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Olympia

Skeleton: Lölling auf Goldkurs - Fernstädt kämpft um Bronze

Einige Patzer in beiden Läufen, dennoch Platz eins zur Halbzeit. Jacqueline Lölling fährt um den Olympiasieg mit. Die Frage ist nur: Trifft sie einmal einen Traumlauf?
Von Frank Kastner, dpa

Skeleton-Pilotin Jacqueline Lölling legte zwei starke Läufe hin. Foto: Tobias Hase
Skeleton-Pilotin Jacqueline Lölling legte zwei starke Läufe hin. Foto: Tobias Hase

Pyeongchang.Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling hat auch auf der kniffligen Olympia-Bahn die richtige Spur gefunden und liegt auf Goldkurs. Die Weltcup-Gesamtsiegerin von der RSG Hochsauerland übernahm zur Halbzeit der insgesamt vier Läufe im Olympic Sliding Centre die Führung.

Vor den abschließenden zwei Finalläufen schob sie sich im zweiten Durchgang von Rang zwei nach vorne und hat zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Österreicherin Janine Flock. Die drittplatzierte Britin Lizzy Yarnold hat eine Zehntelsekunde Rückstand auf Lölling.

Die Berchtesgadenerin Anna Fernstädt liegt als Fünfte mit nur 0,30 Sekunden Rückstand ebenfalls aussichtsreich im Rennen. Ex-Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee fiel im zweiten Lauf auf Rang sechs zurück, hat aber ebenfalls noch Chancen auf Edelmetall.

„Gerade im zweiten Lauf hatte ich einen großen Patzer, ein bisschen ärgerlich. Ich weiß trotzdem was drin ist. Die Bahn hier verzeiht nichts“, sagte Lölling und betonte: „Wenn ich einen Lauf richtig treffe, bin ich ganz vorne.“

Nach vier Siegen in acht Weltcuprennen gilt Lölling als Mitfavoritin. Sie verteidigte souverän den Sieg im Gesamtweltcup. Die Bundespolizistin feierte kurz nach der Anreise nach Südkorea ihren 23. Geburtstag und hat in ihrer bislang jungen Karriere alles gewonnen - nur der Olympiasieg fehlt noch. Schon bei den Olympischen Jugendspielen 2012 stand sie ganz oben auf dem Podest. Danach gab die zweimalige Junioren-Weltmeisterin aus Brachbach 2015 ihre WM-Premiere und fuhr auf ihrer Heimbahn in Winterberg prompt auf Rang zwei. Zwei Jahre später war sie Welt- und Europameisterin.

Teamkollegin Hermann war 2016 Weltmeisterin und überzeugte im Olympia-Winter mit fünf Podestplatzierungen im Weltcup. Im Training zeigte sie eine rundum solide Fahrlinie, haderte zur Halbzeit aber: „Viel zu viele Fehler, ich habe heute glaube ich meine schlechtesten Läufe hier gezeigt“. Fernstädt war trotz der Nervosität zufrieden mit Tag eins: „Es ist nach vorn noch alles drin, aber auch nach hinten. Ich hatte zwei konstante Läufe, so kann es morgen weitergehen.“

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