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Amberg

Der FC Amberg trauert um Werner Aichner

Am vergangenen Donnerstag ist der zweimalige „Retter“ des FC Amberg nach schwerer Krankheit verstorben.

Werner Aichner starb am vergangenen Donnerstag. Foto: xsp
Werner Aichner starb am vergangenen Donnerstag. Foto: xsp

Amberg.Auf viele Jahre angestoßen wurde am 3. Januar 2011, da feierte Werner Aichner seinen 70. Geburtstag. Seinerzeit hatte seine Gattin Christa die Hoffnung ausgesprochen, dass er sich jetzt mehr Zeit nehmen sollte für gemeinsame Urlaube im Wohnwagen in Bad Gastein, wo seit Jahrzehnten das Refugium der Familie ist. Er sollte künftig seinen Terminkalender im Griff haben – nicht umgekehrt. Viele Jahre waren ihm dann allerdings nicht mehr vergönnt, am vergangenen Donnerstag ist Werner Aichner nach schwerer Krankheit verstorben.

Sein Leben war ein stets gewissenhaft ausgeführtes Ehrenamt für den Sport. Aichner stand immer im Spannungsfeld zwischen Verein und Öffentlichkeit, er war hartnäckig, setzte seine Arbeit konsequent durch und hatte mit seiner Beharrlichkeit Erfolg. Seit 1956 war das so, der TV Amberg war seine sportliche Heimat, Fußballer, A-Junior, Trainer, Kassier und Abteilungsleiter bis 1996. Darauf folgte seine wohl größte sportliche Leistung: Der damalige Bayernligist 1. FC Amberg hatte 1995 seinen Spielbetrieb eingestellt. Vom Stadion bis zu den Trikots und den Trainern hat Aichner den Spielbetrieb mit unglaublichem persönlichen Engagement weitergeführt und so 350 Jugendfußballern den Sport weiter ermöglicht.

Er fing mit dem FC Amberg in der A-Klasse an, führte ihn immer mit einem Plus in der Vereinsschatulle und 2003 schuldenfrei in die Landesliga. Das sei „seine größte Freude gewesen“, ließ er wissen. Zu sagen, wäre Aichner damals nicht gewesen, hätte es den FC Amberg nicht gegeben, ist wahrlich nicht verkehrt. Er wollte es danach etwas langsamer angehen lassen, aber daraus wurde nichts. Er hat seinen Rücktritt 2016 angekündigt und diesen im Juli 2017 auch vollzogen. Da hatte der Verein die Wirren der Regionalliga hinter sich gebracht, verantwortlich dafür war nicht Aichner. Mit dem Kurs und der Vereinspolitik des FC Amberg war er auch nicht immer einverstanden. Im August 2017 verließen dann die Verantwortlichen quasi über Nacht den Verein, im Mai 2018 fing der FC Amberg in der Bezirksliga an.

Zum zweiten mal war Aichner dann der Retter des FC Amberg: Er sprang nochmals in die Bresche, sein Rat war gefragt und unentbehrlich. Bis zuletzt stand Werner Aichner noch auf der Tartanbahn, schon gezeichnet. Seine Frau Christa, seine Töchter Petra und Marion sowie sein Sohn Christian – die wussten, wie es um ihn steht.

Beerdigung ist am Mittwoch um 14 Uhr am Dreifaltigkeitsfriedhof in Amberg. (aog)

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