MyMz

Eishockey

Die „Klassenbesten“ im Duell

Haßfurt erwartet den ERSC zum Landesliga-Gipfel.

Felix Köbele und Co. können sich in Haßfurt beweisen.  Foto: Andreas Brückmann
Felix Köbele und Co. können sich in Haßfurt beweisen. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.In der Eishockey-Landesliga ist alles wie gewohnt, sieht man mal vom kapitalen Fehlstart der als Mitfavorit gehandelten Waldkirchen Crocodiles ab. Keineswegs unerwartet stehen aber zwei Teams ganz oben, die am Freitag in Haßfurt die Schläger kreuzen. Um 19.30 Uhr treffen die gastgebenden Hawks auf den ERSC Amberg. Mit einem Spiel voraus steht Haßfurt vorne, dicht gefolgt von den Wild Lions.

Das heißt: Erster gegen Zweiter, aber auch stärkster Angriff gegen stabilste Abwehr. Die 67 Treffer der Hawks sind absolutes Höchstmaß für beide Landesligagruppen, und es ist kein Geheimnis, dass dies zu einem hohen Prozentsatz auf die Transfers der Haßfurter zurückgeht. Nach dem Abgang von Jakub Sramek war über einen Qualitätsverlust gemutmaßt worden, doch Neu-Trainer Volker Hartmann hat die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt und das Team unberechenbarer gemacht.

Jan Trübenekr hat die Rolle des Torjägers übernommen und Verteidiger Daniel Hora ist an der blauen Linie eine echte Waffe. Michal Babkovic und Neuzugang David Hornak „malochen“ für die Mannschaft. Mit Timo Zürcher, Michael Breyer und vor allem David Franek stehen noch weitere Akteure mit höherem Offensivniveau zur Seite.

Die Defensive kann mit den Leistungen nicht ganz mithalten, denn 29 Gegentore werden in der Liga auch nur von vier Teams „überboten“. Zumeist hat die Treffsicherheit vorne aber dieses Manko behoben. Zuletzt kam allerdings die Tormaschinerie ins Stottern, denn beim ESC Vilshofen gab es eine unerwartete 1:2-Niederlage – geschuldet wohl auch den Witterungsbedingungen im Freieisstadion. Coach Hartmann erwartet für das Freitags-Duell „einen Kampf auf Augenhöhe“ und wird mit dieser Einschätzung womöglich richtig liegen. Beide Kontrahenten befinden sich jedenfalls zielstrebig in Richtung Aufstiegsrunde, wofür sich jeweils die ersten vier Mannschaften beider Landesliga-Gruppen – unabhängig von der Reihenfolge – qualifizieren.

Der ERSC Amberg besitzt statistisch die sicherste Abwehr im Klassement. Neben dem Umstand, mit Oli Engmann und Carsten Metz über zwei herausragende Torhüter zu verfügen, ist der nächste Grund die hohe Bereitschaft zur Defensivarbeit aller Spieler auf dem Eis. Das ist nicht selbstverständlich, denn seit Saisonbeginn haben die Löwen mit einer stattlichen Zahl von verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen und müssen für die Erfolge hart arbeiten.

Da kommen die Nachrichten sicherlich nicht ungelegen, dass sich der schwarz-gelbe Kader wieder füllt. Nach den Trainingseindrücken vom Dienstag steht die Rückkehr von Patrick Billinger, Fabian Dolezel, Andreas Hampl und Daniel Troglauer bevor, was für Coach Dan Heilman deutlich mehr Alternativen eröffnet. (apg)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht