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Der Leader verlässt VC Amberg

David Fecko sucht noch einmal eine neue sportliche Herausforderung. Er wechselt in die 2. Bundesliga zum TSV Mühldorf.
Von Gerd Spies

VC-Manager Gerd Spies überreichte David Fecko ein Geschenk als Erinnerung an Amberg.
VC-Manager Gerd Spies überreichte David Fecko ein Geschenk als Erinnerung an Amberg. Foto: Gerd Spies

Amberg.Vor vier Jahren, als die Bayernliga-Mannschaft des VC Amberg aus der Taufe gehoben wurde, war er schon dabei! Drei Jahre lang führte er als Spielertrainer die Mannschaft, stieg mit ihr vergangenes Jahr sogar in die Regionalliga auf. Jetzt konnte er den Verlockungen eines Bundeliga-Vereins nicht mehr widerstehen. David Fecko verlässt den VC Amberg.

„Er hinterlässt nicht nur eine große Lücke, er reißt ein tiefes Loch – sowohl als Spieler, besonders aber auch als Mensch“, bedauert VC-Manager Gerd Spies den Weggang seines Spielertrainers. Er lässt ihn nur schweren Herzens ziehen, auch wenn er natürlich Verständnis für dessen Entscheidung hat. Schließlich machte der Zweitligist TSV Mühldorf dem Amberger Mittelblocker ein hervorragendes Angebot.

Zwei Jahre lang hatte der oberbayerische Verein um David Fecko geworben, jetzt mit Erfolg. Auf einem Trainer-Lehrgang in Oberhaching war der Verein auf ihn aufmerksam geworden, hatte seitdem immer wieder den Kontakt gesucht. Ab der kommenden Saison greift der jetzt 30-jährige Slowake für die Oberbayern in der 2. Bundesliga an. „Ich will es noch einmal wissen“, begründete David Fecko gegenüber dem Teammanager seine Entscheidung, die ihm sehr schwer gefallen sei.

Über Neumarkt zum VC

In Stará Lubovnâ, einem kleinen Städtchen im Nordosten der Slowakei, lernte David Fecko das Volleyballspielen. Mit 17 Jahren bereits stand er im Kader der Erstliga-Mannschaft, träumte von einer Profi-Karriere im Ausland. Mit 24 Jahren wagte er schließlich gemeinsam mit seiner jetzigen Frau Daniela den Schritt nach Deutschland, landete beim damaligen Zweitligisten ASV Neumarkt. Nach dessen Abstieg vor vier Jahren entstand der Kontakt zu Gerd Spies, der ihn nach Amberg holte.

Vor drei Jahren übernahm der Mittelblocker auch die nicht leichte Aufgabe eines Spielertrainers, die er im vergangenen Jahr mit dem Aufstieg in die Regionalliga krönte. Besonders die jungen Spieler im VC-Team waren ihm ein Anliegen, ihre hervorragende Entwicklung haben sie ihm zu verdanken.

„Ich habe mich sehr wohl in Amberg gefühlt, sowohl sportlich als auch beruflich“, blickt David Fecko auf die vergangenen vier Jahre zurück. Beim Elektro-Unternehmen Hardy Barth in Schwend konnte er die berufliche Ausbildung in seinem „Traumberuf“ Elektrotechniker absolvieren. Vor gut einem Jahr bekam das Ehepaar Fecko Nachwuchs, Klein-David lernt gerade das Laufen, vermutlich auch schon das Pritschen und Baggern. Die Zelte hier in Amberg abzubrechen fällt den Feckos nicht leicht, auch wenn David Senior sich auf die Aufgabe beim TSV Mühldorf riesig freut.

Saisonstart Ende September?

Personell die Lücke zu schließen und den Kader zu ergänzen war für Team-Manager Gerd Spies die große Aufgabe in den vergangenen Wochen. Nach dem jetzigen Stand sind die Aussichten günstig, wieder mit einer schlagkräftigen Truppe in die neue Saison gehen zu können.

In den nächsten Tagen dürften dann auch die Verträge unterschrieben sein, so dass der Verein schließlich auch den Vollzug vermelden kann. Ende September, so die Planungen des Volleyball-Verbands, soll dann auch der Startschuss für die Hallen-Saison 201/21 fallen. Vorausgesetzt, Corona macht den Planungen der Volleyballer nicht wieder einen Strich durch die Rechnung.

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