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Eishockey

Benjamin Frank kommt zum ERSC Amberg

Verteidiger kommt aus Pegnitz. Wichtiger als das erfolglose Vorrundenfinale in Vilshofen: Keine weiteren Ausfälle bei Amberg.
Von Günther Passler

Nach dem Heimsieg über Trostberg (Foto) verlor der ERSC Amberg das Abschlusspiel der Vorrundein Vilshofen,  Foto: Andreas Brückmann
Nach dem Heimsieg über Trostberg (Foto) verlor der ERSC Amberg das Abschlusspiel der Vorrundein Vilshofen, Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Beim letzten Vorrundenspiel in Vilshofen zusätzliche Ausfälle zu vermeiden, das hatte man sich im Lager des ERSC Amberg gewünscht, und die Löwen sind dahingehend auch ungeschoren davongekommen. Das Spiel verlor die Löwen-Rumpftruppe zwar mit 2:4, aber das Resultat hatte eher statistischen Wert und die Umstände – neun ERSC-Spieler fehlten – taugen nicht für eine Wertung als „Generalprobe“.

Viel wichtiger ist da schon, bis zum kommenden Wochenende soweit wie möglich wieder komplett zu werden, denn zum Auftakt der Bayernliga-Aufstiegsrunde wartet auf die Wild Lions ein „Doppel-Hammer“: Am Freitag zuhause gegen die Buchloer Piraten und am Sonntag beim souveränen Vorrundenmeister der Gruppe 2, den Donau Devils aus Ulm/Neu-Ulm. Die gute Nachricht: Mit Benjamin Frank kommt eine weitere Verstärkung aus Pegnitz zum ERSC Amberg.

In Vilshofen musste Coach Dan Heilman im Prinzip jede seiner Reihen „umbauen“, sofern er sie überhaupt komplett bekam. Neuzugang Florian Bocu gab sein Debüt, durchaus vielversprechend, aber eben noch ohne Bindung. Das Anfangsdrittel verlief ohne größere Höhepunkte, sieht man einmal davon ab, dass der ERSC hier einige Gelegenheiten zum „Unterzahl-Training“ bekam, diese Situationen aber unbeschadet überstand. In der Schlussminute fand ein abgefälschter Schuss von Alex Schwarz aber doch den Weg ins Amberger Tor.

Vilshofener Verteidiger trafen

Die erste Powerplay-Chance im Mittelabschnitt nutzte Daniel Troglauer zum 1:1-Ausgleich. Die Partie verlief weiter ausgeglichen, ehe erneut Schwarz für die Gastgeber einnetzte. Die Amberger Antwort – diesmal durch Stefan Huber – folgte nur 37 Sekunden später mit dem 2:2. Dann mussten die Löwen doch einen Gegentreffer in Unterzahl hinnehmen – das 3:2 durch Roman Nemeczek war gleichzeitig auch das dritte Verteidiger-Tor der Wölfe.

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels traf auch einmal ein Vilshofener Angreifer. Das 4:2 durch Dominik Retzer nach kaum zwei Minuten sollte schon das Endresultat bedeuten. Die Angriffsbemühungen beider Teams hielten sich in Grenzen, wenn auch beiderseits die ein oder andere Möglichkeit zur Resultatsveränderung vorhanden war.

Statistik

  • ESC Vilshofen – ERSC Amberg 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)

  • Tore: 1:0 (20.) Schwarz (Murr), 1:1 (24.) Troglauer (Köbele, Schmitt/5-4), 2:1 (33.) Schwarz (Vitovec), 2:2 (34.) Huber (Köbele, Meier), 3:2 (38.) Nemeczek (Hackl/5-4), 4:2 (42.) Retzer (Toth).
    Strafen: Vilshofen 12, Amberg 16 Minuten
    Zuschauer: 150

  • Terminplan Bayernliga-Aufstiegsrunde

  • 10. Januar, 20 Uhr: ERSC – ESV Buchloe
    12. Januar, 18 Uhr: VfE Ulm/Neu-Ulm – ERSC
    17. Januar, 19.30 Uhr: EV Dingolfing – ERSC
    19. Januar, 18.30 Uhr: ERSC – EV Moosburg
    24. Januar, 19.30 Uhr: ESC Haßfurt – ERSC
    26. Januar, 18.30 Uhr: ERSC – EHC Bad Aibling
    31. Januar, 20 Uhr: ERSC – ESC Kempten
    7. Februar, 19.30 Uhr: EHC Bad Aibling – ERSC
    9. Februar, 18.30 Uhr: ERSC – ESC Haßfurt
    14. Februar, 19.30 Uhr: EV Moosburg – ERSC
    16. Februar, 18.30 Uhr: ERSC – EV Dingolfing
    21. Februar, 20 Uhr: ESV Buchloe – ERSC
    23. Februar, 18.30 Uhr: ERSC – VfE Ulm/Neu-Ulm
    1. März, 18 Uhr: ESC Kempten – ERSC
    Die ersten vier Mannschaften der Tabelle (Erster – Vierter, Zweiter – Dritter) spielen im Play-Off-System „Best of 3“ die Teilnehmer für das Landesligameister-Finale aus (6. bis 13. März). Die beiden Sieger ermitteln den Landesliga-Meister im Play-Off-System „Best of 3“ und sind gleichzeitig Aufsteiger in die Eishockey-Bayernliga. (apg)

Bei der Verpflichtung von Benjamin Frank von den Pegnitzer Ice Dogs ging es am Ende dann ziemlich schnell: Der 33-jährige Verteidiger, gebürtiger Amberger, kommt mit sofortiger Wirkung zu den Wild Lions. Der Eishockey-Landesligist meldete akuten Bedarf, denn nach dem Ausfall von Markus Hausner (Kahnbeinbruch) erwartet auch Daniel Krieger offenbar einen operativen Eingriff an der Schulter:

Vor zwei Jahren schon in Amberg

„Wir mussten schnell handeln und der Kontakt zu Benji war ja nicht abgerissen“, beschreibt Löwen-Obmann Chris Spanger die Situation. Die Hoffnung auf einen „verletzungsfreien Kader“ zur Bayernliga-Aufstiegsrunde hat sich damit als trügerisch erwiesen.

Benjamin Frank spielte zuletzt in der Saison 2017/18 für den ERSC, danach beim EV Pegnitz. Er verfügt über die Erfahrung aus 318 Oberligaspielen, unter anderem für Weiden, Deggendorf und Miesbach. Erst kürzlich beim „Weihnachts-Derby“ hatte Frank noch für die Ice Dogs gegen den ERSC gespielt und eine ordentliche Partie abgeliefert. (apg)

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