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Sport aus Amberg
Dienstag, 17. Juli 2018 28° 4

Fußball

FCA offenbart deutliche Schwächen

Amberger Bayernliga-Fußballer unterliegen abgezockten FSV Erlangen-Bruck 1:4 (0:2). Am Montag ist der TSV Aubstadt zu Gast.

Zum ersten Heimspiel nach der Winterpause hatte der FC Amberg (in Gelb mit Pascal Tischler) den FSV Erlangen-Bruck zu Gast im Stadion am Schanzl. Foto: Brückmann
Zum ersten Heimspiel nach der Winterpause hatte der FC Amberg (in Gelb mit Pascal Tischler) den FSV Erlangen-Bruck zu Gast im Stadion am Schanzl. Foto: Brückmann

Amberg.Duplizität der Ereignisse: War es vor knapp einer Woche bei der 1:8-Klatsche gegen den SC Eltersdorf ein früher Gegentreffer nach drei Minuten, der die Bayernliga-Fußballer des FC Amberg auf die Verliererstraße führte, dauerte es am Donnerstagabend vor 200 Zuschauern beim 1:4 (0:2) gegen den FSV Erlangen-Bruck nur ganze 120 Sekunden länger, ehe es das erste Mal im Kasten des Gastgebers klingelte. „Wir hatten mehr Spielanteile, aber Erlangen war vor dem Tor einfach abgezockter“, musste Ambergs Trainer Lutz Ernemann eingestehen.

Kritik vom Trainer

Dessen Elf hatte sich nach dem Eltersdorf-Debakel am Donnerstag am Schanzl eigentlich vorgenommen, Wiedergutmachung zu betreiben. Das gelang zum Teil, wenngleich den Gelb-Schwarzen unterm Strich der nötige Einsatzwillen erneut nicht abzusprechen war. Was letztendlich fehlte, war die Kreativität und Konsequenz im Offensivspiel und bei Standardsituationen. Hier offenbarten die Hausherren deutliche Schwächen und zeigte im Kampf um den Klassenerhalt schlichtweg zu wenig. „Mir fehlte das Körperliche und der letzte Willen meiner Jungs“, ließ Ernemann dann nach dem Schlusspfiff auch leichte Kritik aufkeimen.

Der Amberger Coach, der bis auf die verhinderten Martin Popp und Ermin Kojic auf seinen kompletten Kader zurückgreifen konnte, wollte „den Gegner durch eine stabilere Defensivleistung als gegen Eltersdorf erst einmal am Torschießen hindern“ und „nach vorne mehr zeigen“. Eine Vorgabe Ernemanns, die dessen Truppe aber nur unzureichend umsetzte. Denn schon nach fünf Minuten hatte Ambergs Schlussmann Max Bleisteiner das Nachsehen.

Den Gastgebern muss man dieses Mal aber zu Gute halten, dass sie danach nicht komplett auseinanderbrachen, sondern ihrerseits Initiative zeigten. So hatte Nico Herrndobler nach sieben Minute den Ausgleich auf dem Fuß, als er alleine vor FSV-Torhüter Mathias Beck auftauchte, aber ganz knapp am rechten Pfosten vorbei zielte.

Strafraumszenen waren Mangelware, wenn eine der beiden Mannschaften gefährlich vor dem gegnerischen Tor kam, dann durch Standardsituationen. Dass der FCA an diesem Abend mit einer besseren Leistung etwas holen hätte können, zeigte die Szene in der 20. Minute: Pascal Tischler legte den Ball quer auf Herrndobler, der aber aus 16 Metern am glänzend reagierenden Beck scheiterte. Ansonsten fehlten der Ernemann-Elf die nötigen Ideen, um die Erlangener Abwehr in wirklich ernsthafte Bedrängnis zu bringen.

Die Mittelfranken hingegen beschränkten sich darauf, den Vorsprung zu verwalten und präsentierten sich bei den wenigen Möglichkeiten, die sie hatten aber ungemein kaltschnäuzig. In der 32. Minute kam Jäckel, obwohl zwei Amberger Akteure bei ihm standen, nach einer Flanke an den Ball und köpfte zum vorentscheidenden 2:0 ein. „Amberg hat sich nie aufgegeben. Aber am Ende hat sich unsere Qualität durchgesetzt“, brachte es FSV-Coach Normann Wagner auf den Punkt. Passend dazu war die Chance von Ambergs Konstantin Keilholz (34.), dessen Fernschuss am linken Pfosten vorbeistrich.

Keine zwingenden Möglichkeiten

Von kompletter Resignation war nach dem Seitenwechsel bei den Vilsstädtern weiterhin nichts zu sehen, allerdings konnten sie sich aber keine zwingenden Möglichkeiten kreieren. Wie abgezockt Erlangen zu Werke ging, verdeutlichte schließlich die 60. Minute: Bastian Lunz flankte von der linken Eckfahne auf Moritz Fischer, der keine Mühe hatte zum 3:0 einzuköpfen. „Das sind wir erneut zu weit vom Gegner weggestanden“, analysierte Ernemann treffend.

Apropos treffend: Der einzige Amberger Treffer ging schließlich auf das Konto von Sebastian Schulik – von wem auch sonst? Der Angreifer erzielte mit seinem Elfmeter (67.), zuvor hatte Jan Sperber Herrndobler von den Beinen geholt, das 1:3. Damit markierte der FC-Stürmer bislang alle sechs Amberger Tore nach der Winterpause. Und es hätten für den nun wieder Mut fassenden FC noch mehr werden können, doch Schulik vergab seine drei Chancen in der 68. und 75. Minute. Als die Gastgeber in der Schlussphase die Abwehr weiter lockerten, kassierten sie nach einem Konter durch Oliver Seybold noch das 1:4 (85.).

Zeit zum Verschnaufen und Nachtrauern bleibt den Ambergern an diesem Wochenende nicht: Denn schon am Ostermontag geht es für die Vilsstädter weiter.

Am Montag um 15 Uhr kommt der TSV Aubstadt an den Schanzl, der sicherlich eine noch höhere Hürde als Erlangen-Bruck darstellen wird: „Gegen eine Spitzenmannschaft aus dem vorderen Tabellendrittel sind wir krasser Außenseiter. Wenn wir es schaffen unsere Leistung zu bringen und ans Limit gehen können, dann ist ein Punktgewinn möglich“, hofft Ernemann. (asl)

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