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Schanzl-Damen sind Regionalliga-Meister

Hoher Sieg über Ismaning und die gleichzeitige Manchinger Niederlage ermöglichen Amberg den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Mira Stegmann holte mit dem fünften Matchball einen Einzelpunkt für den TC Amberg am Schanzl. Foto: Brückmann
Mira Stegmann holte mit dem fünften Matchball einen Einzelpunkt für den TC Amberg am Schanzl. Foto: Brückmann

Amberg.Ist die Chance noch so klein, nutze sie. Das gelang den Damen es TC Amberg am Schanzl mit einem haushohen Sieg über den TC Ismaning und der gleichzeitigen Niederlage von MBB Manching gegen Schwaben Augsburg mit 4:5. Damit katapultierten sich die Schanzlerinnen am letzten Spieltag an die Tabellenspitze mit dem Recht auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Zunächst herrschte in Amberg eine gewisse Skepsis, denn Anita Husaric stand wegen ihres Finales in Stuttgart nicht zur Verfügung. Doch von Beginn an war der Tatendrang des gesamten Schanzl-Teams zu spüren. Martina Borecka an Position zwei zerstreute schnell alle Zweifel. Nach einer Stunde musste Jana Jais mit 6:1/6:2 die Waffen strecken. Karolina Vlachova auf Rang vier stellte mit strukturiertem Grundlinienspiel sofort die Weichen. Nach 6:1 im ersten Satz setzte sie – nach einer kleinen Delle beim 3:3 – die Signale wieder auf einen ungefährdeten 6:3-Sieg gegen Katherina Killi. Stefanie Ostermann trauerte ihrem Einsatz nach, denn Theresa Dittmar gab schon im ersten Spiel verletzt auf.

Nur Lena Ruppert unterlag

Im Topspiel hatte sich Lena Ruppert einiges vorgenommen. Sie agierte gegen Rebecca Sekulic, die Nr. 15 der deutschen Rangliste, unerschrocken auf Augenhöhe. Sie blieb keinen Schlag schuldig, konnte aber bei zwei Breaks den jeweiligen Vorsprung nicht halten. Die Ismaningerin bekam immer mehr Zug in die Bälle und machte den ersten Satz mit 7:5 zu. Im zweiten Durchgang zeigte Sekulic ihre Klasse und ließ sich mit 6:1 nicht mehr überraschen.

Mira Stegmann an Position drei spielte im ersten Satz äußerst druckvoll und hatte auf der Vorhand meist das bessere Ende für sich zum 6:3. Im zweiten Durchgang wurde sie nach einer 4:1-Führung zu zaghaft, spielte viel zu kurz, konnte sich jedoch nach 5:4 mit dem fünften Matchball gegen Jasmin Steinherr mit 6:4 ins Ziel retten. Katerina Siskova entnervte Susanne Strauß mit überraschenden Netzattacken und ansatzlosen Stopps zu einem glatten 6:0/6:1-Erfolg.

Nach einer 5:1-Führung in den Einzeln galt es nachzulegen. Das Dreierdoppel ging kampflos an Amberg. Coach Petr Strobl traf gegen Sekulic/ Jais die richtige Wahl. Mit sauberen Returns erzwangen Ruppert/Borecka ein 6:2, woraufhin die Gäste das Match kurzerhand aufgaben. Vlachova/Siskova sicherten schließlich den wichtigen achten Punkt durch ein überzeugendes 6:4/6:1 gegen Killi/Strauß.

Damit war der Fall eingetreten, dass drei Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze der Regionalliga Süd-Ost standen, so dass die Matchpunkte über die Vergabe der Meisterschaft entscheiden musste. Hier hatten die Damen des TC am Schanzl Amberg mit 39:15 (Einzel 25:11, Doppel 14:4) die Nase vor Manching und TC Schwaben Augsburg, die beide 37:17 hatten.

Auch im Satzverhältnis vorne

Übrigens spricht auch das Satzverhältnis am Saisonschluss für die Amberger: 82 gewonnenen stehen 37 abgegebene Sätze gegenüber. Manching erreichte 82:42 Sätze, Augsburg 80:41. Somit ist das Team von Petr Strobl letztendlich auch verdient Meister geworden, wobei man die einzige Saisonniederlage auf den eigenen Plätzen gegen den Favoriten MBB SG Manching hinnehmen musste. Dagegen hatte man nach den Auswärtsspielen beim TC Weiß-Blau Würzburg, CaM Nürnberg und TC Luitpoldpark München II eine blütenweiße Weste.

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