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Sport aus Amberg
Dienstag, 24. April 2018 21° 8

Eishockey

„Die beste Saison seit Jahren“

Vorstand des ERSC Amberg, Mustafa Sugle, ist mit dem Abschneiden seiner Landesliga-Mannschaft mehr als zufrieden.
Von Günter Passler

Die Amberger ERSC-Spieler sowie Vorstand Mustafa Sugle sind mit dem Verlauf der Saison sehr zufrieden. Foto: Brückmann

Amberg.Im bayerischen Amateur-Eishockey wird gerade auf Sommermodus umgestellt. Die sportlichen Entscheidungen im Landesliga-Bereich sind mit dem etwas überraschenden Erfolg des EC Bad Kissingen über den EHC Klostersee im Kampf um den bayerischen Titel nun alle gefallen. Der ERSC Amberg blickt dabei auf eine alles in allem erfreuliche Spielzeit zurück.

Die Kissinger Wölfe entschieden das Landesliga-Finale über die favorisierten Klosterseer im Modus „Best of 3“ mit 2:1 für sich, gewannen die letzte Begegnung in Grafing mit 3:2. Die Saale-Franken gehören mit Schweinfurt und Königsbrunn sowie Klostersee zu den sportlichen Bayernliga-Aufsteigern.

Insgesamt vier Bayernligisten müssen dafür den Fahrstuhl mit Richtung Landesliga betreten – das hätte vor Beginn der Qualifikationsrunden wohl niemand erwartet. Der ERSC hatte mit dem direkten Aufstieg letztendlich wenig zu tun, zu hoch war die Ausfallquote in den entscheidenden Wochen. Ein größeres Aufrüsten wie bei Teilen der Konkurrenz war von Amberger Seite aus zudem wirtschaftlich nicht vertretbar. Es wertet aber die Gesamtleistung der Löwen auf, dass sie zuvor die Hauptrunde als Meister vor den bereits genannten Teams abschließen konnten und selbst dezimiert in der Qualifikation – vor allem in Heimspielen – starke Leistungen ablieferten.

„Echte Mördergruppe“

„Wir hatten eine echte ‚Mördergruppe‘, spielten aber die beste Saison seit Jahren“, zeigt sich deshalb ERSC-Vorstand Mustafa Sugle mehr als zufrieden. Der Dank dafür seien steigende Zuschauerzahlen gewesen: „Der Zuspruch war okay und die Tendenz ist steigend, obwohl wir keine Derbys hatten und außer Schweinfurt kein Gastverein nennenswerte Fanunterstützung mit nach Amberg brachte“, erinnert Sugle.

Pfaffenhofen, Buchloe, Moosburg und Germering kommen aus der Bayernliga nach unten, Aich (spielt auch in Moosburg), Geretsried, Waldkirchen und Lindenberg würden aus den Bezirksligen nachrücken. Wer letztendlich wo spielt, ergibt sich nach Ende der Meldefrist zum 1. Juni 2018 und der nachfolgenden Prüfung des BEV.

Der Verband wies kürzlich nochmals ausdrücklich darauf hin, dass für Bayern- und Landesliga die verlässliche Stellung von U7- und U9-Mannschaften sowie eines weiteren Nachwuchsteams Voraussetzung für eine Zulassung sind – für den ERSC überhaupt kein Problem, aber es sind Zweifel erlaubt, ob das alle anderen Anwärter gebacken bekommen.

Unterdessen laufen die Planungen für die kommende Saison und man ist in Amberg bemüht, den Kader soweit möglich zu behalten, das gilt natürlich auch für Trainer Dirk Salinger. Der hat sich aus beruflichen Gründen noch Bedenkzeit erbeten.

Das Team verstärken

„Wir sind schon zuversichtlich, dass es mit Coach und Spielern klappt. Dann wollen wir das Team im Rahmen unserer Möglichkeiten verstärken“, stellt der Vorstand in Aussicht.

Zuletzt erhielt Obmann Chris Spanger die Zusagen von Lukas Salinger, Paul Thiede, Dominik Schopper, Matti Swadzba und Philipp Dürr, womit bereits elf Spieler ein Gerüst bilden, darunter auch der überragende Torhüter Oli Engmann und Topscorer Felix Köbele. „Weitere Gesprächsabschlüsse könnten bald folgen“, signalisiert Spanger.

Eishockey-Saison
Die Top-Scorer:
Felix Köbele 41 Tore + 43 Vorlagen = 84 Punkte; Dan Heilman 28 + 30 = 58; Florian Bartels 13 + 28 = 41; Andreas Hampl 18 + 20 = 38; Thomas Schreier 7 + 18 = 25; ERSC gesamt: 169 + 234 = 403

Die Strafbank-Spezialisten: Christoph Schönberger 65 + 70 = 135 Strafminuten; Andreas Hampl51 + 50 = 101; Thomas Schreier 44 + 40 = 84; Lukas Salinger 47 + 20 = 67; Felix Köbele 54 + 10 = 64; ERSC gesamt: 541 + 260 = 801

Torhüter-Quoten: Oliver Engmann Spielzeit 1154 Minuten, Gegentorschnitt 2,7; Lukas Stolz 844, 4,05; Paul Thiede 90, 6,0; Florian Hüttner 90, 6,0

Gesamte Spielstatistik: 36 Spiele, 70 Punkte, 169:128 Tore

Tabellenausschnitt, Landesliga-Hauptrunde: 1. ERSC Amberg 22, 19, 3, 116:57, 53; 2.ESC Haßfurt 22, 17, 5, 146:82, 52; 3. EC Bad Kissingen 22, 17, 5, 107:65, 50; 4. ERV Schweinfurt22, 17, 5, 120:56, 49

Tabellenausschnitt, Bayernliga-Qualifikation: 4. EC Pfaffenhofen 14, 9, 5, 58:47,27; 5. ERSC Amberg 14, 5, 9, 53:71, 17; 6. ESV Buchloe 14, 5, 9, 50:66, 15Zuschauerzahlen, inclusive Dauer- und Sponsorenkarten: Gesamt 8278; Durchschnitt 460; Bester Besuch 707 (Haßfurt); Niedrigster Besuch400 (Dingolfing)

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