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Amberger Handballer steigen in BOL auf

Das HG-Team dreht eine knappe Hinspielniederlage durch einen 31:29-Erfolg gegen den FC Neunburg vorm Wald.
Von Robert Torunsky

Augen zu und durch: Die HG Amberg (in orangefarbenen Trikots) setzte sich gegen Neunburg vorm Wald durch. Foto: Torsten Baier
Augen zu und durch: Die HG Amberg (in orangefarbenen Trikots) setzte sich gegen Neunburg vorm Wald durch. Foto: Torsten Baier

Amberg.Es war wie ein Elfmeterschießen im Fußball: Sowohl die HG Amberg als auch der FC Neunburg vorm Wald hatten den Aufstieg in die Handball-Bezirksoberliga verdient, nach zwei Relegationsspielen in weniger als 24 Stunden konnte es aber nur einen Aufsteiger geben. Die HG Amberg hatte das bessere Ende für sich und setzte sich nach der 28:29-Niederlage in Neunburg am Vorabend dann im Rückspiel am späten Sonntagnachmittag vor 600 Zuschauern in der proppenvollen GMG-Dreifachturnhalle mit 31:29 (15:12) durch.

In Neunburg hatten die Amberger zunächst ziemliche Probleme mit dem schnellen Spiel der Hausherren, konnten aber nach einer Steigerung im zweiten Durchgang mit 20:19 in Führung gehen. Eine Auszeit des FC streute dann Sand ins Getriebe und die Hausherren zogen durch vier Tore in Serie auf 23:20 davon. Ein Kraftakt der Amberger konnte die knappe 29:28-Niederlage in der mit harten Bandagen geführten Partie zwar nicht verhindern, aber zumindest erarbeitete sich das Team von Trainer Roman Will eine sehr ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel am Folgetag.

Starker Rückhalt der Fans

Vor einer prachtvollen Kulisse – der größten seit den Landesliga-Relegationsspielen 2012 – entwickelte sich erneut ein rassiges Duell auf Augenhöhe. Drei unbeantwortete Tore der HG ermöglichten eine 8:5-Führung, die die Hausherren bis zur 26. Minute sogar auf 15:10 ausbauen konnten. Die 5:1-Deckung funktionierte besser als die 6:0-Formation am Vorabend, doch die Pfalzgrafenstädter verkürzten bis zur Pause noch auf den 15:12-Halbzeitstand.

Aus der Statistik

  • Hinspiel:

    Die Statistik des ersten Spiels liegt aufgrund eines technischen Defekts nicht vor. Die Partie endete mit einem 29:28-Erfolg des FC Neunburg vorm Wald.

  • Rückspiel:

    HG Amberg – FC Neunburg vorm Wald 31:29: HG Amberg: Tor: Raschke, Beyer; Feld: J. Schaller, Zilak je 6, Schatz 5, Nachtman 5/3, Andersch 4, Lulla, Franz je 2, Kührlings 1 sowie Turner, M. Sammet, Maiwald und M. Schaller.

Nachdem der Vorsprung nach dem Seitenwechsel auf einen Treffer zusammengeschmolzen war (19:18), hatten die Amberger eine ganz starke Viertelstunde und zogen bis zur 51. Minute auf 28:22 davon. Nun häuften sich aber die Fehler und die Partie sollte, auch durch einige Hinausstellungen gegen die HG, doch noch zu einem Thriller werden, der die Nerven aller Beteiligten aufs Äußerste strapazierte. Die junge Amberger Mannschaft verlor den Kopf und tappte öfters in die Schussfalle: So arbeitete sich Neunburg in der letzten Spielminute auf 29:31 heran – und Amberg musste obendrein die Partie in Unterzahl zu Ende bringen.

„Kompliment an das ganze Team und großes Dankeschön an die Fans für die Gänsehautatmosphäre.“

Frank Mitschke, HG Amberg, Vorsitzender

Der Abschluss im finalen Ballbesitz erfolgte erneut zu früh: Doch der Langpass der Neunburger – ein Tor hätte den FC in die BOL gebracht – konnte abgefangen werden und der Jubel der Hausherren kannte keine Grenzen. Coach Roman Will ließ seiner Freude freien Lauf und herzte seine Spieler. HG-Vorsitzender Frank Mitschke: „Das war ein dramatisches, aber wunderbares Ende einer tollen Saison. Die Mannschaft hat sich den Aufstieg verdient und mich hat beeindruckt, wie sie die zahlreichen Ausfälle von Stammspielern verkraftet hat und welche Verantwortung die jungen Spieler übernommen haben. Kompliment an das ganze Team und großes Dankeschön an die Fans für die Gänsehautatmosphäre.“

Handicaps bestens gemeistert

Die Rückkehr der Herren der HG Amberg in die höchste Spielklasse des Bezirks Ostbayern ist angesichts des Durchschnittsalters und den angesprochenen Verletzungen – mit Christian Wismeth, Sebi Kistenpfennig, Max Schobert und Christoph Eimer standen vier wichtige Akteure im Entscheidungsspiel nicht zur Verfügung – in der Tat eine ganz starke Leistung. Ein großes Kompliment muss man auch den sympathischen Neunburgern und ihren Fans zollen, die alles gegeben haben und es nur ganz knapp nicht geschafft haben.

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