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Fußball

Der Abstieg des FC Amberg ist besiegelt

Die Vilsstädter verlieren in der Bayernliga bei der SpVgg Ansbach mit 1:4. Sebastian Schulik gelingt der Ehrentreffer.

Sebastian Schulik erzielte in Ansbach den Ehrentreffer für den Absteiger. Foto: Brückmann
Sebastian Schulik erzielte in Ansbach den Ehrentreffer für den Absteiger. Foto: Brückmann

Amberg.Schnell die Sachen in die Tasche und nichts wie weg aus Ansbach, wo der FC Amberg die schwärzeste Stunde seit 2012 erlebte. Selbst die Rechenschieberfraktion kann nicht mehr helfen, denn es geht nach zehn Spielen ohne Sieg in Serie nichts mehr. Der FC Amberg muss nun versuchen, nach der Pleite in Ansbach Ordnung in seine Reihen zu bringen, der Abstieg steht fest, die kommende Mannschaft für die Landesligasaison wohl noch nicht.

So jedenfalls wie die Formation, die in Ansbach nach 14 Minuten bereits 0:4 zurücklag, wird es sie nicht mehr geben. Gerade mal einen Feldspieler (Jakob Hüttner) saß auf der Amberger Bank bereit zum Einwechseln, sechs hingegen bevölkerten die Bank der Ansbacher. Amberg musste quasi ohne Wechsel durchspielen. Das ging natürlich an die Kondition und letztlich dann für die junge Mannschaft auch an die Konzentration, dabei war schon nach 15 Minuten alles vorbei.

Die Amberger wurden von der SpVgg Ansbach vor rund 300 Besuchern schlimm überrannt. Die Amberger Defensive, insbesondere die linke Abwehrseite, war völlig überfordert, natürlich spielte den Ansbachern in die Karten, dass bereits nach drei Minuten Sven Landshuter ein ideales Zuspiel von Torjäger Patrick Kroiß zum 1:0 verwerten konnte.

Bedauernswerter Keeper

Es sollte für den bedauernswerten jungen Amberger Keeper noch schlimmer kommen: Denn zwischen der 8. und 13. Minute verwandelte Christoph Hasselmeier zwei Foulelfmeter und erzielte damit Tor Nummer 15 und 16, nachdem Daniel Gömmel ziemlich ungeschickt seine Gegenspieler attackiert hatte.

Im Grunde hatten die Amberger ja gewusst, wie’s läuft: „Wir waren in den ersten 15 Minuten gar nicht richtig auf dem Platz“, kritisierte Ambergs Trainer Lutz Ernemann, „obwohl wir gewusst haben, dass der Gegner mit seinen bekannt guten Stürmern von Anfang an Druck machen wird“.

Ansbachs Torhüter Daniel Himmrich hatte wohl die ruhigsten 15 Minuten der Saison, denn die Amberger wussten nicht, wie ihnen geschah, als Sven Landshuter nach Vorarbeit von Lukas Schmidt das 4:0 erzielte. Da waren 15 Minuten vorbei, Ansbach klar dominierend, die Amberger bemüht einigermaßen Linie in die fragile Deckung zu bringen, die im übrigen ihr 88. Gegentor hinnehmen mussten. Was nicht an dem sehr jungen Keeper Moritz Plößl lag: Denn der hat im Verlauf der Begegnung ganz vorzüglich gehalten, ihn trifft an den vier Gegentoren absolut keine Schuld.

Geordneter Widerstand

Diese Anfangsviertelstunde werden sowohl die Ansbacher als auch die Amberger so schnell nicht vergessen, danach beruhigte sich die fulminante Begegnung, wobei zwei Dinge zusammen kamen: Die Amberger formierten sich zum geordneten Widerstand, allerdings war aber auch deutlich, dass Ansbach nicht mehr auf Biegen und Brechen zu Werke gehen musste.

Den Ambergern mag man durchaus bestätigen, dass sie Moral gezeigt haben und kein Tor mehr zuließen. Nach der Pause kam der FC Amberg durch Sebastian Schulik nach einer Stunde zum nicht unverdienten Ehrentreffer, Ambergs Trainer Lutz Ernemann wollte, so sagte er vor der Begegnung „das Ganze in Grenzen halten“, wonach es nach einer Viertelstunde überhaupt nicht aussah.

Jetzt geht es zum nicht mehr bedeutsamen Derby nach Gebenbach, danach folgt der 34. und letzte Spieltag und das Finale daheim gegen Forchheim und – die schwärzeste Stunde nach Mai 2012. (aog)

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