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Sport aus Amberg
Freitag, 20. Juli 2018 26° 2

Fußball Bayernliga

DJK holt Punkt gegen Spitzenreiter

Gebenbach kommt gegen Viktoria Aschaffenburg zu einem torlosen Remis. Und es wäre sogar noch mehr drin gewesen.
Von Konrad Lindner

Torlos trennten sich die DJK Gebenbach (in Grün) und Viktoria Aschaffenburg. Foto: Brückmann
Torlos trennten sich die DJK Gebenbach (in Grün) und Viktoria Aschaffenburg. Foto: Brückmann

Gegenbach.Vor dem Spiel wäre man in Gebenbach mit einem Punkt gegen den Aufstiegsfavoriten Viktoria Aschaffenburg hoch zufrieden gewesen. Nach dem Schlusspfiff trauerten die DJK-Anhänger allerdings einem möglichen Heimsieg nach. Denn die Begegnung verlief zwar weitgehend ausgeglichen, das Chancenplus lag aber klar auf Seiten der Gastgeber. Latte, Pfosten und zwei vergebene Großchancen in den Schlussminuten verhinderten dann aber doch die ganz große Überraschung.

Die Partie begann 20 Minuten später, da die Gäste aus Aschaffenburg auf der Autobahn im Stau standen. DJK- Trainer Faruk Maloku musste auf Kai Hempel (Trainingsrückstand) und Oliver Gorgiev (krank) verzichten. Der noch durch Krankheit geschwächte Torjäger Nico Becker nahm zunächst auf der Bank Platz. Aber auch ohne diese Leistungsträger präsentierte sich die Heimelf ganz anders als noch eine Woche zuvor in Forchheim. Viel präsenter, mit der nötigen Aggressivität und gutem Zweikampfverhalten zeigte die DJK gleich zu Beginn, dass man nicht gewillt war, die zweite Niederlage in Folge einzustecken. „Wir wussten, wie schwierig das wird in Gebenbach. Ich war hier und hab sie beim Sieg gegen den Würzburger FV (2:1) beobachtet. Sie können bei Ballgewinn schnell umschalten. Wir haben den Kampf angenommen und können mit dem Punkt absolut gut leben“, zeigte sich Viktorias Trainer Jochen Seitz mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden.

Erste DJK-Chance durch Ceesay

Überrascht hat Seitz mit der taktischen Ausrichtung seiner Elf. Nicht wie sonst üblich mit einer Dreier Abwehrkette, sondern mit einer Fünferreihe wählte er die defensivere Variante. Die erste große Möglichkeit des Spiels hatte Julian Ceesay. Der DJK-Abwehrchef stieg nach einer Ecke in der 7. Minute am höchsten – sein Kopfball landete aber nur am Querbalken. Es entwickelte sich ein intensives und kampfbetontes Spiel, das von Schiedsrichter Jürgen Steckermayer souverän geleitet wurde. Die Unterfranken hatte ihre erste und im Prinzip auch einzige echte Möglichkeit nach 20 Minuten. Gökhan Aydin lenkte eine Hereingabe von der rechten Seite knapp am linken Pfosten vorbei. „Wir haben eigentlich nur eine Torchance zugelassen und das ist gegen die beste Offensive der Liga schon hoch anspruchsvoll“, lobte DJK Trainer Faruk Maloku zurecht das Abwehrverhalten seiner Elf. Die hatte nach knapp einer Stunde (59.) wieder Pech, als Marco Seifert in bester Uwe-Seeler-Manier einen von Julian Ceesay über die Abwehr gechippten Ball mit den Hinterkopf an den Pfosten lenkte.

Nico Becker bringt Schwung

In der 71. Minute brachte Faruk Maloku doch noch Nico Becker für Martin Kopac. Und der DJK-Torjäger hätte noch zum Helden des Spiels werden können. In der 84. Minute setzte sich Timo Kohler über links durch, passte nach innen, und Becker schoss aus vier Metern SVA-Torhüter Riccardo Döbert an. Zwei Minuten später (86.) war er nach einem genialen Pass von Dominik Haller frei durch, schob das Leder aber um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. „Wir waren über die 90 Minuten näher dran am 1:0. Schade, dass wir nicht das entscheidende Tor geschafft haben“, so Faruk Maloku nach dem Schlusspfiff. „Aber den Punkt gegen die beste Mannschaft der Liga nehmen wir gerne mit. Es war für uns wichtig, dass wir keinen Fehlstart hinlegen“, war er am Ende ebenso zufrieden wie sein Gegenüber Jochen Seitz.

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