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Bayernliga

Die DJK verschenkt den Sieg

Gebenbach führt in Ansbach bereits mit 3:0, am Ende aber kämpfte sich die SpVgg zurück und holte sich noch einen Punkt.
Pascal Edenhart

Nico Becker trug entscheidend zum 3:3 bei der SpVgg Ansbach bei - hier in Aktion gegen den TSV Großbardorf. Foto: Jeff Fichtner
Nico Becker trug entscheidend zum 3:3 bei der SpVgg Ansbach bei - hier in Aktion gegen den TSV Großbardorf. Foto: Jeff Fichtner

Amberg.Einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand zu geben ist sicherlich der Albtraum eines jeden Fußballers. Für die DJK Gebenbach wurde dies am vergangenen Samstag in Ansbach bittere Realität. Trotz frühzeitiger 3:0-Führung musste sich das Team von Faruk Maloku letzten Endes mit einem 3:3 begnügen, weshalb man eher von zwei verlorenen als von einem gewonnenen Punkt sprechen muss.

Im Vergleich zum Last-Minute-Erfolg unter der Woche gegen den 1. FC Sand begann die Gastmannschaft auf zwei Positionen verändert, darunter Siegtorschütze Benjamin Epifani, der mit seinem zweiten Startelfeinsatz belohnt wurde. Für die DJK Gebenbach ging es allen voran darum, das Relegations-Hangover aus den ersten beiden Spielen vergessen zu machen und sich wieder die gewohnte Selbstverständlichkeit zurückzuholen, um langsam wieder den Anschluss an die oberen Tabellenplätze herzustellen. Betrachtet man nur die ersten 37 Minuten, so ging der Plan exzellent auf. In der Anfangsphase spielte ausschließlich die DJK. Die SpVgg Ansbach war auf dem Grün praktisch nicht anwesend. Auf Seiten der Gäste war noch nicht einmal ein fußballerisches Feuerwerk vonnöten, um sich Großchancen im Fünf-Minuten-Takt zu erspielen. Zunächst scheiterte Dominik Haller von halblinks am Pfosten (8.), wenig später wurde ein Abseitstor von Niko Becker zurückgepfiffen (12.), wiederum kurz darauf verpasste Benjamin Epifani eine vielversprechende Hereingabe nur knapp (17.).

Haller vergibt einen Strafstoß

Anschließend vergab man die wohl größte Chance, in Führung zu gehen. Nachdem der Schuss von Niko Becker nur durch ein unstrittiges Handspiel vereitelt werden konnte, zeigte der Unparteiische folgerichtig auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß schob Dominik Haller kläglich in die Hände des Ansbacher Schlussmanns, der keinerlei Probleme hatte, die Kugel festzuhalten. Doch schon wenig später platzte der Knoten und die längst überfälligen Treffer fielen wie am Fließband. Zunächst schickte Benjamin Epifani den auffälligen Niko Becker steil, der im Sechzehner einen Abwehrspieler ins Leere laufen ließ und von rechts ins kurze Eck vollendete (29.). Beim zweiten Treffer präsentierte die Ansbacher Hintermannschaft ein Paradebeispiel in Sachen Schläfrigkeit. Nach einer kurz ausgeführten Ecke agierte man viel zu passiv, ließ einen Querpass ohne Gegenwehr zu, welchen Kapitän Julian Ceesay per Hacke zu Andre Biermeier verlängerte, der keine Probleme hatte, das Leder über die Linie zu bringen (34.). Noch bevor sich die Gastgeber der kollektiven Schockstarre entledigen konnten, setzte Niko Becker noch einen drauf. Nach einem Steilpass über die Abwehr von Jonas Lindner düpierte Becker den Keeper mit einem Beinschuss (37.). Wer nun bereits von Vorentscheidung sprach, wurde hinterher eines Besseren belehrt. Der Ansbacher Coach schickte sechs Einwechselspieler zum Warmmachen und dieses Zeichen wirkte. Die SpVgg biss sich zunehmend in die Partie und wurde erstmals durch einen Distanzschuss gefährlich, den Michael Nitzbon erst im Nachfassen sichern konnte (41.).

Ansbach kämpft sich zurück

Kurz vor dem Pausenpfiff dann der Doppelschlag. Erst verkürzte Tom Abadjiew nach einer Hereingabe von halblinks auf 1:3 (43.), dann landete ein abgewehrter Ball von Nitzbon nach einem Schuss vom Strafraumeck vor den Füßen von Riko Manz, der den Anschluss herstellte (45.). Nach dem Wiederanpfiff versuchte die SpVgg Ansbach, den Druck aufrechtzuerhalten, doch auch die Gäste kamen immer wieder zu guten Kontermöglichkeiten, sodass auf beiden Seiten Chancen entstanden. Zunächst rettete der Gebenbacher Schlussmann nach einer flachen Hereingabe in höchster Not (51.), dann war Timo Kohler freistehend vor dem Tor zu uneigennützig und versuchte querzulegen anstatt den Torwart im Eins-gegen-Eins zu überwinden (64.). In der Schlussphase schmiss die Heimmannschaft noch einmal alles nach vorne und wurde belohnt. Nach ungeschicktem Festhalten von Andre Biermeier entschied der Referee auf Elfmeter, bei dem Nitzbon zwar das Eck ahnte, jedoch trotzdem chancenlos war (85.). (spa)

Die nächsten Spiele

  • Bayernliga:

    Auch in der Liga müssen die Gebenbacher wieder auswärts ran: Am kommenden Samstag gastiert Faruk Malokus Mannschaft beim Aufsteiger FC Viktoria Kahl.

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