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Relegation

Die DJK Gebenbach braucht ein Wunder

Nach der Pleite im Hinspiel rechnet sich die DJK nur noch wenige Chancen aus. Trotzdem soll der letzte Auftritt gelingen.

Marco Seifert (rechts) und das Gebenbacher Team konnten im Hinspiel gegen den TSV Rain/Lech nichts ausrichten. Foto: Jeff Fichtner
Marco Seifert (rechts) und das Gebenbacher Team konnten im Hinspiel gegen den TSV Rain/Lech nichts ausrichten. Foto: Jeff Fichtner

Gebenbach.All die Euphorie und all das Selbstbewusstsein halfen am Ende nichts: Im Relegationshinspiel gegen den TSV Rain/Lech wurde die DJK Gebenbach auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach einem völlig missglückten Auftritt, bei dem aber zumindest der Wille stimmte, musste sich die Mannschaft von Trainer Faruk Maloku vor den eigenen Fans mit 0:2 geschlagen geben. Zwar sorgten die 1500 lautstarken Zuschauer am Urspringer Weg für eine fast schon professionelle Atmosphäre, doch der große Traum vom Aufstieg in die Regionalliga Bayern scheint durch die Heimpleite eigentlich schon dahin zu sein.

Schon Minuten nach dem Abpfiff zeigte der Coach der DJK seine Enttäuschung ganz offen. „Der Tank ist leer. Uns hat einfach die Frische gefehlt“, erklärte Maloku. Große Hoffnungen auf eine Überraschung seines Teams hat er auch zwei Tage später nicht. „Wir konnte nicht an die Leistung gegen Rosenheim anknüpfen. Aufgrund des Ergebnisses machen wir uns für das Rückspiel keine Illusion. Wir benötigen ein kleines Wunder.“

Nichtsdestotrotz nimmt der 41-Jährige im Vorfeld des Auswärtsspiels in Rain am Lech aber nochmal seine Mannschaft in die Pflicht. Wichtig sei dabei vor allem, nochmal eine ordentliche Partie abzuliefern. „Wir wollen den Platz nach 90 Minuten erhobenen Hauptes verlassen können“, sagt Maloku. „Wir haben jetzt nur noch einmal einen Kraftakt zu stemmen. Danach geht es endlich in die Sommerpause.“

Gebenbach verzweifelte am TSV

Von Euphorie ist in Gebenbach mittlerweile keine Spur mehr. Zu souverän und abgezockt trat der TSV im Hinspiel auf, zu kaltschnäuzig verwertete der Tabellenzweite der Bayernliga Süd seine Chancen. Die Gebenbacher verzweifelten – trotz großem Engagement – an der Cleverness und Souveränität, die die Schwaben vor allem in der Defensive zeigten. Das Übrige erledigte Maximilian Käser, der die DJK mit seinen beiden Toren mitten ins Herz traf. „Wir haben es zu Hause verpasst, uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erarbeiten“, erklärt Maloku. „Viel zu stabil hat sich der TSV Rain/Lech präsentiert.“

Trauer oder Enttäuschung gebe es im Lager der Gebenbacher trotzdem nicht. „Im Gegenteil! Wir wissen, was wir in dieser Saison alles geleistet haben. Uns wurde dabei nie etwas geschenkt.“

Rain steht derweil bereits mit einem Bein in der Regionalliga und hat gegenüber Gebenbach einen haushohen Vorteil. Das Team von Coach Daniel Schneider kann beruhigt in das Rückspiel vor eigenem Publikum gehen und mit aller Geduld auf sich bietende Chancen warten – denn in der Pflicht steht schließlich der Kontrahent aus der Bayernliga Nord.

Maloku ist stolz auf sein Team

Maloku kann an diesem Samstag (16 Uhr) wieder auf das gleiche Personal bauen, wie am vergangenen Mittwoch. Zudem steht Gebenbachs Trainer auch Dominik Haller wieder zur Verfügung, der inzwischen wieder raus dem Urlaub zurückgekehrt ist.

Indes bedankt sich Maloku schon vor der Partie in Rain bei seinen Kollegen und vor allem den Anhängern der DJK: „Die beiden Relegationsspiele waren top organisiert und der große Zuschauerzuspruch war für uns ein tolles Erlebnis. Hut ab auch vor meinen Jungs, dem Trainerteam und dem ganzen Verein, vor dem, was wir in dieser Saison alles geleistet haben.“

Zu verlieren hat die DJK am Samstag nichts – und vielleicht liegt gerade darin der Schlüssel. Denn gerade im Hinspiel wirkten die Gebenbacher aufgrund der enormen Erwartungshaltung gehemmt. (ah)

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