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Eishockey

Die Rückkehr des Torjägers

Der Amberger Bernhard Keil trifft doppelt beim Comeback. Der ERSC Amberg besiegt starke Vilshofener mit 4:1.
Von Günter Passler

Im Spiel gegen den ESC Vilshofen wurde bei den Ambergern Torjäger Berni Keil (rechts) zum Spieler des Abends gewählt.  Foto: Andreas Brückmann
Im Spiel gegen den ESC Vilshofen wurde bei den Ambergern Torjäger Berni Keil (rechts) zum Spieler des Abends gewählt. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Der ESC Vilshofen leistet dem ERSC Amberg zwei Drittel lang erbitterten Widerstand, dann entschied ein unerwarteter Rückkehrer die Freitagspartie der Eishockey-Landesliga im Eisstadion am Schanzl zugunsten der Wild Lions.

Fast zwei Monate fehlte Bernhard Keil den Löwen verletzungsbedingt, im Schlussdrittel gegen starke Vilshofener Wölfe avancierte der Stürmer mit zwei Treffern und einer Torvorlage zum Matchwinner für sein Team: „Das zeigt, wie wichtig unser Captain ist. Das war ein super Comeback“, freute sich nicht nur Dan Heilman über die Rückkehr des Torjägers. Der ERSC-Coach wollte auch noch zwei weitere Akteure hervorheben: „Beide Torhüter waren sehr stark“, lobte er den Vilshofener Klaus Hieronymus und dessen Amberger Pendant, Oli Engmann. Diese beiden waren wohl hauptverantwortlich dafür, dass es nach zwei Dritteln nur 1:1 stand, denn beide waren oftmals im Brennpunkt. Gar torlos verlief der erste Abschnitt, in dem Daniel Krieger zwar den Pfosten traf, ansonsten aber die Gäste gefährlichere Angriffsaktionen verzeichneten.

Eine Schrecksekunde gab es auf Amberger Seite gleich zum Auftakt des zweiten Drittels zu verdauen, als Andreas Hampl nach einem an sich unscheinbaren Foul (Behinderung) auf dem Eis offenbar ohne Bewusstsein zusammenbrach und anschließend ins Klinikum gebracht wurde. Von dort kam allerdings kurz nach Spielende bereits die Entwarnung, dass es sich um eine Gehirnerschütterung handele. Der Allrounder war am Samstag auch bereits wieder zuhause.

Die Löwen bekamen nun besseren Zugriff auf Spiel und Gegner, die ganz zwingenden Chancen hielten sich zunächst aber weiter in Grenzen, bis Daniel Krieger nach Vorarbeit von Engmann und Felix Söllner auf die Reise geschickt wurde und im Fallen zum 1:0 traf. Lange währte die Freude auf ERSC-Seite jedoch nicht, denn nur wenig später glichen die Wölfe durch Maximilian Artmann aus – und das war zu diesem Zeitpunkt gewiss nicht unverdient.

„Vilshofen war sehr kompakt und schwer für uns zu bespielen. Aber eine gute Mannschaft findet zuhause einen Weg, und das haben wir im letzten Drittel gemacht. Deshalb bin ich stolz auf die Jungs“, verwies Heilman auf die entscheidende Phase, in der sein Team das Spiel in den Griff bekam. Türöffner dafür war das frühe 2:1, das Stephan Huber bereits nach 84 Sekunden mit einer Energieleistung gelang, Keil und Felix Köbele hatten assistiert. In der Folge wuchs der Druck der Gastgeber, aber die Gegenwehr der Wölfe ließ erst erkennbar nach, als Keil zum 3:1 traf. Köbele war hier ebenso der Vorbereiter wie beim entscheidenden 4:1 des so lange vermissten „Knipsers“.

Matthias Rimböck, sportlicher Leiter der Wölfe, sah ein „abwechslungsreiches Spiel für die Zuschauer, mit einem annehmbaren Ergebnis seines Teams, das aber im Schlussdrittel die Scheibe nicht mehr kontrolliert aus der Verteidigungszone brachte“. Für Heilman waren es „einfach drei ganz wichtige Punkte“, nach einem Blick auf die enge Tabellenkonstellation.

Statistik

  • Tore: 1:0 (36.) Krieger (Söllner, Engmann), 1:1 (39.) Artmann (Nemecek, Gomov/6-5), 2:1 (42.) Huber (Keil, Köbele), 3:1 (51.) Keil (Köbele, Söllner), 4:1 (55.) Keil (Fabig, Köbele)

  • Strafen: Amberg 6, Vilshofen 10 Minuten

  • Schiedsrichter: Fiala, Graf, Zwingel

  • Zuschauer: 510

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