foto: Peter Kneffel/dpa

Pyeongchang.Schon in den frühen Morgenstunden fiel die Entscheidung beim Ski-Slalom der Frauen. Dort siegte die Schwedin Frida Hansdotter vor Wendy Holdener und der Österreicherin Katharina Gallhuber. Die deutschen Athletinnen blieben chancenlos.

Der Österreicher Mattias Mayer holt sich die Gold-Medaille im Super-G. Mayer gewann vor vier Jahren in Sotschi schon einmal Gold, damals in der Abfahrt. Zweiter wird der Schweizer Beat Feuz. Top-Favorit Kjetil Jansrud muss sich mit Bronze begnügen. Der 27 Jahre alte Mayer ist nach dem Norweger Aksel Lund Svindal der zweite Mann, der bei Winterspielen eine Abfahrt und einen Super-G gewonnen hat. Bester Deutscher ist Andreas Sander auf Rang acht. Thomas Dreßen wird etwas enttäuschend nur 12., Josef Ferstl belegt Rang 26.

Historischer Erfolg für Dario Cologna: Der Schweizer gewinnt das Freistil-Rennen über 15 Kilometer und ist damit der erste Langläufer, der drei olympische Goldmedaillen über die gleiche Distanz holt. Silber geht an den Norweger Simen Hegstad Krüger, über die Bronzemedaille freut sich Denis Spitsov.

Die niederländischen Festspiele bei den Eisschnelllauf-Wettbewerben geht weiter: Esmee Visser gewinnt bei ihren ersten Olympischen Spielen die Gold-Medaille über 5000 Meter und verweist die Favoritin Martina Sablikova (CZE) auf den Silber-Rang. Bronze geht an Natalia Voronina (OAR). Claudia Pechstein beendet das Rennen auf dem achten Platz. Jacqueline Lölling führt im Skeleton das Feld nach zwei von vier Läufen an und hat zwei Hundertstel Vorsprung auf die Österreicherin Janina Flock. Auf Platz fünf und sechs sind die deutschen Skeletoni Fernstädt und Hermann. Somit besteht die reelle Chance auf eine oder mehrere Medaillen im Damen-Skeleton. Am Samstag kommen die Läufe drei und vier und somit die Medaillenentscheidung.

Der Live-Ticker

Claudia Pechstein verlässt die Bahn ohne Medaille

Im Alter von 45 Jahren und 359 Tagen misslang der Berlinerin mit Platz acht über 5000 Meter das Vorhaben, als älteste Frau der Olympia-Geschichte eine Medaille in einer Einzel-Disziplin zu holen. In 7:05,43 Minuten musste sich Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin im Gangneung Oval deutlich geschlagen geben.

Claudia Pechstein verpasst eine Medaille. Foto: AFP PHOTO / ARIS MESSINIS
Claudia Pechstein verpasst eine Medaille. Foto: AFP PHOTO / ARIS MESSINIS

Gold sicherte sich die niederländischen Newcomerin Esmee Visser. Es war in der siebten Eisschnelllauf-Entscheidung in Südkorea bereits der sechste Olympiasieg für die Niederländer. Silber ging an Martina Sablikova aus Tschechien, die ihren dritten Olympiasieg auf dieser Strecke in Serie verpasste. Bronze holte die Russin Natalia Woronina.

Keine Medaillen auf dem Skeleton

Ohne Medaillen blieben die deutschen Skeletonpiloten. Der WM-Zweite Axel Jungk aus Oberbärenburg, der Oberhofer Christopher Grotheer und Alexander Gassner aus Winterberg belegten die Plätze sieben, acht und neun.

Axel Jungk und seine Mitstreiter verpassten eine Medaille. Foto: Tobias Hase/dpa
Axel Jungk und seine Mitstreiter verpassten eine Medaille. Foto: Tobias Hase/dpa

Olympiasieger wurde der Südkoreaner Yun Sung Bin. Der Gesamtweltcup-Gewinner verwies den Russen Nikita Tregubow auf den Silber-Platz, Bronze ging an den Briten Dom Parsons. Bei den Frauen führt Jacqueline Lölling das Feld nach zwei von vier Läufen an und hat zwei Hundertstel Vorsprung auf die Österreicherin Janina Flock. Auf Platz fünf und sechs sind die deutschen Skeletoni Fernstädt und Hermann. Somit besteht die reelle Chance auf eine oder mehrere Medaillen im Damen-Skeleton.. Am Samstag kommen die Läufe drei und vier und somit die Medaillenentscheidung.

Eishockey-Team verpasst Überraschung

Gegen Schweden hatte das deutsche Team das Nachsehen. Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press
Gegen Schweden hatte das deutsche Team das Nachsehen. Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press

Deutschlands Eishockey-Team hat beim Olympia-Comeback weiter Pech. Auch eine ganz starke Leistung reichte beim 0:1 (0:1, 0:0, 0:0) gegen Weltmeister Schweden in Pyeongchang nicht zur möglichen Überraschung.

Letzter Vorrundengegner ist am Sonntag Norwegen, das am Freitag gegen Finnland 1:5 verlor. Mit dem ersten Sieg bei Olympischen Spielen seit 16 Jahren würde die DEB-Auswahl ihre Ausgangslage für das K.o.-Spiel am Dienstag um den Einzug ins Viertelfinale deutlich verbessern. Als Gruppenletzter müsste Deutschland ansonsten gegen einen stärkeren Gegner spielen.

Wellinger Vierter in der Quali

Andreas Wellinger sprang in der Qualifikation auf Rang vier. Foto: Hendrik Schmidt
Andreas Wellinger sprang in der Qualifikation auf Rang vier. Foto: Hendrik Schmidt

Nach dem Olympiasieg von der Normalschanze hat Andreas Wellinger seine Ambitionen auf eine Medaille auch für den Wettbewerb von der Großschanze. Der Bayer kam in Pyeongchang in der Qualifikation auf 135 Meter und belegte damit Platz vier. Qualifikations-Sieger wurde der Norweger Robert Johansson. Er flog ebenfalls 135 Meter weit und erhielt 131,9 Punkte. Damit war er 3,2 Zähler besser als sein Teamkollege Johann Andre Forfang, der 137 Meter erreichte. Der Wettbewerb findet am Samstag ab 13.30 Uhr statt.

Cologna feiert historischen Triumph

Der Schweizer Dario Cologna hat sich Gold über die 15 Kilometer in der freien Technik gesichert und damit als erster Langläufer überhaupt dreimal in Serie auf der gleichen Strecke bei den Olympischen Spielen gewonnen. Auch 2010 in Vancouver (freie Technik) und 2014 in Sotschi (klassische Technik) hatte sich Cologna über 15 Kilometer durchgesetzt. Silber ging an den Norweger Simen Krüger vor Denis Spizow, der als olympischer Athlet aus Russland Bronze gewann.

Dario Cologna aus der Schweiz jubelt über seinen historischen Triumph. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
Dario Cologna aus der Schweiz jubelt über seinen historischen Triumph. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Ohne Chance auf einen Platz unter den besten Zehn blieben die deutschen Langläufer. Lucas Bögl lag in den Zwischenzeiten teilweise auf Kurs und schaffte am Ende einen ordentlichen 15. Rang.

Damen liefern schlechtestes deutsches Ergebnis aller Zeiten

Die Schwedin Frida Hansdotter hat Olympia-Gold im Slalom gewonnen und Topfavoritin Mikaela Shiffrin entthront. Die 32-Jährige fuhr in Pyeongchang von Rang zwei aus dem ersten Durchgang nach vorne und feierte den größten Erfolg ihrer Karriere.

Silber holte die Schweizerin Wendy Holdener, Bronze gewann völlig überraschend Katharina Gallhuber aus Österreich.

Sotschi-Olympiasiegerin Shiffrin musste einen Tag nach Riesenslalom-Gold dagegen zum ersten Mal seit ihrem WM-Titel 2013 bei einem Großereignis eine Slalom-Niederlage hinnehmen. Die 22 Jahre alte Amerikanerin hatte sich vor dem ersten Lauf wie schon häufiger in ihrer Karriere übergeben.

 Christina Geiger ettäuschte wie ihre Mannschaftskolleginnen. Foto: AFP PHOTO / Roberto SCHMIDT
Christina Geiger ettäuschte wie ihre Mannschaftskolleginnen. Foto: AFP PHOTO / Roberto SCHMIDT

Die deutschen Fahrerinnen verbuchten ihr schlechtestes Slalom-Ergebnis der Olympia-Geschichte: Marina Wallner kam bei ihrem Olympia-Debüt auf Platz 19. Lena Dürr und Christina Geiger schieden aus.

Keine Medaille und trotzdem zufrieden

Die Ski-Alpin-Männer aus Deutschland haben beim Super-G-Sieg des Österreichers Matthias Mayer keine Medaille geholt. Die Schussfahrer im deutschen Ski-Team waren als Mit-Favoriten und aussichtsreiche Außenseiter nach Asien gekommen.

Matthias Mayer siegte im Super-G. Foto: AFP PHOTO / Javier SORIANO
Matthias Mayer siegte im Super-G. Foto: AFP PHOTO / Javier SORIANO

Zweiter wird der Schweizer Beat Feuz. Top-Favorit Kjetil Jansrud muss sich mit Bronze begnügen. Andreas Sander landet als bester Deutscher auf Rang acht.

Der Medaillenspiegel

Die Medaillen des deutschen Teams

Entscheidungen des Tages:

Die Bilder des Tages:

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