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Eishockey

14 Treffer im Spitzenspiel am Schanzl

Amberg und Haßfurt hielten bei ihrem Aufeinandertreffen nicht viel vom Taktieren. Am Ende hat der ERSC mit 6:8 das Nachsehen.
Von Günter Passler

6:8 musste sich der ERSC Amberg (in Schwarz Leon Koppitz und Goalie Carsten Metz) dem Tabellenführer Hassfurt beugen.  Foto: Andreas Brückmann
6:8 musste sich der ERSC Amberg (in Schwarz Leon Koppitz und Goalie Carsten Metz) dem Tabellenführer Hassfurt beugen. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Hoher Unterhaltungswert für die zahlreichen Zuschauer, aber ein Angriff auf die Nerven der beiden Trainer. Das Spitzenspiel der Eishockey-Landesliga zwischen den Amberger Wild Lions und den Haßfurt Hawks war vor allem eines – spannend bis zum Ende. Erst 22 Sekunden vor Schluss fiel die endgültige Entscheidung für den Spitzenreiter aus Franken, als der überragende Daniel Hora mit einem Schuss ins verwaiste Amberger Tor zum 6:8 traf.

Davor gab es ein weitgehend ausgeglichenes Duell, auch was die Torchancen betraf. Der ERSC musste fast ständig einem Rückstand hinterherlaufen, konnte aber viermal ausgleichen und stand nach der Schlusssirene doch mit leeren Händen da. „Ich bin mit dem Sieg natürlich zufrieden. Es war sehr hektisch, aber wir hatten das glücklichere Ende für uns“, fasste Volker Hartmann kurz zusammen. Der Hawks-
Coach sah „einen offenen Schlagabtausch, aber das gefällt keinem Trainer“. Zustimmung erhielt er da von seinem Amberger Pendant, Dan Heilman: „Trotz der vielen Tore haben die Goalies noch gut gehalten. Ich musste unserem Keeper Trost spenden, weil Carsten ja sehr viele Alleingänge und auch den Penalty pariert hat.“

Ohne Topscorers Felix Köbele

Es waren letztendlich nur Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden. Die Passquote bei den Gästen war gewiss höher, die nicht erzwungenen Scheibenverluste geringer und vor dem gegnerischen Tor gingen die Hawks bissiger zu Werke – zwei Treffer in Unterzahl und zwei weitere im Nachstochern sprechen durchaus dafür. Beim ERSC machte sich das Fehlen des erkrankten Topscorers Felix Köbele natürlich bemerkbar.

Der Auftakt aus Amberger Sicht war schon unglücklich, denn im ERSC-Powerplay nutzte Michal Babkovic einen Abspielfehler zum 0:1. Beim nächsten Überzahlversuch machten es die Löwen besser und Daniel Vlach jagte die Scheibe zum 1:1 in den Torwinkel. Dann kam der erste Auftritt von Hora, der mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie zum 1:2 traf. Kurz vor Drittelende nutzte Babkovic erneut ein Durcheinander in der Amberger Defensive zum 1:3.

Im Mittelabschnitt nahm die Partie weiter Fahrt auf und der ERSC meldete sich mit zwei Paukenschlägen zurück. Zunächst verwandelte Martin Brabec einen Alleingang unhaltbar, dann glich Kevin Schmitt ebenfalls per Schlagschuss zum 3:3 aus. Beispielhaft für das Hin-und-Her war die kurz da-rauffolgende Szene, denn zwischen den Großchancen von Hawks-Stürmer Timo Zürcher und Ambergs Felix Söllner lagen ganze fünf Sekunden. Beide Male blieben die Torhüter Sieger. Als die erstmalige ERSC-Führung in der Luft lag, schlug erneut der Gast in Person von Michael Breyer zu. Danach parierte Metz einen Penalty von Jan Trübenekr, aber die Freude darüber wehrte nur wenige Sekunden, dann traf erneut Hora zum 3:5. „Vom Kampfgeist her kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen und wir sind ja oft zurückgekommen“, lobte Heilman hinterher sein Team. Das kam quasi mit der Pausensirene durch Marc Roth zum 4:5 und in der völlig „wilden“ Anfangsphase des Schlussdrittels zum 5:5-Ausgleich von Daniel Krieger.

ERSC-Coach schaut nach vorne

Taktieren wurde nun von beiden Teams vernachlässigt, denn in den folgenden 73 Sekunden fiel die neuerliche Haßfurter Führung durch Lukas Kratschmer und Markus Hausners 6:6 – doch eigentlich hätte es auch schon 10:10 stehen können. Beim 6:7 von Christian Masel hatte man noch nicht das Gefühl, dass dies die Vorentscheidung sein konnte, aber trotz weiterer guten Gelegenheiten beiderseits fielen keine weiteren Treffer mehr – bis Hora die Scheibe im leeren Amberger Tor versenkte. Dan Heilman hatte die Niederlage schnell verwunden: „Der Wille war da, aber es sollte nicht sein. Wir schauen nach vorne auf die nächsten Aufgaben – und freuen uns auf die Aufstiegsrunde, wenn wir wieder auf Haßfurt treffen.“

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