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Eishockey

Die Playoffs sind zum Greifen nah

Die Amberger haben es selbst in der Hand, sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Im letzten Heimspiel erwarten sie Ulm.
Von Günter Passler

Der ERSC Amberg (in Schwarz mit Felix Söllner, dahinter Daniel Troglauer) misst sich im letzten Heimspiel der Aufstiegsrunde mit Ulm.  Foto: Andreas Brückmann
Der ERSC Amberg (in Schwarz mit Felix Söllner, dahinter Daniel Troglauer) misst sich im letzten Heimspiel der Aufstiegsrunde mit Ulm. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Das letzte Heimspiel der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga steht am Sonntag ab 18.30 Uhr für den ERSC Amberg ins Haus. Die Wild Lions haben es noch selbst in der Hand, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Der Gegner stand vor den Freitagsspielen nur einen Zähler vor den Löwen – und hat im Hinspiel auch schon einen Warnschuss von Amberg bekommen.

Die Donau Devils des VfE Ulm/Neu-Ulm spielten eine überragende Landesliga-Vorrunde und wurden überlegen Meister in der Südwest-Gruppe. Bereits am zweiten Spieltag der Qualifikation hatten sie aber den ERSC zu Gast, der ihnen mit 5:2 die erste Heimniederlage beibrachte – bis heute deren einzige in der gesamten Saison. Die wichtigsten Faktoren waren seinerzeit eine hohe Effektivität der Amberger bei der Chancenverwertung – was man sich gerne öfter wünschen würde – sowie ein überragender Oli Engmann im ERSC-Tor, der die gegnerischen Stürmer schier verzweifeln ließ.

Die Donau Devils haben eine Aufbauphase hinter sich, sind in den letzten drei Jahren zu einer homogenen und leistungsstarken Mannschaft gewachsen – natürlich ein Verdienst ihres Trainers Robert Linke. Der sieht die Entwicklung seines Teams als vorderste Aufgabe und den Aufstieg als mögliche, aber nicht zwingende Folge. Die Vorzüge der Devils liegen deshalb auch in der mannschaftlichen Geschlossenheit, wobei natürlich diverse Spieler das Niveau anheben, aber die meisten davon sind aus der Region. Das gilt für die Stürmer Peter Brückner und Michael Simon, aber auch für Verteidiger Sebastian Koberger, die auch schon höherklassig unterwegs waren. Die Kontingentstellen besetzen die beiden tschechischen Stürmer Dominik Synek und Peter Ceslik. Beide haben sich auch schon Erfahrungen in Übersee angeeignet: Synek bei den Carolina Thunderbirds und Ceslik in El Paso. Die Entwicklung bei den Ulmern verdient jedenfalls höchste Anerkennung.

Auch der ERSC Amberg spielt eine respektable Aufstiegsrunde, abgesehen vom einen oder anderen unnötigen Punktverlust, was aber auch sämtliche Konkurrenten betroffen hat – sonst hätten sich einige Mannschaften schon deutlicher abgesetzt. Der Amberger Erfolg zuletzt über Dingolfing war wichtig für das Selbstvertrauen und Coach Dan Heilman hat seine Jungs auf die letzten Gruppenspiele eingeschworen: „Alle wollen den Erfolg. Wir müssen nach Möglichkeit voll punkten.“ Personell meldet der sportliche Leiter, Chris Spanger, annähernd Vollbesetzung: „Abhängig davon, wie das Freitagsspiel in Buchloe verlaufen ist, könnten wir vier komplette Reihen aufbieten.“

Das hat es über die gesamte Spielzeit auch nicht oft gegeben. Sicher nicht mehr dabei sein wird Stürmer Bernhard Keil, für den seine anhaltenden Rückenprobleme das Saison-Aus bedeuten.

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