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Kampfkunst

Aikidokas übten und feierten

Die jüngste Sparte des TSV Klardorf bringt Sportler aus ganz Europa zusammen. 2002 startete das Training.
Gerd Kühner

Verena Moritz ist die jüngste Schwarzgurtträgerin der Abteilung Aikido im TSV Klardorf.  Foto: Gerd Kühner
Verena Moritz ist die jüngste Schwarzgurtträgerin der Abteilung Aikido im TSV Klardorf. Foto: Gerd Kühner

Klardorf.Aikidokas aus ganz Europa trafen sich auf Einladung der jüngsten Abteilung des TSV Klardorf. Gäste aus mehreren Bundesländern, aus Litauen, Spanien, Frankreich, Italien und der Schweiz kamen zum Üben und zum Feiern. Die Sparte Aikido feierte ihr 17. Vereinsjubiläum. Als Lehrer konnte Patrick Cassidy, 6. Dan, vom Aikido in Montreux/Schweiz gewonnen werden. Aikido Klardorf hat eine feste Verbindung zu ihm. Cassidy ist Leiter der weltweit agierenden EAC (Evolutionary Aikido Community). Ihr gehören rund 30 Schulen an.

Aikido, auch als „Weg der Harmonie“ bezeichnet, ist ein Selbstverteidigungssystem, das auf dem Prinzip der Gewaltlosigkeit und dem Miteinander aufgebaut ist. Aikido ist rein defensiv und richtet sich nur gegen den Angriff, nie gegen die angreifende Person selbst. Die aggressive Energie des Angreifers wird durch Umlenken mittels Hebeln und Ausweichbewegungen neutralisiert.

Ein weiteres Hauptmerkmal beim Aikido liegt auf der Schulung der sozialen Einstellung gegenüber anderen. Gewaltbereitschaft und Aggressivität werden nicht toleriert. Durch das Wechseln von Täter- und Opferrolle wird den Schülern beigebracht, dass Nachgeben nicht verlieren bedeutet. Aikido soll Spaß machen und dabei auch zur Friedfertigkeit erziehen.

Gründungsvater Jochen Rester

2002 gründete Jochen Rester die Abteilung Aikido im TSV Klardorf und startete am 12. September 2002 die erste Übungsstunde. Mit einer gut besuchten Kindergruppe und einer Gruppe aus drei Erwachsenen ging es los.

Jochen Rester, der Leiter der Abteilung war damals mit dem braunen Gürtel graduiert und ist heute Inhaber des 3. Dan (3. Meistergrad). Über die Jahre gelang es ihm, viele andere Meister für Lehrgänge und Seminare zu gewinnen. Ebenso wurden in Klardorf Workshops mit anderen Kampfkünsten durchgeführt. In den vergangenen 17 Jahren brachte Klardorf bereits vier Dan-Träger (Meister) hervor. Besonders stolz ist Aikido Klardorf auf Verena Moritz, die seit Mai 2005, damals als Siebenjährige, in der Kindergruppe begann und nach deren Auflösung zur Erwachsenengruppe wechselte. Die vergangenen vier Jahre intensiven und ausdauernden Trainings ließen sie dieses Jahr den ersten Meistergrad erreichen. Da sie die jüngste Schwarzgurtträgerin ist, ist sie eine Hoffnungsträgerin, dass diese Kunst in Klardorf erhalten bleibt. Mittlerweile hat Aikido Klardorf sein Netzwerk international ausgeweitet. Zu Lehrgängen im europäischem Gebiet geht die Abteilung oft auf Reisen. Dazu gehören Aufenthalte bei befreundeten Schulen zum Training und zur Meditation.

Die Begegnung mit sich selbst

Das seit fünf Jahren von Aikido Klardorf ausgerichtete „Bavarian Castle Seminar“, ist eine feste europäische Größe und mittlerweile vorab ausgebucht. Das Seminar findet jährlich auf der Burg Trausnitz im Tal bei Pfreimd statt. So zeigt sich Aikido seinen Aktiven auf einer Seite als Kampfkunst, eine Kunst die seine Zeit braucht. Schnelle Erfolge gibt’s hier nicht.

Auf der anderen Seite zeigt Aikido viele Wege, etwas über sich selbst zu erfahren: Wie verhalte ich mich in stressigen Situationen? Wie viel Gelassenheit kann ich aufbringen? Wozu ist mein Körper fähig? Aikido ist sehr vielfältig. Neben einer Begegnung mit sich selbst, wird der Körper als Medium genutzt um über das Üben der Kampfkunst die eigene persönliche Entwicklung bewusst zu erleben. (skg)

Aikido entdecken

  • Neuzugänge:

    Wer Interesse an Aikido hat, kann einfach beim Training vorbeischauen oder sich unter www.aikido-klardorf.de über die Abteilung informieren.

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