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Eishockey

Die Amberger Löwen sind in der Pflicht

Der ERSC steht vor einem vorentscheidendem Doppelspieltag. Nach dem Spiel gegen Dorfen müssen die Lions nach Buchloe.
Von Günter Passler

Die Eishockeyspieler des ERSC Amberg (in Schwarz) stehen vor einem vorentscheidenden Wochenende. Foto: Andreas Brückmann
Die Eishockeyspieler des ERSC Amberg (in Schwarz) stehen vor einem vorentscheidenden Wochenende. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Gerade in einer Qualifikationsrunde kommt es häufiger zu „Sechs-Punkte-Spielen“. Dem ERSC Amberg stehen an diesem Wochenende in der Bayernliga-Verzahnungsrunde gleich zwei davon ins Haus. Sonntag reisen die Wild Lions nach Buchloe, aber zuerst kommen am Freitag, 20 Uhr, die Eispiraten des ESC Dorfen nach Amberg.

Die Tabellensituation von den Rängen zwei bis fünf in der Gruppe ist sehr eng und so ist es für Amberg ein schon vorentscheidender Doppelspieltag. Die Mannschaft von Dirk Salinger ist „gut drauf“, hat vier der letzten fünf Spiele gewonnen und müsste die Serie fortsetzen, um im „Geschäft“ zu bleiben.

Der Unterschied zu Dorfen, das einen Rang vor dem ERSC steht, beträgt aktuell nur ein Pünktchen. Das Hinspiel verlor der ERSC etwas unglücklich mit 3:5 in Dorfen. Nach einer besonderen Odyssee wegen eines Schneechaos in Niederbayern ist man damals etwas verspätet eingetroffen und deshalb auch mit unzureichender Vorbereitung ins Spiel gegangen.

Partie war sehr ausgeglichen

Die Partie war weitgehend ausgeglichen, am Ende sprach die bessere Chancenverwertung für die Eispiraten von Coach Petr Vorisek. Überragender Akteur bei Dorfen war seinerzeit Center Lucas Miculka, der an allen Treffern seines Teams beteiligt war. Der ist allerdings derzeit verletzungsbedingt außer Gefecht.

Dessen Partner Tomas Vrba hat nun die Hauptlast zu tragen, hat mit Michal Horky aus Burgau aber kurzfristig Entlastung bekommen und der wuchtige neue Stürmer passt sich immer besser ins Spiel der Eispiraten an.

Bei Dorfen geht aber dennoch die Abstiegsangst um und gerade bei Auswärtsspielen scheint der ESC Probleme zu haben. In Haßfurt gab es ein 3:10, was am „grünen Tisch“ bekanntlich wegen Haßfurter Verfehlungen bei den Durchführungsbestimmungen noch in einen 5:0-Erfolg geändert wurde. Aber auch in Schongau verlor Dorfen zweistellig (4:10). Dabei verletzte sich auch Torhüter Thomas Hingel und wurde durch den 43-jährigen Routinier Klaus Däffinger ordentlich vertreten. In Amberg soll Hingel aber wieder dabei sein.

Weiterhin mit personellen Sorgen hat aber auch der ERSC zu kämpfen. Am letzten Wochenende fehlten bereits Bernhard Keil und Daniel Vlach – aber es gab dennoch eine überzeugende Vorstellung gegen Haßfurt. Mit der Rückkehr von Vlach rechnet Obmann Chris Spanger schon am Freitag, aber bei Keil sind die Prognosen nicht gut. Die Rückenprobleme machen dem aktuellen Amberger Top-Torjäger große Probleme und der bezeichnet seine Einsatzmöglichkeiten selbst als „bescheiden“.

Schub fürs Selbstbewusstsein

Beim ERSC sind sich Trainer und Mannschaft der Bedeutung dieser Partie bewusst. Die Leistung gegen Haßfurt hat dem Selbstbewusstsein der Wild Lions natürlich einen gewaltigen Schub gegeben. Schwachpunkte gab es nicht wirklich zu erkennen und mit einer ähnlichen Vorstellung von Amberg hängen für Dorfen die Punkte doch in höheren Etagen.

Man weiß aus dem Hinspiel aber, dass die Eispiraten aus Dorfen ihre Treffer oftmals aus „einfachen“ Aktionen erzielen und deshalb schwer berechenbar sind. Dem Löwen-Team ist durchaus klar, dass es nun ans „Eingemachte“ geht.

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