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Handball

Auswärtspunkt für HG-Damen

Das hat es die gesamte vergangene Saison nicht gegeben: Ambergerinnen holen Zählbares in der Fremde. Die HG-Herren brechen ein.
Von Robert Torunsky

Alexander Franz von der HG Amberg – hier beim Relegationsspiel im Mai.  Archivfoto: Torsten Baier
Alexander Franz von der HG Amberg – hier beim Relegationsspiel im Mai. Archivfoto: Torsten Baier

Amberg.Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg holten mit dem 19:19 (10:9) bei der HSG Pyrbaum-Seligenporten einen Punkt. Damit gelang den Vils-städterinnen bereits im ersten Auswärtsspiel der Saison 2019/20 das, was in der abgelaufenen Runde nicht geklappt hatte: etwas Zählbares in fremder Halle.

Die ersatzgeschwächten Ambergerinnen kamen schlecht aus den Startlöchern und lagen nach etwas über drei Minuten mit 1:4 im Hintertreffen. Anschließend stabilisierte sich das Team von Spielertrainerin Nadine Pohl aber und drei Tore in Serie der starken Tina Lösch sorgten für den Ausgleich. Im Verlauf des ersten Durchgangs wechselte die Führung her und Pyrbaum/Seligenporten war es schließlich, das ein 10:9 mit in die Kabine nehmen konnte. Nach dem Seitenwechsel waren es dann die Gäste, die das Momentum auf ihrer Seite hatten und nach einem Tor von Pia Ludwig mit 13:11 führten. Eine Schwächephase sorgte für einen zwischenzeitlichen 13:15-Rückstand, von dem sich Amberg aber nicht irritieren ließ. Angetrieben von der überragenden Victoria Schaller (zehn Tore) und der bärenstarken Torhüterin Laura Porst holte sich die HG knapp drei Minuten vor dem Ende die Führung zurück (19:18). Zwei Zeitstrafen sorgten aber dafür, dass die Ambergerinnen die Partie in Unterzahl beenden mussten und der HSG doch noch der Ausgleichstreffer gelang.

HG-Vorstandsmitglied Bernhard Karl sprach „trotz der unglücklichen Schlussphase“ von einem leistungsgerechten Unentschieden und lobte das junge Amberger Team für seinen Kampfgeist. Die Anzahl der Torschützinnen gilt es zu verbessern; dennoch dürfte das erste Erfolgserlebnis in fremder Halle nach weit über einem Jahr für Selbstvertrauen sorgen.

An Sensation geschnuppert

Eine Hälfte lang durften die Bezirksoberliga-Handballer von der Sensation träumen, in der Endabrechnung mussten sie sich dem Titelkandidaten ESV 1927 Regensburg dann doch deutlich mit 16:25 (8:9) geschlagen geben. Die Ausgangslage vor dem Anpfiff war klar: Die Vilsstädter hatten nach ihrem Auftaktsieg gegen Mitaufsteiger Buckenhofen Selbstvertrauen getankt und nichts zu verlieren. Der Vorjahresvizemeister aus Regensburg stand nach der Auftaktniederlage in Forchheim dagegen richtig unter Druck. Mit einer guten Defensivleistung – Torhüter Dominik Raschke konnte dazu einige Hochkaräter der „Eisenbahner“ vereiteln – machten die Gäste dem Favoriten aus der Bezirkshauptstadt zu Beginn das Leben richtig schwer.

Die HG-Teams

  • Damen:

    Tor: Porst, H. Ludwig; Feld: Schaller 10/3, Lösch 6, P. Ludwig 3 sowie Pohl, Behringer, Kardos, Karl, Baltz, Grasmik, Sommer, Mertel.

  • Herren:

    Tor: Raschke, Kiener; eld: Zilak 10/3, Turner 2, Andersch, Lulla, Franz je 1, Nachtman 1/1 sowie Kührlings, Wurm, Sammet, J. Schaller, Kistenpfennig und Graf.

Auch im Angriff agierte die HG couragiert und sicherte sich so nach knapp 15 Minuten eine überraschende 6:4-Führung. In der Folgezeit verpassten es die Amberger aber, konsequenter zu agieren und eine eigentlich fällige Halbzeitführung mit in die Kabine zu nehmen. Regensburg zog mit dem knappen 9:8-Vorsprung zur Pause den Kopf noch einmal aus der Schlinge.

Nach dem Seitenwechsel hatte die Gäste der Mut verlassen. Die Angreifer scheiterten immer wieder am bärenstarken ESV-Keeper Maxi Miersch, der zudem seine Vorderleute mit zahlreichen, mitunter spektakulären Konterpässen fütterte. Diese vielen einfachen Gegentore brachen den Ambergern das Genick und die lange Zeit ausgeglichene Partie glitt der Mannschaft von Trainer Roman Will aus den Händen.

Youngster zahlten Lehrgeld

Amberg fehlten die einfachen Treffer aus Kontern komplett; auch von den Flügeln kamen nicht die gewohnten Tore. „Ohne diese Tore kannst Du nicht gewinnen.“ Einige der vielen jungen HG-Spieler mussten Lehrgeld zahlen. Zudem brachte die HG-Deckung ESV-Wirbelwind Matteo groß (12 Tore) nicht mehr unter Kontrolle. Die Bestnote im Amberger Team verdiente sich David Zilak, der als einziger Angreifer ESV-Keeper Miersch auf der Rolle hatte und zehn Tore markierte. „Schade, dass wir aus der ersten Hälfte nicht mehr gemacht haben“, resümierte Betreuer Markus Hartleb. Aufgrund des Rückzugs der SG Naabtal ist Amberg am Wochenende spielfrei, so dass mehr Zeit bleibt, sich auf das schwere Spiel in Forchheim vorzubereiten.

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