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Eishockey

Amberger Löwen bauen Siegesserie aus

Hampl wird am Sonntagabend beim 4:3-Verlängerungserfolg des ERSC gegen Vilshofen zum Matchwinner.

Die Amberger Wild Lions (in grauen Trikots) sind derzeit richtig in Fahrt. Foto: Andreas Brückmann
Die Amberger Wild Lions (in grauen Trikots) sind derzeit richtig in Fahrt. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Der ERSC Amberg hat den achten Sieg in Serie eingefahren, allerdings mussten die Wild Lions bei den Wölfen in Vilshofen Überstunden anhängen. Weil die Gastgeber knapp zwei Minuten vor dem Ende in Überzahl die 3:2-Führung der Amberger egalisieren konnten, war eine Verlängerung angesagt. In der Overtime fälschte dann nach 62 Sekunden Andreas Hampl unhaltbar einen Schlagschuss von Vaclav Benak zum „sudden death“ und dem 4:3 für die Löwen ab.

In der regulären Spielzeit hatte die Truppe von Dirk Salinger oft Schwerstarbeit zu verrichten, denn Vilshofen erwies sich als äußerst unangenehmer Gegner, der früh störte und in der Offensive immer gefährlich war. „Es ist nicht einfach für uns. Wir sind natürlich immer die Gejagten“, gestand Salinger. Mit dem Resultat konnte der ERSC-Coach leben, nicht aber mit der Chancenverwertung. „Wir haben unsere Konter nicht richtig ausgefahren, hatten etliche 2:1-Situationen“, erinnerte Salinger an das große Chancenübergewicht seiner Mannschaft. Allerdings hätte es auch ganz anders laufen können, wenn Torhüter Oli Engmann nicht wieder eine starke Leistung abgeliefert hätte, denn Vilshofen hatte auch genügend Möglichkeiten, die zu einem Erfolg der Wölfe gereicht hätten.

Bei Amberg fehlte Topscorer Felix Köbele, bei den Gastgebern Verteidiger Jaroslav Koma. Für den ERSC war es ein Auftakt nach Maß, denn schon nach 67 Sekunden brachte Bernhard Keil die Löwen in Führung, die sich dadurch vielleicht etwas zu sicher fühlten. Die Antwort der Wölfe ließ nicht lange auf sich warten. Ein verdeckter Schuss von Benjamin Franz und ein erfolgreicher Konter über Milan Blaha sah nach knapp acht Minuten plötzlich die Gastgeber in Front. Amberg danach mit mehr Torschüssen, Vilshofen aber wirkte zielstrebiger.

Zum Mittelabschnitt kamen die Löwen konzentrierter aufs Eis zurück, drückten vehement. Als logische Folge fiel der Ausgleich durch Peter Hendrikson. Es kam nun die beste Zeit des ERSC – aber etliche Großchancen verpufften. Richtig gut machte es dann Lukas Salinger, der einen Angriff über Verteidigerkollege Kevin Schmitt mit einem fulminanten Schlagschuss in den Winkel zur Amberger 3:2-Führung abschloss. Kurz vor Drittelende gab es bei doppelter Überzahl die Gelegenheit zum Ausbau des Vorsprungs, aber die Angriffsaktionen des ERSC wirkten hier zu umständlich.

Zu einem offenen Schlagabtausch entwickelte sich dann das Schlussdrittel. Es blieb unglaublich spannend und große Torchancen wurden nahezu im Minutentakt auf beiden Seiten notiert, wobei besonders der ERSC die von Coach Salinger angesprochenen Kontermöglichkeiten ungenutzt ließ. Eine Strafzeit gegen Amberg nutzte Wölfe-Stürmer Joachim Neupert in der Schlussphase zum Ausgleich. Das glücklichere Ende hatten dann aber nicht unverdient die Löwen für sich, dank Andi Hampl. (apg)

Statistik

Ergebnis: ESC Vilshofen – ERSC Amberg 3:4 n.V.(2:1,0:2,1:0,0:1)

Tore: 0:1 (2.) Keil (Vlach, Heilman), 1:1 (5.) Franz (Schwarz), 2:1 (8.) Blaha (Gomow), 2:2 (25.) Hendrikson (Keil, Vlach), 2:3 (31.) Salinger (Schmitt/4-4), 3:3 (58.) Neupert (Franz/5-4), 3:4 (62.) Hampl (Benak, Keil/4-3).

Strafen: Vilshofen 14, Amberg 10 Minuten + 20 (Schönberger).

Zuschauer: 150

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