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Sport aus Amberg
Mittwoch, 19. September 2018 27° 2

Eishockey

Bittere Niederlage für ERSC

Amberger Löwen verlieren in der Overtime mit 4:5 und müssen sich so in Pfaffenhofen mit einem Punkt zufriedengeben.
Von Günter Passler

Der ERSC Amberg (in Schwarz) hatte am Sonntag beim EC Pfaffenhofen das Nachsehen. Foto: Brückmann
Der ERSC Amberg (in Schwarz) hatte am Sonntag beim EC Pfaffenhofen das Nachsehen. Foto: Brückmann

Amberg.Der ERSC Amberg holt beim Bayernligisten in Pfaffenhofen seinen ersten Auswärtszähler in der Quali-Runde, aber hinterher hatte man im Löwen-Lager gemischte Gefühle, ob man einen Punkt gewonnen oder nicht vielleicht doch zwei verloren hatte.

Mit einer Energieleistung hatte die Salinger-Truppe einen 0:3-Rückstand egalisieren können und bereitete den favorisierten Gastgebern größte Schwierigkeiten. Beim Stand von 4:4 traf in der Schlussphase Bernhard Keil nur das Lattenkreuz des Pfaffenhofener Gehäuses – das wäre beinahe der nicht unverdiente „Dreier“ für Amberg gewesen.

So aber hatten die Ice Hogs das glücklichere Ende für sich und den Zusatzpunkt in der Overtime. „Vor dem Spiel hätten wir das unterschrieben, wenn wir nach so einem Rückstand noch den Punkt holen – aber nach dem Spielverlauf hat man schon seine Zweifel“, wirkte Löwen-Coach Dirk Salinger eher gefrustet.

Den Dienst verweigert

Zunächst war einmal Geduld gefragt in Pfaffenhofen, denn die dortige Eisbereitungsmaschine verweigerte unter gewaltigen Dampfwolken den Dienst. Erst nach einstündiger Verspätung konnte die Partie starten – aus Sicht des ERSC wurde es ein Kaltstart. „Wir waren in den Anfangsminuten nicht bereit“, kommentierte „Sale“ den frühen 0:2-Rückstand seines Teams nach nicht einmal vier Minuten.

Pfaffenhofen wirkte vor dem Tor energischer, stocherte immer wieder nach und die Amberger waren nicht konsequent. So vielen alle Treffer der Gastgeber nach dem gleichen Muster, auch das 3:0 in der 16. Minute durch Robert Neubauer.

In der Schlussminute gelang Felix Köbele in Überzahl zumindest das 1:3, und den ERSC blieb so weiter im Spiel.

„Im Mittelabschnitt waren wir wesentlich aggressiver – so wollten wir eigentlich von Anfang an auftreten“, beschrieb der ERSC-Trainer die Löwenvorstellung im zweiten Drittel. Zunächst fehlte Amberg in den Offensivaktionen noch der „Killerinstinkt“, aber die Anzahl der guten Möglichkeiten sprach schon eindeutig für den ERSC.

Mit einem Doppelschlag binnen 60 Sekunden besorgten Kirill Groz und Bernhard Keil den Ausgleich, und dann hatte man den Gegner eigentlich im Griff. Wieder war man bei den eigenen Gelegenheiten etwas zu zögerlich und so fing man sich 25 Sekunden vor Drittelende das 4:3 ein – erneut im Nachschuss. „Das war glücklich für uns“, sagte EC-Trainer Tobias Schätzl, der Amberg „eine starke Leistung“ attestierte.

Letztes Risiko vermieden

Der Schlussabschnitt verlief relativ ausgeglichen, denn beide Teams vermieden das letzte Risiko. Im Zusammenspiel mit Dominik Schopper gelang Sebastian Aukofer der Ausgleich und der ERSC bekam mehr Oberwasser. Dann folgten die unglücklichen Schlussminuten mit Keils Lattentreffer und einer Strafzeit kurz danach für denselben Spieler.

„Muss man in so einem Moment nicht unbedingt geben“, meinte Salinger hierzu. Jedenfalls ging der ERSC mit einem Mann weniger in die Overtime und als dann auch noch eine Strafe gegen Dan Heilman angezeigt wurde, fiel nach 41 Sekunden der Verlängerung das 5:4 durch Ken Matheson – einem der vier Kanadier bei den Ice Hogs.

EC Pfaffenhofen – ERSC Amberg 5:4 n.V. (3:1, 1:2, 0:1)

Tore: 1:0 (3.) Seibert (Semmler), 2:0 (4.) Matheson (Fardoe), 3:0 (16.) Neubauer (Fardoe, Matheson), 3:1 (20.) Köbele (Frank/5-4), 3:2 (28.) Groz (Hampl, Köbele), 3:3 (29.) Keil (Heilman, Salinger), 4:3 (40.) Chemello (Landstorfer, Huber), 4:4 (47.) Aukofer (Schopper), 5:4 (60.+1) Matheson (4-3)

Strafen: Pfaffenhofen 6, Amberg 8 Minuten

Schiedsrichter: Miel, Gigler, Raidl

Zuschauer: 260

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