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Eishockey

Der ERSC Amberg ist zum Siegen verdammt

Der ERSC Amberg muss am Sonntag mit dem ESC Geretsried einen ganz dicken Brocken aus dem Weg schaffen.
Von Günter Passler

Auch wenn die Amberger nicht in Bestbesetzung antreten können, brauchen sie einen Sieg, wenn sie nicht ins Hintertreffen geraten wollen. Foto: Brückmann
Auch wenn die Amberger nicht in Bestbesetzung antreten können, brauchen sie einen Sieg, wenn sie nicht ins Hintertreffen geraten wollen. Foto: Brückmann

Amberg.Die Amberger Wild Lions sind in der Verzahnungsrunde zur Eishockey-Bayernliga praktisch zum Siegen verdammt, wollen sie nicht schon frühzeitig ins Hintertreffen geraten. Am Sonntag, 18.30 Uhr, kommt nun die Mannschaft ins Stadion am Schanzl, die von allen Gegnern am stärksten eingeschätzt wird – doch auch der Favorit hat so seine Anlaufprobleme.

Die River Rats des ESC Geretsried schafften es in der Vorsaison noch bis ins Viertelfinale der Playoffs zur Oberliga, weshalb der zehnte Rang dieses Jahr schon etwas enttäuschend ist. Nun sind die Rats aber mit einer 4:7-Heimniederlage gegen Kempten gestartet und damit selbst schon unter Zugzwang. Das zweite Spiel in Vilshofen wurde wegen der Witterungsverhältnisse schon nach dem ersten Drittel abgebrochen.

Da war allerdings der ursprüngliche Coach, Ludwig Andrä, schon nicht mehr dabei. Die Verantwortlichen hatten sich nach „einer absolut erschreckenden Leistung in Kempten“, so Vorstandsmitglied Peter Holdschik, zu einem Trainerwechsel entschieden und dabei eine interne Lösung bevorzugt. U-20-Coach Sebastian Wanner leitet nun zusammen mit Holdschik das Team. Am gestrigen Freitag hatte das „neue“ Duo gegen Haßfurt schon eine echte Bewährungsprobe.

Tabellensituation

  • Gruppe C:

    In die Verzahnungsrunde zur Bayernliga ist der ERSC Amberg mit zwei Niederlagen gestartet und steht damit ohne Punkt auf dem siebten Platz unter acht Mannschaften.

  • Gegner:

    Der ESC River Rats Geretsried ist mit einer 4:7-Niederlage ebenfalls schlecht in die Verzahnungsrunde gestartet. Das Spiel in Vilshofen wurde wegen des schlechten Wetters abgebrochen.

Von der Substanz des Kaders her muss man Geretsried aber trotz des Ausrutschers für einen Rang unter den ersten Drei nominieren. Das Team hatte während der Bayernligasaison den fünftbesten Angriff mit Topscorer Ondrej Horvath oder den erfolgreichen Stürmern Benedikt May und Maximilian Hüsken, die wie ein großer Teil der Mannschaft aus der Bad Tölzer Schule kommen. Zuletzt wurde noch der tschechische Verteidiger Ondrej Stava vom EC Bad Kissingen verpflichtet, der mit Horvath schon zusammen in Znojmo (CZ) spielte. Dass es nicht ins obere Tabellendrittel reichte, lag wohl an den vielen Gegentreffern, was bei einem Torhüter wie Martin Morczinietz (unter anderem Augsburg, Bremerhaven, Bietigheim) schon etwas verwundert.

Hilft Boris Flamik den personell gebeutelten Ambergern aus? Foto: abm
Hilft Boris Flamik den personell gebeutelten Ambergern aus? Foto: abm

Für den ERSC dürfte das gestrige Spiel in Vilshofen kein Zuckerschlecken gewesen sein. Man kann nur hoffen, dass es dabei nicht noch zu weiteren Ausfällen geführt hat. Neben dem verletzten Daniel Vlach fehlt weiter Andreas Hampl, dessen Matchstrafe gegen Buchloe mit einer Sperre von vier Partien (!) geahndet wurde. Auch mit Dominik Schopper ist wohl nicht zu rechnen, weshalb Chris Spanger tagtäglich auf der Suche nach einem Joker ist. Möglicherweise hat ihn der Obmann ja in Person von Boris Flamik gefunden. Der ehemalige Abwehrchef der Löwen hat seine Bereitschaft zum Aushelfen bekundet und sollte zum Abschlusstraining auf dem Eis stehen. Der Spielerpass von Flamik ist ja ohnehin noch beim ERSC.

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