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Bayernliga Nord

Die DJK Gebenbach spielte ohne Fortune

Beim 1:2 zum verspäteten Auftakt gegen Großbardorf haben die Gäste Hunger auf Erfolg – und einen exzellenten Keeper.
Von Jeff Fichtner

Gebenbach hatte sich gegen Großbardorf durchaus hohe Ziele gesteckt. Foto: Jeff Fichtner
Gebenbach hatte sich gegen Großbardorf durchaus hohe Ziele gesteckt. Foto: Jeff Fichtner

Gebenbach. Gegen eine Mannschaft wie den TSV Großbardorf kann man durchaus verlieren. Die kampferprobten „Gallier“, wie sie sich gern nennen, aus dem unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld sind seit Jahren eine feste Größe in der Bayernliga Nord und hier fast immer vorn dabei. Die DJK Gebenbach hat sich aber teuer verkauft bis zur 1:2-Niederlage.

Keine Spur war zu sehen von einer immer mal vermuteten Heimschwäche bei der Mannschaft von Chefcoach Faruk Maloku, die dieses Spiel sogar durchaus gewinnen konnte. Keine Spur auch davon, dass die lange Relegationsphase nach der vergangenen Saison noch tiefe Spuren hinterlassen hätte. Gebenbach war hellwach und auch konditionell auf der Höhe.

Folgerichtig hatte die DJK in der ersten Halbzeit überwiegend das Sagen. Spätestens nach dem 0:1 durch Adrian Reith (13.), das eher als „Unfall“ zur Kenntnis genommen wurde. Gebenbach kam jetzt so richtig in Fahrt, startete ein ums andere Mal sehenswerte Sturmläufe auf das Tor der Gäste, wurde aber zunächst nicht belohnt.

Für Zweifel bleibt wenig Raum

Das sollte sich bis zum Ende der ersten Halbzeit ändern. Die Fans der DJK hatten bis dahin hörbar schon ein ums andere Mal den Torschrei geübt, ihn aber dann doch noch nicht wirklich benötigt, sondern eher das eine oder andere Aufstöhnen. Immerhin rund 400 Zuschauer wollten diesen spannenden Start in die Bayernligasaison für die DJK Gebenbach miterleben, bei großer Hitze. Der Verein hatte gut vorgesorgt mit kalten Getränken und aufbauender Nahrung.

Die DJK Gebenbach durfte wegen der knapp verlorenen, kräftezehrenden Relegation insgesamt immerhin eine ganze „englische Woche“ lang erst mal noch pausieren. Sicherlich eine weise Entscheidung von oben.

Die Hausherren hatten allerdings im Spielverlauf dann schon, wie auch die Gäste, so ihre Probleme mit den hohen Temperaturen, gingen aber trotz alledem selbst auch mit einem wahren Heißhunger auf Erfolg zu Werke. Qualitativ haben die Hausherren in diesem Auftaktspiel auch die letzten Zweifler überzeugt, die nach dem verpassten Aufstieg in die Regionalliga Bayern eine besonders schwere weitere Spielzeit in der Bayernliga Nord vorausgesagt hatten und das auch weiterhin tun.

„Hundertprozentige“ Chancen

Das war in der schmucken Fußball-Arena der DJK Gebenbach am Urspringer Weg absolut sehenswerter Fußball auf hohem Niveau, von zwei echten Teams, die trotz allem auch auf individuell enorm starke Spieler bauen können. Zum Beispiel auf Gebenbacher Seite Fabio Pirner, der seine Mannschaft in der 39. Minute endlich belohnte. Gerade zur rechten Zeit - Fußballkenner sprechen nicht ohne Grund davon, dass ein Ausgleich noch vor der Halbzeitpause schon ganz andere Spiele mit entschieden hat. Dass es bereits bis zum Seitenwechsel noch einige weitere Chancen auf beiden Seiten gegeben hatte, steht auf einem anderen Blatt. Und die Fortsetzung hatte es dann besonders in sich.

Nach dem Wechsel stand nur einer felsenfest. Gäste-Keeper Julian Schneider hatte zuvor seine Hauptaufgabe darin gesehen, die zehn Feldspieler vor sich anzutreiben. Ein ums andere Mal ließ er nun die heftig, aber kontrolliert stürmenden Gebenbacher mit wahren Glanzparaden verzweifeln. Mindestens zwei „hundertprozentige“ Chancen machte Schneider zunichte. Einige kleinere Härten schlichen sich allmählich in das Spiel beider Teams ein; das allerdings war eher den Temperaturen geschuldet, denn unfair agierten die Mannschaften zu keiner Zeit.

Der TSV Großbardorf war dann aber auch noch nicht richtig satt und traf zum 2:1 durch André Rieß (65.) aus Sicht der Gäste. Das war knapp, aber sicher nicht ganz unverdient.

Nach dem 1:2 zum Saisonstart gegen den TSV Großbardorf sagte Gebenbachs Cheftrainer Faruk Maloku, das sei sicherlich noch keine echte Standortbestimmung. Dennoch sei diese Niederlage erst einmal sehr bitter, weil sie nach seiner Meinung vermeidbar gewesen wäre. Seine Mannschaft habe eine ganze Reihe erstklassiger Möglichkeiten nicht verwerten können.

Zum nächsten, dem erst zweiten Spiel in der Bayernliga Nord, setzt die DJK Gebenbach auch wieder einen Bus für alle Interessenten ein. Zusammen mit den Spielern können die treuen Fans am kommenden Samstag, 27. Juli, eine kleine Reise unternehmen. Für das Gastspiel beim TSV Abtswind mit Anpfiff um 16 Uhr ist Abfahrt beim DJK-Sportheim ab etwa 10.30 Uhr. (nff)

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